Das fast-österreichische Skitalent ist auf dem Weg zum Tennisstar

Jannik Sinner legt einen außergewöhnlichen Aufstieg hin, der bald in die Top-10 führen soll. Dabei hätte der 18-jährige Südtiroler auch Skiprofi werden können.

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Netzroller Christian Mortsch

Eine fast schon wundersame Reise eines 18-jährigen Südtirolers findet in der Wiener Stadthalle seine Fortsetzung. Als Nummer 581 der Weltrangliste ist Jannik Sinner ins Jahr gestartet, mit dem souveränen 6:3-, 6:4-Erstrundensieg über Philipp Kohlschreiber knackte er nun zehn Monate später die Top-100. Sein rasanter Aufstieg ist in den vergangenen Jahren im Herrentennis beispiellos und erinnert an das US-Wunderkind Corie Gauff. "Der hat schon mit 13 so schnell gespielt, dass man mit ihm trainieren konnte", erinnert sich Julian Knowle an die erste Begegnung mit dem immer noch zaundürren 1,88 Meter großen Schlacks. Ebenso interessant ist sein Skitalent. Als Kind war er italienischer Meister, in der Schülerklasse Vizemeister. "Aber dann hat mir das Tennis mehr Spaß gemacht", erzählt der wenige Kilometer von der österreichischen Grenze in Innichen aufgewachsene Sinner. Schade, ihn würde Tennis-Österreich mit offenen Armen nehmen. "Als Skifan wäre ich gerne Österreicher", sagt der launige Rotschopf im unvergleichlichen Dialekt. Als Tennisprofi wird ihm eine außerordentliche Karriere prophezeit. "Der wird sicher Top-10", sagt Knowle.

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