Franking

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Karte

Franking ist eine kleine Gemeinde im oberösterreichischen Innviertel an der Grenze zu Salzburg im Gerichtsbezirk Mattighofen.

Geografie

Franking hat eine Fläche von 10,5 Quadratkilometern und eine Bevölkerungsdichte von 96 Einwohnern pro Quadratkilometer. Die zu Franking gehörenden Ortschaften sind: Buch, Dorfibm, Eggenham, Eisengöring, Franking, Holzöster mit dem Holzöstersee, Holzleithen, Neuhausen und Oberfranking. Die Gemeinde besteht aus den beiden Katastralgemeinden Eggenham und Holzöster.

Nachbargemeinden sind Moosdorf, Geretsberg, Haigermoos, Eggelsberg, St. Pantaleon und im Südosten grenzt die Gemeinde wenige Meter an die Salzburger Gemeinde Bürmoos.

Öffentliche Einrichtungen

Rettungsdienste

Die Österreichische Wasserrettung Holzöster gehört dem Landesverband Salzburg an.

Geschichte

Erste menschliche Spuren in der Gegend finden sich bereits aus der Jungsteinzeit. Belegt wurde dies durch Funde von Werkzeugen im Weilhartsforst. Bis zum Frieden von Teschen gehörte Franking mit dem Innviertel zum Herzogtum Bayern. Der Namen Franking geht auf den bayrischen Personennamen Franko zurück (Franking = Dorf des Franko). Die erste urkundliche Erwähnung erfolgte 1150, wo ein Ulricus von franchingen genannt wird. Als Lehen der Benediktinerabtei Michaelbeuern erhielten die Herren von Franking die Siedlung als Lehen. Ihr Stammsitz befand sich auf dem Burgstall, einem Hügel am Holzöstersee. Eine Sage berichtet vom Untergang des Schlosses[1].

Während der napoleonischen Kriege um 1800 gehörte Franking wieder kurz zu Bayern, kam aber dann 1814 endgültig als Teil von Oberösterreich zu k.k. Österreich. In der Zeit der nationalsozialistischen Herrschaft gehörte Franking zum Gau Oberdonau, nach 1945 wieder zu Oberösterreich. Während der alliierten Besatzung zwischen 1945 und 1955 lag Franking in der amerikanischen Besatzungszone.

In den 1950er-Jahren begann der Aufbau des Tourismus, der in den 1980er-Jahren seinen Höhepunkt erlebte.

Lohnende Ziele in und rund um die Gemeinde

Sonnenaufgang über Holzöster

Wappen und Fahne

Wappen der Gemeinde Franking

Offizielle Beschreibung des Gemeindewappens: Unter silbernem Schildhaupt, darin stehende blaue Rauten, gespalten; links in Gold ein schwarzer, rechts gewendeter, flugbereiter Rabe; rechts in Blau übereinander zwei silberne Seerosenblüten. Die Gemeindefarben sind Gelb-Blau-Gelb. Das silber-blaue Schildhaupt steht für die lange Verbundenheit mit Bayern.

Fahne

Religion

Die römisch-katholische Pfarrkirche, die der hl. Maria Magdalena geweiht ist, bestand bereits vor 1324. Das gotische Mittelschiff stammt aus dem Jahr 1445, zwei barocke Seitenschiffe wurden 1689 und 1723 angebaut. Der Turm der Pfarrkirche stammt ebenfalls aus dem Jahr 1689. Im Zuge der josephinischen Reformen wurde Franking 1785 von der Mutterpfarre Ostermiething losgelöst und eine selbständige Pfarre. Die Mehrheit der Bewohner gehört der römisch-katholischen Kirche an.

Pfarrer, Provisoren und Administratoren der Pfarre Franking

  • Dominikus Hartnagel (1786-1789)
  • Jakob Sevulus Pleichenstein (1789-1800)
  • Josef Knauer, Pfarrer und Provisor (1800-1804)
  • Kaspar Landrichinger, Pfarrer und Provisor (1804-1808)
  • Anton Merz, Provisor (1812)
  • Benedikt Zandl (1812-1819)
  • Philipp Aigner, Provisor (1819)
  • Johann Lippe (1819-1832)
  • Raimund Hainzel, Provisor (1832)
  • Johann Fakund Nagenzaun (* 1800 in der Stadt Salzburg; † 10. März 1860 in Obernberg am Inn), Provisor (1833)
  • Leopold Ehrenlechner, Provisor (1833)
  • Josef Schrems (1833-1843)
  • Georg Schmidberger, Pfarrer und Provisor (1843-1862)
  • Johann Kronegger, Provisor (1863)
  • Johann Zettl (1863-1873)
  • Anton Obermüller, Provisor (1873)
  • Peter Schwaighofer (1874 1884)
  • Johann Schmid, Provisor (1884)
  • Josef Solterer (1885-1887)
  • Johann Kirchsteiger, Provisor (1887)
  • Hermann Knoll (1887-1906)
  • Ignaz Radlgruber, Provisor (1906)
  • Franz Rabenberger (1906-1927)
  • Karl Füglister, Provisor (1927)
  • Johann Gierlinger (1927-1938)
  • Josef Lindinger, Provisor (1938-1947), Pfarrer (1947-1971)
  • Maximilian Fellner, Provisor (1971-1973)
  • Johann Wührer, Provisor und Administrator (1973-1983)
  • Johann Hintersteininger, Administrator (1983-1985)
  • Rudolf Weinberger, Administrator (1983-1985)
  • Johann Detzlhofer (1985-2018)
  • Georg Bakowski (seit 2018)

Kapellen in der Gemeinde

Sie haben zwar keinen Salzburgbezug, sollen aber beispielhaft hier angeführt werden

  • Wimmer Kapelle der Familie Pfaffinger, Wimmer in Buch - Zeitpunkt und das Motiv der Errichtung nicht überliefert, nach der Bauweise dürfte sie zwischen 1840 und 1880 erbaut worden sein
  • Graf Kapelle der Familie Wimmer in Buch -Die Kapelle wurde 1866 von der Witwe Maria Pfaffinger in Auftrag gegeben und von Maurermeister August Nagelstätter erbaut
  • Baumann Kapelle der Familie Maislinger/Höller in Oberfranking - Über die Entstehungsgeschichte ist nichts bekannt, sie dürfte aber zwischen 1860 und 1890 errichtet worden sein, 1984 wurde sie renoviert

und andere Kapellen

Ehrenbürger der Gemeinde

Unter anderen

Bildergalerie

Die Bilder der örtlichen Vereine und der Kinder entstanden anlässlich der Einweihung und Eröffnung der renovierten Volksschule am 19.9.2009.

Franking

Kapellen

weitere Bilder

 Franking – Sammlung von weiteren Bildern, Videos und Audiodateien im Salzburgwiki

Weblinks

Weiterführend

Für Informationen zu Franking, die über den Bezug zu Salzburg hinausgehen, siehe zum Beispiel den Eintrag in der deutschsprachigen Wikipedia zum selben Thema

Quellen

  • Eintrag in der deutschsprachigen Wikipedia zum Thema "Franking"

Heimatbuch Franking, Franking 2012

Einzelnachweise