Anflugroute Süd des Salzburger Flughafens

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So funktioniert der Südanflug auf den Flughafen Salzburg, 3:36 min Video

Die Anflugroute Süd des Salzburger Flughafens ist eine technisch nicht ausgebaute Möglichkeit, den Flughafen Salzburg von Süden her anzufliegen.

Allgemeines

Während die Nordanflugroute (siehe Salzburger Flughafen Anflugrouten) mit einem ILS (Instrumentenlandesystem) ausgestattet ist, das Piloten die Landung vereinfacht, sicherer und bei fast jedem Wetter möglich macht, fehlt ein solches ILS für die Südanflugroute. Der Grund dafür ist das Tennengebirge, das den für das ILS notwendigen Winkel für den Gleitstrahl unmöglich macht.

Piloten können, dürfen und müssen beim Landeanflug über den Süden von Salzburg in einem Sichtflug landen. Ob die Bedingungen für einen Sichtflug ausreichend sind, eigentlich nur bei "klarem Wetter", entscheidet jedoch der Pilot in der anfliegenden Maschine selbst. Ein weiterer Grund, weshalb diese Südanflugroute problematisch ist, erklärte Niki Lauda, selbst Pilot, in einem Gespräch mit den Salzburger Nachrichten[1]. Ein Flugzeug muss immer gegen den Wind landen, es brauche den Wind immer auf die Nase. Was aber aufgrund der im Salzburger Becken herrschenden Winden eben überwiegend nur über die Nordanflugroute geht.

Südanflugroute

Ein Meldepunkt, an dem Piloten mit der Flugsicherung im Tower Salzburg Kontakt aufnehmen müssen, ist beim Südanflug etwa über Abtenau. Dort befinden sich die Flugzeuge noch in rund 3 000 m ü. A.. Über Abtenau beginnen die Piloten ihren Landeanflug in einem Sinkflug von 3,5 Grad. Damit sind sie über Golling noch in 2 000 m ü. A. Die Flugrouten führt jedoch neben dicht besiedelten Gemeindegebieten und führt entlang der Tauernautobahn bis Puch-Urstein. Dort befinden sich die Maschinen bereits nur mehr 1 000 m ü. A. Von dort beginnt der Endanflug über Taxach, Rif, Grödig und Leopoldskroner-Moos.

Erst zwischen Grödig und Leopoldskroner-Moos erreichen die Flugzeuge jene Flughöhe, die sie beim Anflug von Norden über Freilassing schon haben (200 m). Das bedeutet, dass über dem dicht besiedelten Freilassing der Fluglärm jene Intensität hat, den ein Flugzeug beim Landeanflug von Süden über relativ dünn besiedelten Gebiet zwischen Eichet und der südlichen Moosstraße erzeugt.

Das Anflugverfahren sei nur für Flugzeuge sinnvoll, die aus südlicher Richtung anfliegen, etwa aus Griechenland, der Türkei, Ägypten, Tunesien und Teilen Spaniens. Für Maschinen aus Deutschland sei diese Route nicht sinnvoll.

Wie der Salzburg Airport im Juli 2012 mitteilte, hatten 2012 von Mai bis Juli 18 Piloten diese Anflugroute gewählt, dabei bis zu zehn Minuten Anflugzeit und damit Treibstoff und Abgase gespart.

Südanflug zum Salzburger Flughafen

Weblinks

Quellen

Einzelnachweise

  1. Salzburger Nachrichten, 13. Dezember 2013