Piste des Salzburger Flughafens

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Im Lauf der Zeit wurde die Piste des Salzburger Flughafens mehrmals erneuert und verlängert. Die aktuell letzte Erneuerung ist für 2019 geplant.

Geschichte

In den 1910er- und 1920er-Jahren breitet sich das ausgedehnte Maxglaner Exerzierfeld dort aus, wo sich heute der Salzburger Flughafen ausbreitet. Gestartet und gelandet wurde auf der Wiese.

Die "alte" Piste

Die "alte" Piste war mit 100° und 280° im Jahr 1944 erbaut worden. Sie war 1&nbp;200 m lang und 60 m breit. Dazu waren auch betonierte Rollwege zum Scherzerwald errichtet worden. Im Scherzerwald waren getarnte Abstellplätze für Kampfflugzeuge, das Salzburg eine vorübergehende Startbasis für Nachtjäger gegen einfliegende Bomberverbände im Raum München war. Noch am 29. April 1945 kam es zur Landung deutscher Turbojäger Me 262 des Jagdverbandes 44. Am 4. Mai 1945 wurde der Flughafen kampflos den Amerikanern übergeben.

1960: Eröffnung der 16-34

Baubeginn der neuen 2 200 m langen und 45 m breiten Piste 16-34 war am 17. Juli 1959. Sie wurde notwendig, wie ein Instrumentenanflug auf der alten 10-28-Piste nicht möglich war. Erste Baumaßnahme war die Errichtung der Unterführung der Innsbrucker Bundesstraße, wie sie im Grunde heute noch besteht.

Am 1. Juli 1960 wurde eine neue 2 200 m lange Nord-Süd-Pist in Betrieb genommen. Nur drei Tage später, am 4. Juli 1960 nahmen dann die Austrian Airlines ihre Linienflugverbindungen mit dem Salzburger Flughafen auf.

1969: Pistenverlängerung

Mit Bescheid vom 21. Jänner 1969 wurde die Verlängerung der Piste auf 2 600 m genehmigt.

2012: Piste 16-34 wird auf 15-33 umbenannt

Das Magnetfeld der Erde verschiebt sich laufend. Der nördliche Magnetpol wandert von Kanada in Richtung Russland. Das Wandern des Pols hängt mit den geologischen Aktivitäten im Erdinneren zusammen. Aufgrund einer Gradverschiebung musste die Lande- und Startbahn 16-34 ab 23. August 2012 umbenannt werden. Die Kennzeichnung der Piste mittels Leuchttafeln dient dazu, dass Piloten wissen, welche Richtung sie am Rollweg einschlagen müssen, um die von der Austro Control vorgegebene Startrichtung einzuhalten.

Zur Erklärung: Hat beispielsweise eine Landebahn eine magnetische Richtung zwischen 155 und 164 Grad, so wird sie mit 16 (gerundet auf 160 Grad) bezeichnet. Das ist beim Salzburg Airport W. A. Mozart im Norden der Piste der Fall, im Süden sind es zwischen 335 und 344 Grad (34). Daraus resultiert der Pistenname 16-34.

Es ist dies die erste Umbenennung der Salzburger Lande- und Startbahn 16-34. Die Piste wurde in den 1960er-Jahren errichtet und löste die Piste 10-28 ab.

2019: Neubau der Piste

2014 und 2015 wurden die Rollwege (taxiway) - also die Zufahrten zur Start- und Landebahn (Piste) - neu errichtet. Die Kosten dafür betrugen rund 1, 2 Mill. Euro.

2016 begannen die Planungen für die Errichtung einer neuen Start- und Landebahn. 2016 steht die Ausschreibung eines Generalplaners auf dem Programm. 2017 ist für die Planung reserviert. 2018 sind die Vorarbeiten geplant. Das reicht von der Pistenentwässerung bis zu den Verrohrungen für die Elektronik. 2019 wird der Belag der alten Piste zertrümmert und mit Asphalt überbaut. An der Länge der Start- und Landebahn (2 750 Meter plus 100 Meter Stoppfläche sowie 45 Meter Breite) ändert sich dadurch nichts. Der Flughafen wird dann für mehrere Wochen gesperrt werden müssen - vermutlich zwischen Ostern und Pfingsten. In dieser Zeit wird es weder Starts noch Landungen geben. Eine Ausnahme soll es nur für Einsatzorganisationen geben - etwa für Notarzt- und Polizeihubschrauber.[1]

Vom 24. April bis 28. Mai 2019 wird für die fünfwöchige Kompletterneuerung der Start- und Landebahn der Flughafen für jeden Flugverkehr gesperrt sein.[2]

Quelle

Fußnoten