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Chronologie der Pistenerneuerung am Salzburg Airport W. A. Mozart

26. April 2019: Vorbereitungsarbeiten für die eigentlichen Asphaltierungsarbeiten.

Diese Chronologie schildert den Ablauf der Erneuerung der Flughafenpiste 15-33 am Salzburg Airport W. A. Mozart vom 24. April bis 28. Mai 2019.

Um kurz vor 22:00 Uhr am 23. April 2019 landete die Austrian-Airlines-Maschine aus Frankfurt am Main kommend mit den letzten Fluggästen in Salzburg vor der Pistenerneuerung. "Die letzten machen das Licht aus." Flughafengeschäftsführerin Bettina Ganghofer mit der letzten Abfertigungscrew bevor die Landebahn außer Betrieb genommen wurde.

Inhaltsverzeichnis

2014 und 2015

In diesen beiden Jahren wurden die Rollwege (taxiway) - also die Zufahrten zur Start- und Landebahn (Piste) - neu errichtet. Die Kosten dafür betrugen rund 1, 2 Mill. Euro.

2016

2016 begannen die Planungen für die Errichtung der neuen Start- und Landebahn. 2016 stand die Ausschreibung eines Generalplaners auf dem Programm.

2017

2017 war für die Planung reserviert.

2018

2018 waren die Vorarbeiten geplant. Das reichte von der Pistenentwässerung bis zu den Verrohrungen für die Elektronik.

2019

April

Bilder des Baustellen-Managements
Bilder des Maschinenfuhrparks
23. April

Um kurz vor 22:00 Uhr am 23. April 2019 landete die Austrian-Airlines-Maschine aus Frankfurt am Main kommend mit den letzten Fluggästen in Salzburg vor der Pistenerneuerung.

24. April

Am 24. April 2019 um 00:01 Uhr wurde die alte Betonpiste für den Flugzeugverkehr gesperrt, gleichzeitig begannen die Vorbereitungen für die Baustelle wie Einrichtung der Baustellenzufahrt und Baustellenabfahrt, Bauzaun, Baucontainern, etc. In der Morgendämmerung desselben Tages wurde damit begonnen die 30 cm dicke Betondecke mittels Fallbeil zu „zerschneiden“. Gleichzeitig wurden auch die alten Pistenbefeuerungen und Technik demontiert. Diese Arbeiten dauerten bis zum 28. April 2019. Das Wetter war warm und trocken bei Sonnenschein.

Auch die Bauarbeiten für die Sanierung der Oberflächen-Entwässerung am Parkplatzes P1 hatten schon begonnen.

28. April

Trotz Wettersturz, eine Kaltfront mit Temperaturen unter 10 °C und zeitweisem Regen begannen am Sonntag, den 28. April 2019 planmässig die Asphaltierungsarbeiten. Die ersten 5 000 Tonnen konnten verarbeitet werden.

Bilder vom 24. bis 28. April
29. April

Den ganzen Tag regnete es immer wieder mit Unterbrechungen. Die Temperaturen lagen unter 10 °C. Von der Salzburger Flughafen GmbH gab es keine aktuellen Bilder, daher hier einige Bilder von Webcams, die am Flughafen installiert sind. Man sieht, dass auf taxiways (Zubringerpisten zur Start- und Landebahn) gearbeitet wurde.

 
29. April 2019 um 14:25 Uhr
30. April

Während auf der Piste 24 Stunden gearbeitet wurde (lärmintensive Tätigkeiten von 06:00 Uhr bis 22:00 Uhr) wurde rund um das Terminal 1 von Montag bis Freitag von 06:00 bis 19:00 Uhr an Verbesserungen und Instandhaltungen gewerkt.

Durch die Umbaumaßnahmen in den einzelnen Shops - mit Ausnahme des Reisebüros „Reisewelt“, das einen eingeschränkten Schalterbetrieb hatte und des Restaurantbetriebs Lagadere im ersten Stock - waren die Geschäfte im Terminalgebäude während der Totalsperre geschlossen.

Ebenfalls saniert wurde die Straße bei den Obus-Bushaltestellen im Bereich der Ringstraße neben dem Parkhaus. Während der Sanierung wurde die Ringstraße (rund um das Parkhaus) im Bereich der Bushaltestellen sowie der Parkplatz P1 für den gesamten Verkehr gesperrt. Durch eine örtliche Umleitung über die Kiss & Fly–Spur konnten An- und Abfahrten zum Flughafen dennoch problemlos erfolgen. Zeitgleich wurde die Abstellfläche auf der Vorfeldseite beim Ölhof (Tanklager) erneuert und einzelne Betonfelder auf dem Hauptabstell-Vorfeld ausgetauscht.

