Medien

Der ORF will sich mit Roland Brunhofer außergerichtlich einigen

Roland Brunhofer SN/APA/HANS PUNZ
Roland Brunhofer

Der Konflikt zwischen dem ORF und dem früheren Salzburger Landesdirektor Roland Brunhofer wurde diese Woche erstmals vor Gericht verhandelt. Brunhofer verlangte vor dem Arbeitsgericht in Steyr, dass der ORF seinen Dienstvertrag umsetzt: Laut seinen Anwälten gibt es seit zweieinhalb Jahren Gespräche mit der Generaldirektion; ein unterzeichneter Vorvertrag liege vor - und dennoch habe Brunhofer noch immer keine Funktion im Haus.

Der ORF ließ ausrichten, er wolle alle offenen rechtlichen Fragen außergerichtlich klären. Die Richterin akzeptierte den Vorschlag, setzte aber eine Frist: Bis Ende Juni müsse es eine Einigung geben, sonst werde der Fall vor Gericht ausgefochten.

Druck für die ORF-Führung gibt es auch vom Stiftungsrat: Wie der Tiroler Rat Josef Resch schildert, hatte er Ende März an Generaldirektor Alexander Wrabetz appelliert, die Causa bis zur kommenden Stiftungsratssitzung Anfang Juni zu klären: "Bevor in der Öffentlichkeit Schmutzwäsche gewaschen wird, sollte eine Lösung im Sinne aller Beteiligten gefunden werden." Brunhofer habe "ein paar außergewöhnliche Fähigkeiten", auf die man eingehen müsse. "Wir brauchen keine weißen Elefanten." Und Resch bestätigt, dass er Wrabetz bei der Stiftungsratssitzung kommende Woche neuerlich auf den Fall ansprechen werde: "Wenn wir eine konkrete Frage stellen, erwarten wir schon eine konkrete Antwort - immer im Sinne einer konstruktiven Lösung."

Weder der ORF noch Brunhofer selbst wollten sich zu der Causa äußern.

Aufgerufen am 30.09.2020 um 05:02 auf https://www.sn.at/panorama/medien/der-orf-will-sich-mit-roland-brunhofer-aussergerichtlich-einigen-71091478

karriere.SN.at

Kommentare

Schlagzeilen