Wolfgang Gmachl

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Dr. Wolfgang Gmachl (* 15. Juni 1943 in Wien) ist ehemaliger Direktor der Wirtschaftskammer Salzburg und Abgeordneter zum Salzburger Landtag.

Leben

Zunächst besuchte er die Volksschule in Nußdorf am Haunsberg, dann das erzbischöfliche Gymnasium Borromäum in Salzburg, wo er 1962 maturierte. Er ging nach Wien, um Rechtswissenschaften an der Universität Wien zu studieren und promoviert 1969 zum Doktor der Rechtswissenschaften. Er begann in Salzburg zunächst als Rechtspraktikant am Landesgericht Salzburg tätig und trat am 1. März 1970 seinen Dienst im Wirtschaftsbund Salzburg an. Bereits mit 1. Jänner 1973 wurde Gmachl in den Dienst der Wirtschaftskammer Salzburg aufgenommen, gleichzeitig aber gegen Refundierung der Bezüge als Rechts- und Organisationsreferent für die Landesgruppe Salzburg des Österreichischen Wirtschaftsbundes freigestellt.

Mit Erhard Busek gründete Gmachl 1973 den Management-Club Salzburg und ist Vorsitzender desselben bis 1992. Von 1978 bis 1988 war Gmachl Direktor des Wirtschaftsbundes, Landesgruppe Salzburg. Von 1974 bis Ende 1991 gehörte er als Abgeordneter dem Salzburger Landtag an. In dieser Funktion setzte er sich besonders für die Interessen der gewerblichen Wirtschaft ein.

Am 1. August 1988 wurde Gmachl vom Vorstand der Wirtschaftskammer Salzburg zum Kammerdirektor bestellt. Der Satz „Ich will schon etwas bewegen, ein Verwalter bin ich nicht“ ist geradezu kennzeichnend für seine 18-jährige Arbeit als Wirtschaftskammerdirektor. Dr. Gmachl verstand seine Arbeit als Interessenvertreter umfassend: sein leidenschaftliches Engagement für den Sport mündete letztlich in seine Tätigkeit als Motor und Promotor der Salzburger Olympia-Bewerbung. Ebenso sorgte sein kulturelles Interesse für einen engen Konnex zu den Salzburger Festspielen. Für die gewerbliche Wirtschaft, ob klein, mittel oder groß, setzte er sich unermüdlich ein, auch dies brachte ihm hohes Ansehen in der Wirtschaft ein. Gmachl setzte schon früh auf Umweltschutz und stellte den Betrieben mit der „Ökologischen Betriebsberatung“ (heute: „Umwelt.Service.Salzburg“) Beratungsleistungen zur Verfügung.

Von entscheidender strategischer Bedeutung war seine Positionierung der Wirtschaftskammer als herausragender Bildungsträger für die Wirtschaft Salzburgs. „Wirtschaftskammer-Bildung“ ist eine besondere Erfolgsgeschichte „made by Wolfgang Gmachl“. Mit der Berufsinformationsmesse „bim“ wurde ein Vorzeigemodell für die grenzüberschreitende Bildungsinformation geschaffen, die AHA!-Bildungsberatung wird alljährlich von tausenden Schulabgängern genutzt, das Wirtschaftsförderungsinstitut baute seine Position als Marktführer in der berufsorientierten Weiterbildung aus, die Tourismusschulen Salzburg - Kleßheim, die ihm besonders wichtig waren, haben mittlerweile so viele Schüler wie noch nie.

Vor allem aber ist die Fachhochschule Urstein mit der Akademie Schloss Urstein und der im Schloss Urstein angesiedelten Forschungsgesellschaft engst mit dem Namen Wolfgang Gmachl verbunden. „Es ist der visionären Kraft und Hartnäckigkeit Dr. Gmachls zu danken, dass Salzburg heute eine Fachhochschule an einem Top-Standort mit weit überregionaler Bedeutung vorweisen kann. Gmachl setzte auf Bildung wie keiner seiner Vorgänger und erreichte damit eine Art Alleinstellungsmerkmal der WK Salzburg im Reigen der anderen Landeskammern“, hob Präsident Schmalz in seiner Würdigung hervor.

Wolfgang Gmachl erneuerte die Wirtschaftskammer auch in baulicher Hinsicht: Das WIFI wurde erweitert, die Tourismusschulen Salzburg - Kleßheim und das Schulhotel Grand Park Hotel Bad Hofgastein in Bad Hofgastein wurden ausgebaut und erneuert und das Hauptgebäude am Julius-Raab-Platz und die WKS-Bezirksstellen renoviert. Ende des Jahres 2006 wurde mit dem „Haus für Wirtschaft, Bildung und Arbeit“ in Tamsweg das Schlussstück in dieser Kette verwirklicht.

Am 31. August 2006 übergab Dr. Wolfgang Gmachl nach 18 Jahren das Amt des Direktors der Wirtschaftskammer Salzburg an Nachfolger Dr. Hans Bachleitner.

Er ist Vorsitzender des Kuratoriums des Steinbeis Transfer Institut Business & Engineering der Steinbeis-Hochschule Berlin mit Sitz im Schloss Urstein. Das Kuratorium unterstützt das Transfer Institut hinsichtlich der Innovationskraft, Programmoptimierung, Qualitätssicherung, Kooperationen und dem Außenauftritt.

Quellen