Was kostet die Tenniswelt in Monte Carlo?

Man gönnt sich als Fan ja sonst nichts, schließlich hat der Sandplatzklassiker so einiges zu bieten. Das haben in diesem Jahr auch wieder die Erste Bank Open in der Wiener Stadthalle.

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Netzroller Christian Mortsch
Der mondäne Monte Carlo Country Club beeindruckt. SN/gepa
Der mondäne Monte Carlo Country Club beeindruckt.

Wie Rom gehört das Turnier in Monte Carlo zu jenen großen Klassikern, deren Geschichte man auf den ersten Blick erkennt. Direkt an der Felsküste gelegen bietet der Country Club nicht nur eine einzigartige Kulisse, sondern versprüht dank des teilweise noch gut erhaltenen Baus von 1928 auch Charme. Wer dann noch die weltbesten Spieler sehen will, der greift gern tief in die Tasche. Denn sparen, das kann man hier zwar auch, ist aber nicht angesagt. So gönnt sich der betuchte Tennisfan, sofern er nicht ohnehin VIP-Gast ist, das Mittagsmenü um 79 Euro. Das ist insofern verständlich, weil schon für ein Sandwich und Getränk 25 Euro zu berappen sind. Inklusive Eintrittskarte leistet man sich den durchschnittlichen Tennistagesausflug um rund 250 Euro. In etwa so viel kostet auch das Zimmer im Mittelklassehotel.

Relativ billig kommt der Tennisfan dafür im Oktober in Wien davon - und dennoch auf seine Rechnung. So konnte Turnierdirektor Herwig Straka dieser Tage die Verpflichtung der kanadischen Jungstars Denis Shapovalov und Félix Auger-Aliassime vermelden. Dominic Thiem, Kei Nishikori und Nick Kyrgios sind ebenfalls dabei. Sogar Novak Đoković, der zum Auftakt Philipp Kohlschreiber in zweieinhalb Stunden 6:3, 4:6, 6:4 niederkämpfte, steht ganz oben auf der Wunschliste.

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