Tennis: Thiem und Bresnik dämpfen die Erwartungen

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Netzroller Christian Mortsch
Tennis: Thiem und Bresnik dämpfen die Erwartungen SN/gepa
Trainer Günter Bresnik sieht Dominic Thiem derzeit nicht am Leistungsmaximum.

Nach Kitzbühel ist im Tennis vor der US-Tournee. Und so war Dominic Thiem schon am Montag, nur 48 Stunden nach dem Doppelfinale in Tirol, in Toronto im Einsatz. Die wiederum knappe Niederlage im Doppel an der Seite von Lucas Pouille gegen Grigor Dimitrow und Stan Wawrinka diente nur zum Einschlagen auf dem Hardcourt. Schon heute, Mittwoch, wartet aber eine im wahrsten Wortsinn große Hürde. Der 22-jährige Niederösterreicher, als Nummer sechs gesetzt, trifft nach einem Freilos auf Kevin Anderson. Gegen den 2,03 Meter großen Südafrikaner liegt Thiem in direkten Duellen, allesamt auf Hardcourt, 0:4 zurück.

Abgesehen davon fühlt sich der Weltranglistenneunte nach einer kräftezehrenden Saison und einem vor Kitzbühel ausgefassten Infekt noch nicht topfit. "Ich bin in ein kleines Loch gefallen. Es wird noch ein bisschen dauern, bis ich wieder bei 100 Prozent bin", sagt er. Dazu kommen die Zeitumstellung und der Wechsel von Sand auf Hartplatz. Sein Trainer Günter Bresnik fand einmal mehr klare Worte, was die Erwartungen an Österreichs neuen Tennisstar betrifft: "Ich hätte ihm von einem Start in Toronto sowieso abgeraten, aber er lässt sich mit seinem Ehrgeiz ein Masters-1000-Turnier nicht nehmen." In der Jahreswertung liegt Thiem sogar auf Platz sechs, was am Ende der Saison sensationell sogar für das ATP-World-Tour-Finale reichen würde. "Jetzt darüber zu reden ist Schwachsinn, weil wir davon noch weit entfernt sind", sagt Bresnik.

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