Die Geschichte vom goldenen Fleischtrum im Scheichtum

Wenn sich Mächtige wichtigmachen wollen, greifen sie gern zu seltsamen Speisen. Franck Ribéry gehört nicht dazu. Er ist Revolutionär.

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Der desolate Zustand einer Gesellschaft offenbart sich darin, wie leicht Aufregungen entstehen können. So wie dieses Wochenende beim "Fall Ribéry". Da wurde der Fußballprofi Franck Ribéry von seinem Spezi und Promikoch Nusret Gökçe in Dubai auf ein vergoldetes Tomahawk-Steak eingeladen. Das wog etwa 1500 Gramm. Der Kilopreis von 70 Euro wurde durch den Goldpreis von 300 Euro pro Gramm noch einmal aufgefettet. Kein Wunder, dass Ribéry sein Abendmahl auf Instagram(m) zur Schau stellte. Worauf im Internet selbstredend große Aufregung entstand. Dort heißt Aufregung übrigens Shitstorm. Allein schon der Preis dieses Gerichts machte das Volk wütend: Denn für das Fleischtrum muss Otto Spezialverbraucher im Scheichtum 1200 Euro hinblättern. Über diese Aufregung musste sich der zart fühlende Ribéry dermaßen aufregen, dass er den bereits Aufgeregten empfahl, ihren Müttern und Großmüttern gegenüber inzestuöse Avancen zu machen. Das erhöhte die Aufregung enorm. Die Teufelsküche meint: Höchste Zeit, sich wieder abzuregen. Deshalb beantworten wir ein paar Fragen zur Causa.

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