Großglockner Hochalpenstraße Schneeräumung 2014

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Schneeräumung 2014, Video
29. April 2014: Durchstich bei der Schneeräumung der Großglockner Hochalpenstraße beim Hochtor (Tunnel) (2 504 m ü. A.): Fräsenfahrer aus Heiligenblut Anton BERNHARDT, Generaldirektor der GROHAG Dr. Johannes Hörl, Leiter der Schneeräumung Peter Embacher und Josef Lechner Fräsenfahrer aus Fusch an der Großglocknerstraße
25. April eine Wallack-Rotations-Schneefräse, links vom Führerstand im Hintergrund der Gipfel des Großglockners
17. April: ein Aufnahmeteam von Servus TV dreht für den abendlichen Wetterbericht eine Sequenz
8. April: ein Größenvergleich: Skier - Schneehöhe
Tag 5 an der Südrampe stößt eine Pistenraupe, die noch leichteren Schneeschichten abtragend, am Hochtorsattel zum Hochtor (Tunnel) vor
7. April: an der Nordrampe kommt die Räummannschaft langsam in stärkere Schneelagen

Die Großglockner Hochalpenstraße Schneeräumung 2014 hatte am 1. April 2014 begonnen, früher als üblich, da sich im Winter 2013/14 ungewöhnlich große Schneemassen angesammelt hatten. Nach nicht ganz drei Wochen Arbeit erfolgte am 29. April 2014 der "Durchstich" und ab 30. April 2014 ist die Straße wieder für den Verkehr freigegeben.

Allgemeines

Bis zu acht Meter hohe Schneewände entlang der Straße erwarteten die Besucher der Straße in den ersten Tagen nach der Öffnung. Der Durchzug von Norden nach Süden, die Edelweißstraße sowie die Auffahrt bis zum Schöneck waren unter sehr guten Bedingungen möglich. Die Auffahrt bis zur Kaiser-Franz-Josefs-Höhe wurde wenigen Tage später am 3. / 4. Mai 201) freigegeben - bis dahin galten ermäßigte Tarife.

Die Shops und Ausstellungen im Haus Alpine Naturschau (Oberes Nassfeld) und am Hochtor (Tunnel) („Passheiligtum Hochtor“) sowie die Gastronomiebetriebe Edelweißspitze, Dr.-Franz-Rehrl-Haus, Gasthof Fuscherlacke (Mankeiwirt), und Rasthaus Schöneck waren bereits geöffnet[1].

Schneeräumung 2014, die Geschichte

Dieser Artikel dokumentiert die Schneeräumung der Großglockner Hochalpenstraße im Frühjahr 2014.

Ein Drittel mehr Schnee als sonst

Die Kontrolle der Panoramastraße aus der Luft brachte ein überraschendes Ergebnis.

Im Tal hat es in diesem extrem milden Winter seit Dezember kaum noch geschneit. „Es ist eine Überraschung, dass wir bei unserem Kontrollflug mit dem Hubschrauber festgestellt haben, dass auf der Glocknerstraße ein Drittel mehr Schnee liegt als in den vergangenen Jahren“, sagt Johannes Hörl, Direktor der Großglockner Hochalpenstraßen AG (GROHAG).

Vor allem auf der Kärntner Seite, auf der sich die Gletscherstraße, die Stichstraße zur Kaiser-Franz-Josefs-Höhe befindet, fiel durch die dauernden Südwetterlagen sehr viel Schnee. Betriebsleiter Peter Embacher: „In Heiligenblut lag bis zu eineinhalb Meter Schnee, oben auf dem Berg ist es wesentlich mehr.“ Auch auf die Scheitelstrecke auf Salzburger Seite, wo die Straße zwischen dem Fuscher Törl und dem Hochtor (Tunnel) auf zehn Kilometer Länge über 2 300 Meter hoch liegt, hat sich das Wetter noch voll ausgewirkt. „Dort liegt der Schnee fünf bis zehn Meter hoch“, sagt Hörl. „Zehn Meter sind es dort, wo es Verwehungen gibt.“ Im Herbst werden immer sechs Meter hohe Teleskopstangen aufgestellt, um für die Räummannschaften den Straßenverlauf zu markieren. Diese seien teilweise nicht mehr zu sehen. Laut Hörl sind auch sehr viele Lawinen abgegangen. Es seien heuer umfangreiche Sicherungsarbeiten in den Lawinenstrichen nötig.

Peter Embacher sagt: „Die Befliegung machen wir jedes Jahr, um zu sehen, was uns an Arbeit erwartet und was in den Lawinenstrichen liegt.“ Um die Räummannschaften zu schützen, muss die Lawinengefahr vor der Arbeit beseitigt werden. „Wir haben auf jeder Seite einen Bergführer im Betrieb, der die Situation beurteilt. Wo es nötig ist, sprengen wir Lawinen ab. Die Bergführer gehen dazu mit Ski los und tragen den Sprengstoff hinauf. Teilweise treten sie die Lawinen auch einfach ab.

