Gottfried Bachl

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Konsistorialrat Univ.-Prof. Dr. theol. Gottfried Bachl (* 16. April 1932 in Linz, ; † 23. Mai 1920 in Vöcklabruck) war ein römisch-katholischer Theologe, Dogmatiker und Schriftsteller.

Leben

Gottfried Bachl wuchs in Pregarten im oberösterreichischen Mühlviertel auf und trat nach seiner Matura am Collegium Petrinum Linz 1953 in das Linzer Priesterseminar ein. Von 1953 bis 1963 studierte er Philosophie und Theologie an der Ponteficia Università Gregoriana in Rom. Am 10. Oktober 1959 wurde er in Rom zum Priester geweiht.

Von 1963 bis 1966 war er Kaplan in Wels. Ab 1966 unterrichtete er Religion am Wirtschaftskundlichen Mädchen-Realgymnasium der Schulschwestern in Wels und wurde 1970 Lehrbeauftragter, dann ab 1973 Professor für Dogmatik und Ökumenische Theologie an der Katholisch-Theologischen Hochschule in Linz. Seit 1973 unterrichtete er auch an der Religionspädagogischen Akademie der Diözese Linz.

1983 wurde Bachl als Professor für Dogmatik an die Katholisch-Theologische Fakultät der Paris-Lodron-Universität Salzburg berufen. Von 1991 bis 1995 war er dort Dekan, dann bis 1997 Prodekan. 1998 wurde er emeritiert.

Von 1984 bis 2012 war Prof. Bachl Geistlicher Assistent des Katholischen AkademikerInnenverbandes Salzburg. Von 1987 bis 1998 wurden seine monatlichen KAV-Predigten, dann bis 2015 seine „Salzburger Briefe“ an Mitglieder und Interessenten verschickt.

Seinen Ruhestand verbrachte Bachl in Vöcklabruck und in Weyregg am Attersee.

Er verstarb am 23. Mai 2020 im 89. Lebensjahr und hinterließ seine Lebensgefährtin und zwei erwachsene Kinder.

O-Ton

In gar keiner Weise,
vor niemand und niemals buckeln.
Jederzeit sich gerade aufrichten
in allen Zuständen.
Nicht mitzujammern,
nicht zum Winseln sind wir da.
die Sinne seien mit aller Andacht
auf die Welt gerichtet.
In die fatale Predigt von der Nichtigkeit der Dinge
stimmen wir nicht ein.
Wir wollen auf Erden glücklich sein

Publikationen (Auswahl)

  • Schuld und Schicksal. Linz (Oberösterreichischer Landesverlag) 1979
  • Über den Tod und das Leben danach. Wien (Styria) 1980
  • Eucharistie – Essen als Symbol? Zürich (Benziger) 1983
  • Die Zukunft nach dem Tod. Freiburg im Breisgau (Herder) 1985
  • Vorsehung und Handeln Gottes. Freiburg im Breisgau (Herder) 1988
  • Auch Dinge haben ihre Tränen. Innsbruck (Tyrolia) 1988
  • Lesen. Ein Weg in die Freiheit. Innsbruck (Tyrolia) 1989
  • Der beschädigte Eros. Frau und Mann im Christentum. Freiburg im Breisgau (Herder) 1989
  • Familie leben. Herausforderungen für kirchliche Lehre und Praxis (Hg.). Düsseldorf (Patmos) 1995
  • Der schwierige Jesus. Innsbruck (Tyrolia) 1996
  • Mailuft und Eisgang. 100 Gebete. Innsbruck (Tyrolia) 1998
  • Eschatologie. Graz (Styria) 1999
  • Der beneidete Engel. Theologische Skizzen. Innsbruck (Tyrolia) 2001
  • Gottesbeschreibung. Reden und Lesestücke. Innsbruck (Tyrolia) 2002
  • Ge-Denken. Mauthausen/Gusen, Hartheim, St. Radegund, Hg. Manfred Scheuer. Linz (Wagner: Kirchen-Zeit-Geschichte) 2002
  • Spuren im Gesicht der Zeit. Ein wenig Eschatologie. Salzburg (Müller) 2008
  • Eucharistie. Macht und Lust des Verzehrens. St. Ottilien (EOS) 2008
  • Feuer, Wasser, Luft, Erde. neue Psalmen Innsbruck (Tyrolia) 2011
  • Die vergessenen Fragen der Theologie. Theologische Erinnerungsmuster, Hg. Thomas P. Fößel. Münster (Aschendorff) 2007
  • Gott bewegt. Würzburg (Echter) 2012

Quellen

{{Zeitfolge |AMT= Dekan der [[Katholisch-Theologische Fakultät der Universität Salzburg|Katholisch-Theologischen Fakultät der [[Universität&nbp;Salzburg]] |ZEIT=1991–1995 |VORGÄNGER= Albert Biesinger |NACHFOLGER= Heinrich Schmidinger }}