Tennis: Österreichisches Talent taucht in "neue Welt" ein

Barbara Haas erlebt bei den US Open ihren vorläufigen Karriere-Höhepunkt und schwärmt vom Kennenlernen mit den Topstars.

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Netzroller Christian Mortsch

Sie ist 20 Jahre jung und Österreichs Lichtblick im Damentennis, das derzeit ein Dasein meist unter der Wahrnehmungsgrenze fristet. Barbara Haas erlebt dieser Tage bei den US Open den (hoffentlich vorläufigen) Höhepunkt ihrer noch jungen Karriere. "Ein Traum. Das war das schönste Gefühl, das ich jemals auf dem Tennisplatz hatte", sagte Haas nach der erfolgreichen Qualifikation für den Hauptbewerb in New York. Vor genau einem Jahr zur selben Zeit schlug sie noch bei einem 10.000-Dollar-Turnier in Graz auf. Schon bevor sie am Dienstag gegen die Ungarin Tímea Babos ihr Grand-Slam-Debüt gibt, hat sie ihr Preisgeld in diesem Jahr von 56.000 Euro fast verdoppelt.

"Für mich ist es ein Bonus, jetzt hier noch ein Match zu spielen. Ich will gewinnen, aber ich bin die ganz klare Außenseiterin", sagt die Oberösterreicherin vor dem Match gegen die Nummer 33 der Welt. Sie selbst ist Weltranglisten-141. und will bald die Top-100 knacken. Ihr Trainer Jürgen Waber hatte Sibylle Bammer einst sogar in die Top-20 geführt. Diese Sphären sind noch weit weg, dennoch könnte sich Haas schnell an das tägliche Treffen mit den Topstars gewöhnen. "Es ist schon komisch, wenn plötzlich eine Serena Williams neben dir in der Garderobe steht. Aber man merkt schnell, dass sie auch nur ganz normale Menschen sind wie man selbst."

Zumindest einen großen Auftritt wird Haas heuer nach den US Open noch haben. Sie spielt im Oktober beim WTA-Turnier in ihrer Wahlheimat Linz. Ebenso Eugenie Bouchard, die Kanadierin bestätigte ihren Start.

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