Leben

Warm-up für den Skiwinter

Mit seiner treuen Fangemeinde turnt Philipp Jelinek im Rahmen von "Fit mit Philipp" immer von Montag bis Freitag ab kurz nach neun Uhr auf ORF 2. Hier zeigt er mit fünf einfachen Übungen, wie man sich ideal auf die neue Skisaison vorbereitet.

Übungen für die Vorbereitung auf die Skisaison. SN/ORF
Übungen für die Vorbereitung auf die Skisaison.

Ein Traumtagerl auf der Skipiste, ein paar lockere Schwünge, elegantes Abfedern ... man darf nicht unterschätzen, wie viel Muskelkraft und Körperspannung das Skifahren dem Körper abverlangt. Darum gilt: einfach direkt vom Schreibtisch auf die Piste - lieber nicht! Idealerweise hält man sich natürlich das ganze Jahr über fit. Wer den Hang mit schönen Carvingschwüngen sicher und verletzungsfrei hinunterkommen möchte, kann rechtzeitig vor dem ersten Anschnallen der Ski damit beginnen, sich mit für den Wintersport spezifischen Übungen vorzubereiten. Selbst Profis legen die Grundlage ihrer Weltcupleistung ja bereits im Sommer, um im Winter richtig Gas geben zu können. "Es ist wichtig, dass man sich nicht nur ganz kurz vor dem Skifahren körperlich betätigt", betont Philipp Jelinek. "Das Skifahren, Snowboarden, Langlaufen und Schneeschuhwandern macht einfach mehr Spaß, wenn man etwas für seine Grundfitness gemacht hat." Außerdem ist es vor allem beim Carven wichtig, dass man die Beinmuskulatur darauf vorbereitet, was das Material von einem selbst abverlangt, wenn die Kante so richtig greift.

"Wer ausreichend Kondition und Kraft für den Skiurlaub tanken will, sollte ungefähr sechs Wochen vorher mit speziellen Übungen beginnen, seinen Körper auf die Herausforderungen auf der Piste vorzubereiten." Das ist nicht nur ratsam, damit man die Ganztageskarten in den Skigebieten auch ausnutzen kann und nicht schon zu Mittag mit leeren Energiereserven abschwingen muss. Also ab heute gilt: Mit gezielten Übungen die Fitness stärken, dann ist man für den Weihnachtsskiurlaub rechtzeitig optimal vorbereitet.

Allem voran senkt Skigymnastik die Verletzungsgefahr. Wer früh anfängt, gezielt zu trainieren, bekommt gestärkte Muskeln und dazu eine korrekte Haltung, die das Skifahren erleichtert. Trainierte Muskeln reduzieren die Sturzgefahr und schützen gleichzeitig Sehnen und Gelenke. Ein geschulter Gleichgewichtssinn beugt zudem Stürzen vor. Wer außerdem seine Grundlagenausdauer trainiert, der verringert die Anfälligkeit für Muskelkater - ideal für einen mehrtägigen Skiurlaub in den österreichischen Skigebieten.

Der Vorturner der Nation

Einer, der es ganz genau wissen muss, wie man Menschen dazu motiviert, regelmäßig Sport zu betreiben, ist Philipp Jelinek, der Mastermind hinter der Erfolgssendung "Fit mit Philipp". Gemeinsam mit dem sympathischen Wiener überwinden Tag für Tag rund 200.000 Mitturner "den inneren Schweinehund mit'm Schmäh". Am 30. März 2020 ging die erste Ausgabe von "Fit mit Philipp" im Rahmen von "Guten Morgen Österreich" on air - es war der Startschuss für eine einmalige Erfolgsgeschichte des "Vorturners der Nation", der rund um sein Format die wohl größte Bewegungsgruppe Österreichs aufgebaut hat. ",Fit mit Philipp' ist keine Modeerscheinung, sondern eine Lebenseinstellung", sagt Jelinek, dem seit seinem TV-Start eine Welle der Begeisterung entgegenschwappt. Nicht umsonst wurde er mit der Romy in der Kategorie "bestes Lockdown-Format" ausgezeichnet. Sein Erfolgsrezept klingt einfach, ist aber die Königsdisziplin, die man sich hart erarbeiten muss. "Die Leute spüren einfach, dass es von Herzen kommt und ich jeden Tag mit 100 Prozent dabei bin", bringt es der 53-Jährige auf den Punkt. "Außerdem kann bei meinen Übungen jeder mitmachen, egal wie fit man ist: die Oma, die Enkerl, Mama und Papa, der Chef im Büro und natürlich der Student vor der ersten Vorlesung."