Auch die öffentlichen Bushaltestellen waren während der Totalsperre geändert worden, die Haltestelle stadtauswärts Salzburg Airport Kröbenfeldstraße entfiel, sowie stadteinwärts Salzburg Airport und Salzburg Am Römerstein.

Mai

1. Mai

Nach Tagen mit mehr oder weniger Regen schien heute wieder die Sonne und es wurden die Asphaltierungsarbeiten fortgesetzt.

2. Mai

Noch ein sonniger und trockener Tag, bevor wieder eine Schlechtwetterfront eintraf.

Vom 2. Mai 18:00 Uhr bis 6. Mai 05:00 Uhr war durch eine der besagten Baumaßnahmen im Terminal 1 das gesamte Hauptstiegenhaus, das ganze erste Obergeschoss sowie die Dachterrasse gesperrt.

 
1. Mai 2019 um 11:20 Uhr
 
1. Mai 2019 um 11:20 Uhr
3. Mai

Es setzte wieder Regenwetter ein und es kühlte ab.

 
Unbeständiges Wetter am 3. Mai 2019. Hier ein Blick um 13:20 Uhr nach Norden, eine Regenfront zu sehen ist.
4. Mai

Unbeständiges Wetter, bei dem sich Regen und etwas Sonnenschein abwechselten, bevor am Nachmittag dann dann Dauerregen und Wind einsetzte. Um 16 Uhr meldete die ZAMG-Wetterwarte am Flughafen Salzburg +10,4 °C bei 73 % relativer Luftfeuchtigkeit mit Wind aus Südost mit Spitzen von 18 km/h.

5. Mai

Weiterhin Regen und Kälte, sogar leichter Schneefall wurde im Stadtgebiet von Salzburg registriert.

6. Mai

Wetterbesserung. Die Arbeiten verlagerten sich nun in den Nordteil der Piste.

 
Wetterbesserung am 6. Mai 2019, hier ein Bild von 14:15 Uhr mit Blick auf die Parkfläche sowie den Tower Salzburg. Im Hintergrund der Untersbergstock mit Neuschnee der letzten beiden Tage.
7. Mai

Das Wetter war sonnig, trocken und kühl. Die Temperaturen erreichten etwa 15 °C. Es wurde weiter im nördlichen Bereich der Piste asphaltiert. Besondere Bilder ergaben sich heute keine.

Ab 8. Mai

Das Wetter blieb wechselhaft: sonnig, regnerisch, warm und kalt. Am Wochenende 11./12. Mai begannen die "Eisheiligen". Von den Arbeiten gab es keine besonderen Momente im Bild festzuhalten.

11. Mai
 
11. Mai: Asphaltierungsarbeiten zur Halbzeit.
 
11. Mai: Asphaltierungsarbeiten zur Halbzeit.
 
11. Mai: Asphaltierungsarbeiten zur Halbzeit.
 
11. Mai: Asphaltierungsarbeiten zur Halbzeit.
 
11. Mai: Asphaltierungsarbeiten zur Halbzeit.
 
11. Mai: Asphaltierungsarbeiten zur Halbzeit.
 
11. Mai: Die Menschen an den Maschinen.
 
11. Mai: Asphaltierungsarbeiten zur Halbzeit.
Die Leiter der größten Baustelle Salzburgs erzählen von der ersten Halbzeit.[1]

Die größte Baustelle in Salzburg geht in die Halbzeit. Die Mannschaften rund um Helmut Atzlinger, Rudolf Lipold, Florian Höll und Stefan Höllbacher haben sehr viel bewegt: Aber ist die Baustelle im Plan?

SN: Wie geht es Salzburgs größte Baustelle?

Lipold: Derzeit haben wir 50 Prozent der Deckschicht (die oberste von vier Asphaltschichten) für die neue Piste bereits eingebaut. Damit wurden in Summe etwa 87 000 Tonnen der Gesamtleistung von 115 000 Tonnen erbracht.
Atzlinger: Die tägliche Anpassung der Bauarbeiten an die sich ständig ändernde Wettersituation ist schon herausfordernd. Durch das Vorziehen des Einbaus der Deckschicht konnten die Bohrarbeiten für die künftige Pistenbefeuerung und Unterflurfeuer bereits am Samstag begonnen werden. Wir sind definitiv im Zeitplan.

SN: Die Baustelle stand wegen schlechten Wetters einen ganzen Tag lang still, es lag Schnee auf der Landebahn. Konnte dieser Stillstand abgefangen werden und wenn ja wie?

