Karl Sungler

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Karl Sungler im Jahr 2004

Obermedizinalrat Dr. Karl Sungler (* 9. August 1928 in St. Wolfgang, ; † 10. Jänner 2005 in Salzburg) war Facharzt für Innere Medizin und langjähriger Chefarzt der Sozialversicherungsanstalt der Bauern.

Leben

Als Sohn des langjährigen Gemeindesekretärs Karl Sungler und seiner Frau Margarete in St. Wolfgang, Markt 112, geboren, wurde Karl Sungler nach dem Besuch des Humanistischen Gymnasiums, in dem er 1948 die Matura ablegte, in Salzburg und dem Militärdienst am Ende des Zweiten Weltkrieges am 13. März 1954 an der Universitätsklinik Innsbruck zum Doktor der gesamten Heilkunde promoviert. Sein Bruder Hannes Sungler war ein erfolgreicher Hornist.

Seine praktische Ausbildung zum Sekundararzt erfolgte unmittelbar danach im Landeskrankenhaus Bad Ischl unter Primarius Dr. Wurnig und Oberarzt Dr. Stadler und anschließend zum Facharzt für Innere Medizin am Salzburger Landeskrankenhaus unter Primarius Dr. Josef Sandhofer wie auch bei Univ. Prof. Dr. Fellinger an der Universitätsklinik in Wien. Dr. Sungler blieb nach seiner Ausbildung als I. Oberarzt am LKH Salzburg. Seit 2. Mai 1960 war er Facharzt für Innere Medizin.

Seit 1955 war Sungler mit der Historikerin Adele Sungler (geb. Gandl) verheiratet. Gemeinsam hatte das Paar zwei Kinder, den Chirurgen Priv.Doz. Dr. Paul Sungler und die Physiotherapeutin Barbara Hattwich-Sungler.

Am 1. Juli 1961 eröffnete er seine Facharztpraxis in Salzburg. Von 1960 bis 1990 war er Dr. Sungler Chefarzt der Land- und Forstwirtschaftlichen Sozialversicherungsanstalt Salzburg, wo er Mitbegründer der Sonderkrankenanstalt für Rheumakranke in Bad Gastein und des modernen Gesundheitswesens für die bäuerliche Bevölkerung war.

Als Bergrettungsarzt in St. Wolfgang war er an der Ausbildung der Bergrettungsmänner sehr interessiert und hielt auch viele medizinische Fortbildungsveranstaltungen mit Fachvorträgen. In Notfällen war er zur Stelle, wenn auf Grund von Bergunfällen Unfallopfer zu verarzten waren. Als Arzt war Dr. Sungler immer um das Wohl seiner Heimatgemeinde St. Wolfgang und seiner zahlreichen Patienten bemüht. Durch sein profundes medizinisches Wissen und seinen unermüdlichen, arbeitsreichen Einsatz im Dienste der Medizin erwarb sich Sungler unschätzbare und bleibende Verdienste.

Bereits seit 1968 bei zahlreichen Salzkammergutaufenthalten, Bergtouren, Wanderungen und Reisen betreute Karl Sungler seinen Freund Helmut Kohl, den späteren deutschen Bundeskanzler, und seine Familie medizinisch.

Als Dankeschön für seinen unentwegten Einsatz für das Wohlergehen seiner Patienten sowie als Mitbegründer des modernen Gesundheitswesens und der besonderen Obsorge bei der Reform des Sanitätswesens für die Vorsorgeuntersuchungen der Bauern wurde Karl Sungler besonders geehrt.

Am 31. März 2003 stellte der weit über die Landesgrenzen hinaus bekannten Arzt seine ärztliche Tätigkeit ein. Am 10. Jänner 2005 starb Dr. Sungler und wurde im Familiengrab in St. Wolfgang beigesetzt.

Ehrungen

Der Berufstitel Medizinalrat wurde Dr. Sungler mit Entschließung des Bundespräsidenten vom 9. März 1979 verliehen, der Berufstitel Obermedizinalrat mit Entschließung vom 13. Mai 1997.[1] Auch die Tatsache, dass Karl Sungler mit dem Goldenen Verdienstzeichen des Landes Salzburg ausgezeichnet wurde, darf als Würdigung seines lang andauernden Wirkens in großer Pflichterfüllung für die Gesundheit seiner Patienten verstanden werden.

Quellen