Südrampe der Großglockner Hochalpenstraße

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Eröffnungsfahrt am 2. Oktober 1932, hier beim Kasereck
Eröffnungsfahrt am 2. Oktober 1932
Auf der Südrampe

Die Südrampe der Großglockner Hochalpenstraße ist ein rund 17 Kilometer langes Teilstück der Großglockner Hochalpenstraße auf Kärntner Seite.

Allgemeines

Es führt von Heiligenblut zum Kreisverkehr Guttal über das Schobereck vorbei am Glocknerhaus bis hinauf zur Kaiser-Franz-Josefs-Höhe. Ab dem Kreisverkehr Guttal heißt die Straße Gletscherstraße.

Geschichte

Bis 1932 führte von Heiligenblut nur die Alte Glocknerhausstraße bis zum Glocknerhaus. 1930, mit dem Baubeginn der Großglockner Hochalpenstraße, begann Ing. Franz Friedrich Wallack den Ausbau diese Straße mit Verlängerung bis unterhalb der historischen Kaiser-Franz-Josefs-Höhe (also noch vor der heute so bezeichneten).

Diese Straße, die heute Gletscherstraße genannt wird, wurde am 2. Oktober 1932 eröffnet.

Der Parkplatz unterhalb der historischen Kaiser-Franz-Josefs-Höhe wurde dann am 25. August 1933 fertiggestellt. Im Sommer 1936 wurde dann die Straße bis zum heutigen Besucherzentrum verlängert, wo der heute nicht mehr bestehende Parkplatz Freiwandeck entstand. Das heutige Parkhaus Freiwandeck wurde erst 1963 eröffnet.

Baugeschichte

Der Bau der Großglockner Hochalpenstraße war zunächst in zwei große Abschnitte unterteilt:

in die Nordrampe
und in die Südrampe

Erst nach Beilegung des Variantenstreits im Spätsommer 1933 kam dann der dritte große Abschnitt, die Scheitelstrecke, dazu.

Der Bau der Südrampe war in folgende Baulose unterteilt:

  • Baulos 4: von Heiligenblut über das Fleißtal zum Kasereck; hier sollte nach dem ersten Entwurf die Scheitelstrecke abzweigen
Daten: Länge 5,9 km, tiefster Punkt 1 301 m ü. A., höchster Punkt 1 931 m ü. A., Höhenunterschied 612 m, durchschnittliche Steigung 10,4 Prozent, Höchststeigung 11,8 Prozent;
  • Baulos 5: vom Kasereck über das Guttal zum Schobereck; das ist der Punkt, an dem die alte Glocknerhausstraße in die neue Straße einmündet.
Daten: Länge 2,7 km, tiefster Punkt 1 859 m ü. A., höchster Punkt 1 913 m ü. A., Höhenunterschied 54 m, durchschnittliche Steigung 2,0 Prozent, Höchststeigung 8,2 Prozent;
  • Baulos 6: vom Schobereck bis zum Glocknerhaus mit angenäherter Benützung der Linienführung der bestehenden schmalen alten Glocknerhausstraße.
Daten: Länge 4,5 km, tiefster Punkt 1 859 m ü. A., höchster Punkt 2 148 m ü. A., Höhenunterschied 289 m, durchschnittliche Steigung 6,3 Prozent, Höchststeigung 11,5 Prozent;
Daten: Länge 2,9 km, tiefster Punkt 2 158 m ü. A., höchster Punkt 2 362 m ü. A., Höhenunterschied 214 m, durchschnittliche Steigung 8,0 Prozent, Höchststeigung 12,0 Prozent;

An diesen Baulosen begannen die Arbeiten im Herbst 1930.

Es gab in diesem Bereich folgende Baulager (Daten Spätherbst 1931):

  • Baulager Fleiß mit 30 Mann
  • Baulager Wegscheider mit 180 Mann
  • Baulager Kasereck mit 225 Mann
  • Baulager Guttal mit 280 Mann
  • Baulager Palik mit 183 Mann
  • Baulager Glocknerhaus mit 30 Mann
  • Baulager Sturmhütte mit 260 Mann
  • Baulager F. J. Höhe mit 139 Mann

Eröffnung 1932

Bei den Eröffnungsfeierlichkeiten waren der österreichische Bundespräsident Wilhelm Miklas, Finanzminister a. D. Dr. Grimm als Präsident der Großglockner Hochalpenstraßen AG, die Landeshauptleute von Salzburg, Dr. Franz Rehrl, und Kärnten, Ferdinand Kernmaier, der Erbauer der Straße, Hofrat Dipl.-Ing. Franz Friedrich Wallack, Fürstbischof Dr. Adam Hefter, für den Oesterreichischen Automobil-Club dessen geschäftsführendes Vorstandsmitglied Graf Pachta und Rittmeister Eisler, für den Salzburger Automobil Club Vizepräsident Kommerzialrat Edwin Schurich, Oberbergrat h.c. Dipl.-Ing. Dr. Karl Imhof, Rudolf Zrost und Sekretär Baron Seyfferitz, der Präsident des Kärntner Automobil-Clubs, Kommerzialrat Koutnik sowie zahlreiche weitere Ehrengäste anwesend.

Nach einer Feldmesse am Vormittag in Heiligenblut setzte sich eine Autokolonne in Bewegung und befuhr die neue Straße.

Quelle

  • Wallack, Franz: Die Großglockner Hochalpenstraße - die Geschichte ihres Baues, zweite Ausgabe, anlässlich der 25-Jahr-Feier der Großglockner Hochalpenstraße, 1960, Springer Verlag, Wien