Lipold, Atzlinger: Der 5. Mai war für uns alle sprichwörtlich ein Tag der "ins Wasser" gefallen ist. Es war kalt und hat in Strömen geregnet. Für eine Baustelle, auf der 170 Grad heißer Asphalt eingebaut werden soll und sich mit der unteren Schicht verbinden soll, ein völlig ungeeignetes Wetter.
Atzlinger: Wir haben immer wieder Zeitfenster gefunden, in denen wir noch härter angepackt haben und die Mannschaften wirklich bis an die Belastungsgrenzen gearbeitet haben. Das ist schon einmalig, wenn man sieht, dass jeder einzelne Bauarbeiter "seine" Baustelle bestmöglich fertig bekommen will. Hier galt unter den Kollegen und Kolleginnen immer der Spruch "Bei Schönwetter kann's jeder - wir können´s bei jedem Wetter". Das zeichnet nicht nur die herausfordernde Baustelle als "besonders" heraus, das zeichnet vor allem die Menschen aus, die hier eng zusammenarbeiten und jedes Zahnrädchen schmieren, damit die "Maschine Baustelle" sauber läuft!
Lipold: Es ist bemerkenswert, wie jede Zeitlücke wieder gefüllt werden konnte und verlorene Bauzeit kompensiert wurde. Keiner hat im Vorfeld damit rechnen können, dass am 5. Mai auf der Pistenbaustelle Schnee liegen wird. Die Temperaturen auf der Oberfläche waren für einen Asphalteinbau einfach zu gering.

SN: Wie viel Material wurde bisher verbaut?

Lipold, Atzlinger: 16 000 Tonnen Erde mussten wir für die Flächen im Süden und Norden ausheben. 87 000 Asphalt haben wir auf die alte Betondecke der Piste 15/33 aufgebracht. Am 9. Mai konnte die Spitzenleistung von 10 098 Tonnen geschafft werden - definitiv eine Meisterleistung des Einbauteams und der Männer in den Mischanlagen. Solch eine Leistung ist einmalig, denn die Mannschaften wollten unbedingt die 10 000er Marke brechen. Rund 250 Menschen waren am Spitzentag auf der Baustelle tätig. Rund 300 Fahrzeuge und Geräte sind auf der Piste gewesen. Davon waren 25 Großgeräte, unter anderem zehn Fertiger und sechs Beschicker, unterwegs. Derzeit werden die noch fehlenden Asphaltschichten fertig gestellt und die Löcher für die Pistenbefeuerung gebohrt. Danach werden 30 km Primärverkabelung und 45 km Sekundärverkabelung verlegt. Für die direkt an der Baustelle tätigen Mitarbeiter werden täglich 170 Portionen im Verpflegungszelt ausgegeben. Am Ende werden 1 100 Lichter die Baustelle am 22. Mai zum Leuchten bringen. Der erste Flug startet am 29. Mai.

SN: Wie viel Power hat Ihr Team noch und was belastet derzeit am meisten?

Lipold: Das ist natürlich eine Baustelle die Mannschaften und Geräte gewaltig beanspruchen. Dies wurde bereits in der Personalplanung berücksichtigt und so werden die einzelnen Mannschaften regelmäßig gewechselt.
Atzlinger: Es ist vor allem wichtig, dass Ruhephasen und Ruhezeiten eingehalten werden, die Mannschaften sollen auch Zeit haben sich wieder regenerieren zu können. Ich kann nur sagen, die Stimmung unter allen Beteiligten ist sehr gut, die Zusammenarbeit läuft perfekt und spannend ist, dass man die Motivation unserer Arbeiter nicht am Wetter ablesen kann - denn diese ist hervorragend. Jeder sieht diese Baustelle als große Herausforderung und ist stolz, dabei sein zu dürfen.

SN: Was sind derzeit die größten Herausforderungen?

Lipold: Herausforderungen? Nun zum jetzigen Zeitpunkt definitiv drei große Herausforderungen: Wetter, Wetter, Wetter!!
Atzlinger: Wenn es mit dem Wetter passt dann sind wir alle schon hochzufrieden! Aber natürlich gibt es jetzt einige Bauarbeiten die parallel laufen und aufeinander gut abgestimmt sein müssen. Der Einbau der Pistenbefeuerung ist auf alle Fälle eine Herausforderung. Der dabei zur Verwendung kommende, spezielle Kunstharzmörtel kann nur bei trockenen Wetterverhältnissen eingebaut werden. Zusätzlich müssen 11 000 m² Bodenmarkierungen aufgebracht werden - auch hier ist trockenes Wetter notwendig.

SN: Wie viele Firmen sind in Summe an diesem Bau beteiligt - und was sind ihre Aufgaben?