Räumungsbeginn Südseite 1. April, Nordseite 7. April

Auf der Südseite hat die Räumung der Straße schon am Dienstag, den 1. April 2014 begonnen. Der Grund ist, dass eine sieben Kilometer von Heiligenblut entfernte Brücke saniert werden muss. Die Straße wird für die Baufahrzeuge frei gemacht. Offizieller Beginn der Räumung auch auf der Nordseite ist am 7. April. Das sei wegen der vielen Arbeit, die warte, ein paar Tage früher als gewöhnlich, sagt Hörl. Ziel ist es, die Räumung bis 1. Mai abzuschließen, damit die Straße am Feiertag wieder als Ausflugsziel zur Verfügung steht. Das gelingt in der Regel, wenn es nicht kurz vor der Öffnung noch einen Schlechtwettereinbruch gibt. Bei der Räumung kommen vier der von Franz Wallack konstruierten Rotationspflüge, zwei Pistenraupen, zwei Unimog und drei Traktoren zum Einsatz. Zwölf Mann sind beschäftigt.

Die Schneeräumung im Detail

Der Salzburger Journalist Peter Krackowizer wird für das Salzburgwiki täglich ab 7. April von den Räumarbeiten der Großglockner Hochalpenstraße berichten.

Südseite, Tag 1: 1. April 2014

Beginn am 1. April auf der Südseite bei Heiligenblut
An der Südrampe der Großglockner Hochalpenstraße begannen am Dienstag, den 1. April 2014, die Räumarbeiten.

Südseite, Tag 2: 2. April 2014

Die Arbeiten gehen gut voran. "Ander" und "Oskar" (das sind die persönlichen Namen der beiden im Einsatz befindlichen Wallack-Rotationspflüge) mit Team haben bereits die Ankehrbrücke erreicht, wo nächste Woche die Brückensanierung beginnt.

Südseite, Tag 3 und 4: 3. und 4. April 2014

Durch die starke Unterstützung der beiden Traktoren von der Firma Steyr hat die Schneeräummannschaft bereits bis zum Tauerneck (zwei Kilometer vor dem Wallackhaus) die Straße freigeräumt. Am Montag, 7. April beginnt auch die Schneeräumung auf der Nordseite. Gleich am Anfang in der berüchtigten Bärenschlucht erwartet die Räummannschaft eine große Lawinen.

Samstag, 5. und Sonntag, 6. April 2014

An diesen beiden Tagen ruhte die Arbeit.

Südseite: Tag 5, Nordseite: Tag 1 - 7. April 2014

Heute ging es auch auf der Nordrampe in Fusch an der Großglocknerstraße mit der Schneeräumung los. Durch das sehr warme Wetter + 12° C auf 1 800 m ü. A. schmilzt der Schnee extrem schnell. So konnten die Räummannschaften an der Nordseite bereits die Kehre 5 erreichen und auf der Südseite die Kehre 20.

Zur Kehrennummerierung: Kehre 1 befindet sich an der Nordrampe im Pinzgau, die letzte Kehre Nr. 21 in Kärnten oberhalb von Heiligenblut. Daher arbeitet die Räummannschaft von Kehre 21 über 20, 19, 18 usw sich in die Höhe.

Bilder Nordrampe

Bilder Südrampe

Tag 6: 8. April 2014

Seit heute sind auch drei Unimog für Versuchszwecke auf der Nordseite im Einsatz. Das Wetter war heute nicht mehr so schön wie die letzten Tage. Die Mannschaften schafften es an der Nordseite bis zur Kehre 7 und an der Südseite kamen sie bis oberhalb des Wallackhauses, also schon in Sichtweite des Hochtor (Tunnel)s.

Bilder Nordrampe

Bilder Südrampe

Tag 7: 9. April 2014

Am Tag 7 ging es mal richtig zur Sache. An der Nordseite, im Abschnitt von Kehre 7 bis unteres Naßfeld liegt extrem viel Schnee (bis zu sieben Meter Höhe!), der sehr hart ist, fast wie Eis.

Schneeräumstand am Abend auf der Nordseite: Unteres Naßfeld und auf der Südseite Wallnerbogen, 1,5 km unterhalb des Hochtors.

Das Wetter war heute Vormittag unfreundlich und kalt, Temperaturen unter Null Grad herrschten entlang der Großglockner Hochalpenstraße. Am Nachmittag besserten sich die Wetterverhältnisse, aber es blieb kalt. Hier Bilder von den Webcams von heute (Bilder anklicken, wenn du sie noch größer betrachten willst, klicke sie nochmals an, beim dritten Mal Anklicken werden sie dann extrem vergrößert)

Blick vom Fuscher Törl um 17:10 Uhr, rechts im Hintergrund die Edelweißspitze im Nebel

Bilder Südrampe

Tag 8: 10. April 2014

Schneeräumstand am 8. Tag der Schneeräumung. Nordseite Dr.-Wilfried-Haslauer-Haus (Alpine Naturschau, unterhalb der Edelweißspitze), 2 260 m ü. A. und auf der Südseite Kehre 18.

