Lindsey Vonn - Donald Trump und das Weiße Haus sind für sie tabu

Der US-Skistar würde einer Einladung des US-Präsidenten nicht nachkommen.

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Im Skizirkus Christian Mortsch
Lindsey Vonn ließ mit politischen Aussagen aufhorchen. SN/APA (AFP)/JONATHAN NACKSTRAND
Lindsey Vonn ließ mit politischen Aussagen aufhorchen.

Auch in sportlich schwierigen Tagen wie diesen weiß eine Lindsey Vonn, wie man trotzdem Schlagzeilen liefert. Kaum hat sich die Diskussion um ihr gefordertes Kräftemessen mit den Männern auf der Abfahrt in Lake Louise gelegt, macht sie mit politischen Aussagen auf sich aufmerksam. "Ich werde die USA vertreten, nicht aber unseren Präsidenten", sagte sie in einem Interview mit CNN über ihr geplantes Auftreten bei den Olympischen Spielen in Südkorea. Sollte sie bei der Verabschiedung oder als Medaillengewinnerin von Donald Trump eine Einladung ins Weiße Haus erhalten, werde sie dieser nicht nachkommen. Generell macht sich Vonn Sorgen um ihr Heimatland. "Es ist der Wahnsinn, was passiert, in Washington, in Hollywood, das ganze Land lebt im Chaos. Nachrichten kann ich schon
gar nicht mehr schauen, es
wird nur noch schlimmer."

Sportlich soll ihr nun in St. Moritz bei den zwei Super G am Samstag (10.45 Uhr) und Sonntag (10.30 Uhr/jeweils live ORF eins) endlich der Knopf aufgehen. Die Speedrennen in Lake Louise, wo sie eigentlich Ingemar Stenmarks Rekord von 86 Weltcupsiegen näher kommen wollte, waren mit zwei Ausfällen und einem 12. Platz ernüchternd. Ebenso der Kombi-Slalom am Freitag mit 3,33 Sekunden Rückstand auf Landsfrau Mikaela Shiffrin.

Wie das US-Duo wollen in
St. Moritz auch die Österreicherinnen ein Wort um den Sieg mitreden. Conny Hütter reiste mit einem Abfahrtssieg aus den USA an, Nicole Schmidhofer kehrt mit Platz 3 im Super G in Lake Louise und als Weltmeisterin an den Ort ihres größten Erfolgs zurück. Anna Veith bestreitet ihr viertes Comeback-Rennen. "Wenn ich zeige, was ich kann, ist viel möglich", fühlt sich die Adneterin bereit.

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