Wissenspark Salzburg-Urstein

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Der Wissenspark Salzburg-Urstein ist ein in Planung befindliches Projekt auf dem Gemeindegebiet von Puch bei Hallein in Urstein nördlich der Fachhochschule Salzburg.

Planungen

Das Projekt Wissenspark wird vom ehemaligen Wirtschaftskammer-Direktor Wolfgang Gmachl koordiniert. Er hatte als Bauträger die AREV Immobilien aus Ried im Innkreis, ., engagiert. Die Investitionskosten wurden 2007 mit rund 117 Millionen Euro ermittelt. Sechs zwei- bis dreigeschoßige Bauten mit drei Hochpunkten (25 Meter), sieben Tiefgaragen mit mehr als 700 Stellplätzen und 14 Innenhöfe sind geplant. Besonders stolz sind die Projektbetreiber auf die 150 m lange und 25 m breite "Piazza".

Die Grundstücksfläche beträgt 38 750 Quadratmeter, die bebaute Fläche 19 200, die Bruttogeschoßfläche 53 650 und die zu nutzende Nettogeschoßfläche 40 250 Quadratmeter. Falls es mit allen Genehmigungen klappt und die Wirtschaftskrise sich nicht allzu sehr verschärft, sollte der Spatenstich im Sommer 2009 fallen. Geplante Fertigstellung wurde Juni 2011 gelegt. Doch es kam ganz anders.

Vorgestellt

Der ehemalige Wirtschaftskammer-Direktor Wolfgang Gmachl lüftete das Geheimnis um sein Lieblingsprojekt "Wissenspark Salzburg-Urstein" zusammen mit der Gemeinde Puch am 2. Dezember 2008 in der Fachhochschule bei der Präsentation des Bebauungsplans.

Auch die EMCO-Privatklinik sollte vom Dürrnberg in die Ursteinau übersiedeln und einer der Leitbetriebe des Technologie- und Wissensparks werden. Schon fixiert war daneben die neue Verwaltungs- und Forschungszentrale des Salzburger Spielwarenherstellers Stadlbauer.

Auf vier Hektar nördlich des Campus Urstein ist Platz für zukunftsträchtige Betriebe aus Gesundheit, Tourismus, Informationstechnologie und Medien, für ein Musterhotel, Gastronomie, 60 Dienstnehmerwohnungen, Kinderbetreuung und eine Erweiterung der Fachhochschule. Als Architekten zeichneten Klaus Kada und Gerd Wittfeld verantwortlich. Gmachl verwies auf eine sehr positive Stellungnahme des Gestaltungsbeirats des Bezirks: Das Projekt reagiere überzeugend und sensibel "auf die Besonderheiten der naturräumlichen Umgebung" und könne "sehr empfohlen werden". Eine Hürde ist, dass der Umweltverträglichkeitsbescheid abgeändert werden muss.

Für Konfliktstoff in der Region sorgte die Emcoklinik. Bestätigt wurde die Übersiedlung in der Geschäftsführung noch nicht. Der Halleiner Bürgermeister Christian Stöckl (ÖVP) war sauer: "Ein Naturschutzgebiet wurde mit dem Argument in eine großes Gewerbegebiet umgewandelt, dass die Betreiber berühmte große Firmen aus aller Welt dorthin bringen, und dann werben sie Nachbargemeinden Betriebe ab." Gmachl dementierte: "Ich bin nie auf die Klinik zugegangen." Stöckl setzte auf einen Trumpf: Die Gemeinde werde auf dem Dürrnberg die Klinik nicht für Appartements oder eine Seniorenresidenz umwidmen, sondern die Widmung Krankenhaus belassen. Dann wäre die Übersiedlung schwer zu finanzieren.

Doch aufgrund der Baueinstellung (siehe weiter unten) revidierte die Geschäftsführung der EMCO-Privatklinik ihre Entscheidung im Sommer 2015 und forcierte den Ausbau am Dürrnberg.

Baustopp

Das oberösterreichische Bauunternehmen "Petruswerk " begann zunächst mit den Bauarbeiten. Doch bald mussten diese eingestellt werden, da es Probleme mit der Finanzierung gab. Unzählige Gesprächsrunden folgten. Der Bau blieb jedoch eingestellt. Die ehemalige Projekterrichtungsgesellschaft Wissenspark Urstein mit Sitz in Linz hatte dann am 6. November [[2015] beim Landesgericht ein Konkursverfahren beantragt. Als Insolvenzursachen werden vergebliche Finanzierungs- und Umschuldungsversuche angegeben.

2015: Baufortsetzung

Die Arbeiten am Wissenspark Urstein in Puch sollen hingegen - nach dreijährigem Baustopp - ab Mitte November 2015 wieder fortgesetzt werden. Insgesamt sechs Bauteile mit einer Gesamtfläche von 42 000 m² und einem Investitionsvolumen von etwa 100 Millionen Euro sollen in unmittelbarer Nähe zur Fachhochschule Salzburg errichtet werden. Nach der Übernahme der Baustelle durch ein Konsortium mit Beteiligung des Raiffeisenverbandes Salzburg wurde die Fertigstellung des Wissenparkes fortgesetzt.

Den Grundstein für den Wissenspark hatte im November 2011 der Projektinitiator Petruswerk mit Sitz in Linz gelegt. Doch im Jahr 2012 war das Petruswerk in finanzielle Schwierigkeiten geraten, der Bau wurde stillgelegt. Im Juli 2015 wurde die zur Bauruine verkommene Liegenschaft um kolportierte 18 Mio. Euro an die Salzburger Projektentwicklungs GmbH Sapeg verkauft. Die Sapeg gehört zu 70 Prozent dem Salzburger Immobilienbüro Stiller & Hohla und zu 30 Prozent dem Hilfswerk Salzburg. Mitgetragen wird das Projekt, das in den einzelnen Bauschritten von internationalen Investoren finanziert werden soll, vom Raiffeisenverband Salzburg.

sechs Bauteile

Während die Bauteile A und B einstweilen zurückgestellt sind, sollen in Schritt zwei bis Ostern 2016 die Bauteile C und D im Rohbau fertig gestellt werden. Dort sollen nach Fertigstellung junge Startup-Unternehmen im Umfeld der FH optimale Bedingungen vorfinden. Bauteil E ist für das Hilfswerk Salzburg reserviert, das dort mit der Zentrale voraussichtlich im Herbst 2017 einziehen wird. Zusätzlich soll eine Kinderbetreuungsstätte mit Krabbelstube und Tageskinderbetreuung untergebracht werden und in Kooperation mit der FH die Pflegeausbildung weiterentwickelt werden. Bauteil F steht unter dem Titel „Bildung“ und ist derzeit für eine neue Wirtschaftshochschule, die mit einem zusätzlichen Standort in Berlin geplant ist, reserviert.

Bildergalerie

Quellen

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