Wie man auf Hasspostings reagieren soll

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Klickfit Ralf Hillebrand
Wie man auf Hasspostings reagieren soll SN/apa
Hasspostings auf Facebook und anderen Plattformen sind zu einem Massenproblem geworden.Hasspostings auf Facebook und anderen Plattformen sind zu einem Massenproblem geworden.

Es passiert mittlerweile beinahe täglich: Auf Facebook oder in einem anderen sozialen Netzwerk stolpert man über einen rassistischen oder hetzerischen Kommentar. Doch wie soll man mit solchen Postings umgehen? Die Initiative Saferinternet.at hat dieser Tage auf ihrer Website einen Leitfaden veröffentlicht. Im Kern stehen folgende Tipps:

Zunächst sollte man den Kommentar melden. Auf Facebook geht das relativ simpel über das "X" neben dem Kommentar und die anschließend folgende Option "Melden". Ob Facebook den Kommentar nach der Meldung auch wirklich löscht, steht auf einem anderen Blatt. Sollte dem nicht so sein, sollte man laut Saferinternet.at möglichst emotionslos dagegen argumentieren, um vor allem stille Mitlesende zu erreichen. Sollte das Ganze in direkten Anfeindungen enden, wird dazu geraten, das Gegenüber zu blockieren. Dafür geht man auf das Facebook-Profil der Person, klickt rechts oben auf das Drei-Punkte-Menü und schließlich auf "Blockieren". Wenn es sich hingegen um bewusst gesetzte Falschmeldungen zu einer Sachlage oder einer Person handelt, solle man die Hassrede in einem eigenen Posting sachlich zitieren - erneut um vor allem Dritte positiv zu beeinflussen. Und wenn das alles nichts nützt, rät auch Safer internet.at dazu, strafrechtlich relevante Postings bei der nächsten Polizeistelle direkt anzuzeigen. Denn es ist zwar nach wie vor nicht geklärt, ob Facebook für die Postings auf der Plattform verantwortlich gemacht werden kann. Die, die Kommentare in die Welt setzen, sind aber in jedem Fall haftbar.

Aufgerufen am 26.09.2018 um 01:07 auf https://www.sn.at/kolumne/klick-fit/wie-man-auf-hasspostings-reagieren-soll-896878

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