Atzlinger: Die tägliche Arbeit schweißt zusammen und bildet neben Partnerschaften auch Freundschaften - das freut mich. Wir haben ja doch in Summe rund 30 ausführende Firmen: Bohren, Markierung, Hochdruckreinigung, Humusierung, Vermessung, Bitumenemulsionsvorspritzer. Plus zehn Zulieferfirmen: Mischguthersteller, Kabel, Schächte, Sand, Schotter, Beton, Verrohrungen, Baustoffe. Die Firma SSK hat zusätzlich mit rund 30 Transport-Logistikern Verträge, die die Baustelle mit Material versorgen. Da steht schon eine gewaltige Logistik und Planung dahinter, damit dann am Tag alles passt und funktioniert.

SN: Was hätte besser laufen können - womit sind Sie sehr zufrieden, was hat "überrascht"?

Atzlinger: Wenn ich noch einen Wunsch ans Christkind erfüllt bekommen hätte, wäre es ganz klar eine längere Bauzeit gewesen. Wir schaffen das alles gemeinsam, aber der Druck ist halt enorm. Mit mehr Zeit hätten wir uns alle leichter getan, aber wir verstehen alle sehr gut - das ist keine einfache Straße die wir bauen und jeder Tag der mehr da gewesen wäre hätte dem Flughafen auch viel Geld gekostet. Aber um es nochmals mit den Worten der Baustellenarbeiter zu beenden: "Bei schönem Wetter und mehr Zeit kann's jeder"…
Lipold: Das gemeinsame Ziel stand immer im Fokus. Auf jeder Baustelle gibt es Ecken und Kanten, wo es manchmal ein wenig eng wird und wo Flexibilität und Improvisation gefragt sind. Der Faktor Mensch steht bei dieser Baustelle definitiv im Vordergrund und wir haben immer bedacht, dass solch eine Herausforderung auch an die Substanz geht. Dort wo wir eingreifen können machen wir das auch, aber der Rest muss aus dem Team kommen - und hier auf Salzburgs größter Baustelle war das nie ein Thema. Das was hier geschafft wurde war schon einzigartig und jeder Partner bei diesem Projekt geht am Abend stolz nach Hause, weil die Leistung die erbracht wurde zu sehen ist. Gratulation an die Mannschaft!
15. Mai 2019

Stand der Arbeiten aus einem Helikopter betrachtet:

28. Mai 2019
 
Erste Landung am 28. Mai 2019 um 21:00 Uhr nach Fertigstellung der Arbeiten, ein Airbus der Lufthansa-Tochter Eurowings aus Stuttgart. Gemäß der Fliegertradition wurde die Maschine mit einer "Wassertaufe" der Flughafenfeuerwehr empfangen.

Am Abend des 28. Mai, pünktlich um 21:00 war es dann soweit. Kapitän Bernhard Dallner landete die erste Maschine – einen Airbus der Lufthansa-Tochter Eurowings aus Stuttgart - auf der frisch generalsanierten schwarzen Asphaltpiste des Salzburger Flughafens. Gemäß der Fliegertradition wurde die Maschine mit einer "Wassertaufe" der Flughafenfeuerwehr empfangen.

Neben der Landung der Eurowings-Maschine, gab es anlässlich der Pisteneröffnung hatte Medienvertreter bei der Eröffnungsfeier die Möglichkeit im Rahmen einer Podiumsdiskussion nähere Einblicke zur Pistensanierung zu erhalten. Gesprächspartner waren Landeshauptmann-Stellvertreter und Aufsichtsratsvorsitzender des Flughafens, Christian Stöckl, Flughafengeschäftsführerin Bettina Ganghofer, Helmut Atzlinger, Geschäftsführer der STRABAG/PORR sowie Michael Knitter (Eurowings), Geschäftsführer der Lufthansa CityLine GmbH. Im Anschluss erfolgte der Festakt zur offiziellen Pisteneröffnung mit einer Segnung durch Erzbischof Franz Lackner.

Alle Bilder der Pistenerneuerung

  Chronologie der Pistenerneuerung am Salzburg Airport W. A. Mozart – Sammlung von weiteren Bildern, Videos und Audiodateien im Salzburgwiki

Videos

Erster Arbeitstag auf der Piste, 1:14 min. Video











Freitag, 26.4. Helmut Atzlinger, Geschäftsführer der Arbeitsgemeinschaft Strabag-Porr und der stellvertretende Flughafen-Direktor Rudolf Lipold, 4 Min Video
Sonntag, 28.4. die Asphaltierungsarbeiten starten, 2 Min Video










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Die Asphaltierungsarbeiten sind in vollem Gange, 1:30 min. Video











Mittwoch, 22. Mai 2019: Sanierung der Piste des Salzburg Airport beinahe abgeschlossen, ein-Minuten-Video

Weblink

Quelle

Einzelnachweis