Der Skiurlaub kann kommen

"Wer regelmäßig um kurz nach neun Uhr mit mir auf ORF 2 mittrainiert, der ist auf jeden Fall bereit für Pistenspaß", erklärt Jelinek. "Denn ich achte bei meinen Übungen, die ich vor den Sendungen auch mit meinem Expertenteam rund um Sporttherapeut Thomas Schmal und Physiotherapeutin Elke Ehrentraut bespreche, generell immer darauf, dass man die Mitte stärkt sowie immer auch Stabilisationsübungen und Beinübungen mit dabei sind." Beim Skifahren braucht man starke Muskeln in den Beinen sowie eine stabile Rumpfmuskulatur. Diese Muskelkraft macht es möglich, Körperspannung und Balance zu halten, sodass man beim Fahren Unebenheiten auf der Piste gut ausgleichen kann. Spezielle Skigymnastik zielt daher vor allem auf die Oberschenkel-, Bauch- und Rückenmuskulatur ab.

"Die Regelmäßigkeit bringt den Erfolg. Ich bekomme so viele Zuschriften von Zuschauern, die sich dafür bedanken, dass sie durch die Turnübungen wieder mobiler sind und ein neues Lebensgefühl erleben", erzählt Jelinek nicht ohne Stolz, ist es doch das Verdienst seiner schier unermüdlichen positiven Energie, die Leute vor dem TV-Gerät zu motivieren.

Fünf Übungen für die Skifitness

Apropos Motivation - Jelinek hat für das "Schneepulver" fünf Fitnesstipps zur Skigymnastik daheim zusammengestellt. Wichtig ist: Man muss auf den eigenen Körper achten und die Übungen nur in der Intensität ausführen, die dem Körper guttut und ihn nicht überfordert. Es gilt: Je regelmäßiger man trainiert, desto mehr kann man die Intensität steigern. Kommt ihr auch ins Team "Fit mit Philipp"?

Seitliche Stabilisation

Übungen für die Vorbereitung auf die Skisaison. SN/ORF
Übungen für die Vorbereitung auf die Skisaison.

Bei dieser Stabilisationsübung für die Rumpfmuskulatur und Beine wird auch das Gleichgewicht gefordert. Hüftbreit aufrecht hinstellen, Arme nach oben strecken. Jetzt das Gewicht auf ein Bein verlagern und zur Seite neigen. Man sollte versuchen, die Position kurz zu halten und sich dann retour neigen (zehn Wiederholungen).

Kniebeuge
Man stellt sich hüft- bzw. schulterbreit hin, überkreuzt die Arme vor dem Körper oder streckt sie nach vorn und dann geht man mit dem Gesäß, so gut es geht, nach unten und wieder nach oben. Wichtig dabei ist, dass der Rücken gerade bleibt (zehn bis fünfzehn Wiederholungen).

Wadenheber
Diese Übung kräftigt den vorderen Schienbeinmuskel und die Wadeln. Hüftbreit aufrecht hinstellen, den Körper anspannen, die Arme locker nach unten hängen lassen. Jetzt Fersen nach oben drücken und wieder senken - und nicht ganz auf dem Boden absetzen (zehn bis fünfzehn Wiederholungen).

Abfahrtshocke

Abfahrtshocke SN/ORF
Abfahrtshocke

Der Klassiker kräftigt vor allem die Beine. Dafür hüft- bzw. schulterbreit hinstellen, Knie maximal 90 Grad beugen, den Oberkörper etwas nach vorn neigen und die Arme nach vorn strecken. Jetzt versucht man, diese Position zu halten - je nach Fitness-Niveau 30, 60 oder 120 Sekunden lang.

Breite Grätsche
Diese Übung stärkt Oberschenkel und Gesäß, was beim Skifahren und Langlaufen natürlich besonders wichtig ist: In einer breiten Grätsche hinstellen, Arme vor dem Körper überkreuzen und mit dem Gesäß nach unten gehen. Jetzt das Körpergewicht von links nach rechts und wieder zurück verschieben. Wichtig ist, dass man mit dem Gesäß so tief wie möglich unten bleibt (fünf Wiederholungen der Links-Rechts-Bewegung).

Mehr Infos:
www.fit-mit-philipp.at

Aufgerufen am 20.05.2022 um 05:30 auf https://www.sn.at/leben/warm-up-fuer-den-skiwinter-113249545

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