Josef Habersatter

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Josef Habersatter (* 15. Jänner 1860 in Radstadt; † 2. Juli 1929 ebenda), Weißenhofbauer, war Gemeindevorsteher der Pongauer Landgemeinde Radstadt.

Leben

Habersatter besuchte die Volksschule in Radstadt, leistete von 1880 bis 1883 Militärdienst bei der Festungsartillerie in Wien und arbeitete von 1884 bis 1888 als Pferdeknecht.

Von 1890 bis 1899 war er Bauer auf dem Premlehen und 1899 bis 1929 Bauer auf dem Weißenhof in Radstadt. Er betrieb ein Sägewerk, betätigte sich im Holzhandel, errichtete 1901 und betrieb das Radstädter E-Werk; er besaß in Radstadt insgesamt 26 Liegenschaften.

Auch im öffentlichen Leben betätigte er sich: 1891 wurde er Mitglied des Gemeindeausschusses und 1897 bis 1900 Gemeindevorsteher der Landgemeinde Radstadt. Dem Salzburger Landtag gehörte er als Abgeordneter der Deutsch-Konservativen Volkspartei in der Kurie des Großgrundbesitzes von 1902 bis 1908 an.

Von 1898 bis 1918 fungierte er als Obmann des Radstädter Veteranenvereins, 1921 wurde er Ehrenobmann der Heimkehrer- und Unterstützungskameradschaft Stadt und Land Radstadt.

Ehrung

Die Landgemeinde Radstadt verlieh ihm im Jahr 1929 ihre Ehrenbürgerschaft.

Quelle

  • Voithofer, Richard: „… dem Kaiser Treue und Gehorsam …“ Ein biografisches Handbuch der politischen Eliten in Salzburg 1861 bis 1918. Wien (Verlag Böhlau) 2011. ISBN 978-3-205-78637-5. S. 60; gestützt auf Zaisberger, Friederike / Koller, Fritz: Die alte Stadt im Gebirge. 700 Jahre Stadt Radstadt, Radstadt 1989, S. 262-269