Pfarre Bruck am Ziller

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Die Pfarre Bruck am Ziller ist eine der Pfarren des Tiroler Teils der Erzdiözese Salzburg.

Allgemeines, Pfarrbereich

Der Pfarrbereich umfasst

Die Pfarre Bruck am Ziller ist die nördlichste Pfarre des Dekanats Zell am Ziller. Sie bildet (künftig) mit den südlich gelegenen Pfarren Hart im Zillertal und Stumm einen Pfarrverband.

Kirchen

Pfarrkirche ist die Pfarrkirche zum hl. Leonhard (Patrozinium: 6. November). Eine Messkapelle ist die Antoniuskapelle in der März.

Pfarrer

Hauptartikel Pfarrer von Bruck am Ziller

Pfarrprovisor ist Mag. Erwin Mayer (auch Pfarrprovisor von Reith im Alpbachtal).

Geschichte

Bruck gehörte zur Pfarre Reith im Alpbachtal, wurde 1786 Lokalkaplanei. Die Pfarrerrichtung erfolgte im Jahr 1891.

Pfarre

  •  976:  Der zu Bruck gehörende Ort Imming ist zusammen mit Reith in einem Codex des Salzburger Erzbischofs Friedrich I. angeführt.
  • 1187: Erstmals scheint das Dorf Bruck („villa Prukhe“) in einer Urkunde auf, und zwar zusammen mit der Pfarre Reith (diocesis Reuta) in der Stiftungsurkunde des Erzbischofs Adalbert II. betreffend das St. Johannes-Hospital (heute Altenheim) in Zell am Ziller.
  • 1369: Es wird die „Brugger Oblai“ erwähnt, mit welchem Ausdruck die Filialen der damaligen Großpfarren bezeichnet wurden.
  • 1416: Im Rattenberger Salbuch wird Bruck als eine der acht Reither „Zukirchen“ genannt.
  • 1637: Das Tauf- und das Sterbebuch beginnen.
  • 1648: Das Trauungsbuch beginnt.
  • 1786: Bruck wird Lokalkaplanei mit einem ständigen Seelsorger.
  • 1891: Bruck wird zur Pfarre erhoben.
  • 1924: Das Gefallenendenkmal wird errichtet.
  • 1985: Nach dem Abriss der alten Volksschule wird der Friedhof erweitert und eine neue Totenkapelle (mit Glasfenstern von Richard Hirschbäck) erbaut.

Pfarrkirche

  • 1337: Die erste Erwähnung der „Lienhartskirchen ze Prugk“ findet sich im Testament des Heinrichs IV. von Rottenburg. Darin bedachte der tirolische Hofmeister 62 Kirchen, darunter eben auch die Leonhardskirche zu Bruck, acht Klöster und sechs Spitäler in ganz Tirol mit Legaten im Umfang von nicht weniger als 8 000 Mark (2 240 kg Silber. Der noch bestehende gotische Turm ist dieser Zeit zuzuordnen.
  • 1648: Die Kirche wird erweitert, das Kirchenschiff verbreitert und verlängert (sodass der Altarraum sich nicht mehr in der Mitte der Kirche befindet).
  • 1718: Das Christophorus-Fresko wird von einem an der südlichen Außenmauer angebracht. Der Schöpfer ist nicht bekannt.
  • 1735: An der Außenmauer der Kirche werden die Kreuzwegbilder angebracht.
  • 1768: Der Hochaltar mit den Statuen des hl. Ulrich und des hl. Nikolaus und dem emporschwebenden hl. Leonhard mit Engelsgruppe wird von dem bekannten Kitzbüheler Bildhauer Josef Martin Lengauer geschaffen.
  • Um 1500: In dieser Zeit entstehen die Reliefs der zwölf Apostel mit Christus („Bauerngotik“) und die künstlerisch wertvollste Statue: die gotische Skulptur des hl. Leonhard, die im Augustinermuseum in Rattenberg als Leihgabe zu sehen ist.
  • 1822: Die Deckenfresken (die Heilige Familie und die vier lateinischen Kirchenväter Ambrosius, Hieronymus, Augustinus und Gregor der Große) werden von Johann Endfelder geschaffen.
  • 1937: Eine neue Orgel der Firma Reinisch, zweimanualig und pneumatisch wird angeschafft.
  • 1950: Die Firma Bühl (Bad Häring) liefert die neuen Glocken, die wie folgt heißen, gestimmt sind und wiegen:
Herz-Jesu-Glocke – fis – 676 kg
Herz-Mariä-Glocke – a – 410 kg
St. Leonhard-Glocke – h – 275 kg
St. Josef- und St. Barbara-Glocke – 165 kg
  • 1966: Außenrenovierung, 1967: Innenrenovierung.
  • 2002: Ein Kirchenvorbau wird errichtet.
  • 2008: Wieder kommt eine neue Orgel.

Quellen

Weblinks