Der Spion, der aus dem Browser kam

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Klickfit Ralf Hillebrand
Der Spion, der aus dem Browser kam SN/fotolia/adimas, montage: dopsch
Neue Hackerattacken auf Microsoft und Apple. Und ein offenbar falsch gepoltes Add-on.

Es ist traurig, schlicht traurig. Eigentlich hätte die aktuelle Kolumne Tipps im Umgang mit Social Media geben sollen. Doch Hacker und schlampige Programmierer machen aus "Klickfit" auch diese Woche einen Ratgeber für Cybersecurity: Gestern wurden gleich drei schwere Sicherheitslücken bekannt. Wie der NDR aufdeckte, spioniert etwa die Browser-Erweiterung "Web of Trust" Nutzerdaten aus und gibt diese an Dritte weiter. Dabei soll die Software eigentlich sicherheitsfördernd sein - und anzeigen, ob man einer Webseite vertrauen kann.

Microsoft und Apple attackiert

Parallel gab Microsoft bekannt, dass eine Hackergruppe eine Windows-Schwachstelle genutzt hat, um sich Zugang zu gesicherten Netzwerken zu verschaffen.

Und die Apple-Programme iCloud und iTunes sollen auch attackiert worden sein. Eine Sicherheitslücke soll es ermöglichen, Schadcode einzuschleusen. Während Apple die Lücke in seinem Betriebssystem geschlossen hat, seien Windows-Nutzer der Software nach wie vor betroffen. Das Problem wird aber durch ein Update behoben: User sollten also so schnell wie möglich auf die Versionen 6.0.1 (iCloud) und 12.5.2 (iTunes) aktualisieren.

Wie man reagieren sollte

Auch beim Windows-Hack soll ein Update das Problem beheben. Da Microsoft die Aktualisierung aber erst am 8. November ausspielt, sollten Nutzer besonders vorsichtig sein, welche E-Mail-Links sie anklicken. Über diesen Weg sollen sich die Kriminellen nämlich Zugang verschaffen.

Und wie kann man das "Web of Trust"-Problem lösen? Man sollte die Software deinstallieren. Im Chrome-Browser kann man sich dafür über das Drei-Striche-Menü und "Einstellungen" zum Bereich "Erweiterungen" vorarbeiten.

Aufgerufen am 18.11.2018 um 01:09 auf https://www.sn.at/kolumne/klick-fit/der-spion-der-aus-dem-browser-kam-923380

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