Vonn begrüßt den Rummel und das neue Siegergesicht

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Im Skizirkus Christian Mortsch

Sie sei nicht hier, um um einen zehnten Platz zu fahren. Das waren die Worte, mit denen Lindsey Vonn in der Manier eines Superstars ihr Comeback in Zauchensee angekündigt hatte. Geworden ist es Rang 13. "Das war nicht mein Ziel, aber in Anbetracht aller Umstände bin ich damit zufrieden", gab Vonn danach zu Protokoll. Für ein besseres Ergebnis hätten die Verhältnisse, im Speziellen die Bodensicht, besser sein müssen. Zu vorsichtig sei sie daher unterwegs gewesen. "Aber das wird schon. Ich weiß, was ich besser machen kann." Es war aber ohnehin we niger die Platzierung wichtig als vielmehr die Tatsache, dass DER Topstar endlich wieder den Ski zirkus beehrt. Hier Interviews, da Fotos (oft mit ihrem Hund Lucy), dort ein Selfie mit den Fans, am Ende noch einmal winken. Zwischendurch immer schön lächeln. Bei ihrem Comeback nach einem Oberarmbruch drehte sich fast alles um die 32-Jährige. Und man merkte der 76-fachen Weltcup siegerin an, dass sie sowohl das Rennfahren als auch den Rummel um ihre Person vermisst hatte und umso mehr genoss: "Ich bin wirklich happy, dass ich das jetzt alles wieder erleben kann."

Dass ihr nicht die uneingeschränkte Aufmerksamkeit zuteilwurde, dafür sorgte eine gewisse Christine Scheyer. "Ich habe sie nicht gekannt, aber ihr sofort gratuliert. Es ist gut, wenn wir neue Siegergesichter sehen", sagte Vonn. Ihren Plan, schon bei der in drei Wochen beginnenden WM um Medaillen zu fahren, bekräftigte Vonn: "Ich brauche noch ein paar Rennen in Garmisch und Cortina. Das reicht dann für eine gute Vorbereitung auf St. Moritz."

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