Das Mixed und ein Eklat stehen in Wimbledon im Fokus

Sir Andy Murray sorgt an der Seite von Serena Williams für Aufsehen bei den Briten - ebenso ein verbaler Ausraster von Fabio Fognini.

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Netzroller Christian Mortsch

Auch wenn Andy Murray von der "Farewell"-Zeremonie bei den Australian Open selbst überrascht schien, so hing seine Karriere noch im Jänner an einem seidenen Faden. Ein halbes Jahr später ist der Schotte nun zurück auf der großen Tennisbühne. Vorerst zwar nur im (Mixed-)Doppel, doch sein Auftritt an der Seite von Serena Williams wird zu Ehren des zweifachen Wimbledon-Triumphators zelebriert. Wenn ihr Sir, der dort auch Olympia-Gold gewann, den heiligen Rasen betritt, herrscht Ausnahmezustand unter den Briten. "Vor ein paar Monaten konnte ich mir vor lauter Schmerzen nicht einmal mehr die Schuhe anziehen. Umso mehr genieße ich es, wieder zurück zu sein. Speziell natürlich hier. Hoffentlich noch länger", sagt der 32-Jährige, der nach einer Operation seine Hüftprobleme in den Griff bekam und am Montag um das Achtelfinale spielt. Der Titel ist das große Ziel.

Dass Williams mit Murray im Mixed antritt und Dominic Thiems Einladung als "Versöhnung" für den Vorfall bei den French Open nicht erwiderte, nimmt Österreichs Star mit Humor. "Wir haben uns ausgesprochen. Sie hat nichts dafür können, dass sie mich in Paris aus dem Interview-Raum geschmissen haben. Es ist also alles gut. Dass mir im Mixed jetzt Andy dazwischenfunkt, ist gut so. Das passt hier sehr gut. Ich freue mich genau wie alle anderen, dass er endlich wieder zurück ist."

Diese Ambitionen hatte Fabio Fognini wohl nicht, aber ebenso für Aufruhr gesorgt - in negativer Hinsicht. Dass sein Drittrundenmatch nur auf einem Außenplatz angesetzt wurde, ließ den Italiener während der folgenden Niederlage gegen Außenseiter Tennys Sandgren zu folgender Aussage in seiner Muttersprache hinreißen: "Verdammte Engländer, verdammt. Wirklich verdammt. Ich wünschte, in diesem Klub würde eine Bombe explodieren." Eine Entschuldigung ("Wenn ich damit jemanden verletzt habe, tut es mir leid") folgte. Sanktionen gegen das enfant terrible, das stets für Unterhaltung einerseits und negative Schlagzeilen andererseits sorgt, sind aber wohl unvermeidbar.

Aufgerufen am 26.08.2019 um 02:25 auf https://www.sn.at/kolumne/netzroller/das-mixed-und-ein-eklat-stehen-in-wimbledon-im-fokus-73106971

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