Bilder Nordrampe

Tag 9: 11. April 2014

von diesem Tag erreichten mich keine Bilder und Nachrichten.

12. und 13. April 2014

Sturm am 15. April 2014

Wochenende - Arbeitspause

Tag 10: 14. April 2014

von diesem Tag erreichten mich keine Bilder und Nachrichten.

Tag 11: 15. April 2014

Wegen starken Sturm mit Windgeschwindigkeiten bis zu 100 km/h mussten heute die Schneeräumung eingestellt werden. Die Räummannschaften hoffen auf ein besseres Wetter am 16. April 2014.

Tag 12: 16. April 2014

Der starke Sturm von gestern und -12°C heute morgen - da hatten die Schneefräsen auch einiges abbekommen: sämtliche bewegliche Teile waren eingefroren. Die Mannschaft musste zunächst erst alles auftauen bevor die Räumung fortgesetzt werden konnte. Trotzdem konnte sie an der Nordseite den gesamten Bereich Fuscher Törl mit den Parkplätzen fertig räumen. Morgen geht es in Richtung Fuscher Lacke.

Auf der Südseite ist das Schneeräumteam bereits unterwegs zur Kaiser-Franz-Josefs-Höhe.

Bilder Nordrampe

Tag 13: 17. April 2014

Bei strahlendem Sonnenschein und Temperaturen über null Grad arbeiten beide Mannschaften mit vollem Einsatz. An der Nordseite besucht ein Aufnahmeteam des Servus TV die Arbeiten im Bereich unterhalb des Fuscher Törls in Richtung Fuscher Lacke.

an der Nordrampe ein Panoramabild der Webcam am Fuscher Törl am späten Vormittag

Bilder Nordrampe

Tag 14: 22. April 2014

22. April: Nordrampe: das erste Räumfahrzeug ist durch den Mittertörltunnel gefahren (14:00 Uhr)
Von der Fuscher Lacke kommend erreichte die Räummannschaft an der Nordrampe der Straße mittags den Mittertörltunnel.

Tag 16: 24. April 2014

Vom 15. Tag der Schneeräumung erreichten mich keine Bilder und Daten. Dafür wurde es am 16. Tag wieder interessant: Die Großglockner Hochalpenstraßen AG kündigte für den Dienstag, den 29. April 2014, den "Durchstich" an: an diesem Tag sollen sich die beiden Räummannschaften von der Süd- und der Nordrampe im Bereich des Hochtors treffen. Natürlich hängt alles noch vom Wetter ab. Doch heute stieß die Räummannschaft der Südrampe bis in Parkgarage auf der Kaiser-Franz-Josefs-Höhe vor. Hier ihre Bilder.

Bilder Nordrampe

Bilder Südrampe

Tag 17: 25. April 2014

Blick vom Fuscher Törl, über das obere Naßfeld, die Edelweißspitze bis zum Hochtor (Tunnel), Aufnahme von 16:10 Uhr
Blick von der Edelweißspitze zum Fuscher Törl, über das obere Naßfeld, die Fuscher Lacke bis zum Hochtor (Tunnel), Aufnahme von 16:00 Uhr

Bei prachtvollem Bergwetter und Temperaturen von über + 10° C in 2 262 m ü. A. bei der Fuscher Lacke werden auf beiden Seiten gute Fortschritte in der Schneeräumung gemacht. Während man bereits auf der Kaiser-Franz-Josefs-Höhe mit dem Räumen der Parkflächen im Freien begonnen hat, wartet die Edelweißstraße zur Edelweißspitze noch auf die Räumung.

Bilder Südrampe

Tag 18: 28. April 2014

Von diesem Tag der Schneeräumung erreichten mich keine Bilder.

Tag 19: 29. April 2014 - Durchstich

Der „Durchstich“ ist jedes Jahr wieder ein großes Ereignis: Wenn sich der Kärntner und der Salzburger Schneeräumungstrupp nahe dem Hochtor gegenüber stehen, wissen alle Beteiligten: „Das Gröbste ist geschafft“. Und damit ist der „Durchstich“ auch zugleich der Startschuss für die neue Saison auf der Großglockner Hochalpenstraße. Diese wird heuer ab 30. April 2014 für den Verkehr freigegeben. Peter Embacher, seit 35 Jahren bei der GROHAG, leitet die alljährige Schneeräumung: „Die Schneelage hat die Wetterverhältnisse dieses Winters wiedergespiegelt. So hatten wir etwa von Salzburger Seite bis 1 800 Meter Seehöhe sehr wenig Schnee. Weiter oben jedoch sehr große Mengen. Bis auf einen Tag Wintereinbruch mit Schnee und Sturm im April konnten wir den Zeitplan einhalten. Auch die Situation in den Lawinenabstrichen war relativ entspannt.“ Zu den heikelsten Stellen bei der Schneeräumung zählen das Untere Nassfeld sowie der Abschnitt zwischen Fuscher Törl und Hochtor.

Bilder

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Quellen

Fußnoten

  1. Datenstand 29. April 2014