Mandling (Ort)

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Panoramaansicht von Mandling.
Mandling, Ortsmitte.
Historische Taverne in Mandling, einst zum Erzstift St. Peter gehörig.
Die Mandling als Grenzfluss in Mandling.
Schautafel in Mandling mit einem historischen Bild der ehemaligen Grenzstelle.

Mandling im Ennstal ist eine Ortschaft von Radstadt und ein Ortsteil der Ortschaf Pichl-Preunegg in der steirischen Stadt Schladming.

Geografie

Mandling befindet sich auf 799 m ü. A. genau auf der Grenze der Bundesländer Salzburg und Steiermark beim Mandlingpass und ist in zwei Teile geteilt. Der steirische Teil zählt ein paar Hundert Einwohnen (Pichl, wozu Mandling zählt, hat 593 Einwohner, der Salzburger Teil 342 Einwohner, Stand 1. Jänner 2019).

Der von Norden zur Ortschaft kommende Fluss Mandling bildet die Grenze der beiden Bundesländer und der beiden Ortschaftsteile. Der am Fluss westlich gelegene Teil gehört zur Stadt Radstadt im Salzburger Pongau, der östliche Teil zur im steirischen Ennstal liegenden Stadt Schladming (bis 2015 zur ehemals selbständigen Gemeinde Pichl-Preunegg, heute Teil von Schladming) im Bezirk Liezen.

Im Ortsteil Oberwald gab es von 19261974 unweit der Herz-Jesu-Kapelle eine eigene Volksschule. Die Volksschule Mandling im steirischen Ortsteil existierte von 1919 bis 2001 und wurde auch von Kindern des Salzburger Ortsteils besucht.

Geschichte

  • 1123: Erste Erwähnung der Taverne als Wirtschaftsgebäude des Erzstifts St. Peter in der Stadt Salzburg. Das Mauthaus, das Zollhaus und das Waaghaus zählen zu den ersten Gebäuden im Ortskern.
  • 13. Jahrhundert: Die Mandling wird als Grenzfluss erstmals erwähnt.
  • 1297: Herzog Albrecht I. erbaut die Ennsburg.
  • 1289: Die Kampftruppen Erzbischof Rudolfs I. von Hohenegg erstürmen und zerstören die Ennsburg.
  • 1295: Neubau der Befestigung durch Erzbischof Konrad IV. von Fohnsdorf.
  • 1287: Im Wiener Frieden wird die Grenze zwischen Steiermark und Salzburg von den geistlichen und weltlichen Machthabern endgültig anerkannt.
  • 1525: In der Nacht zum 2. Juni bricht das Bauernheer am Mandlingpass zum Sturm auf Schladming auf und besiegt die Truppen des steirischen Landeshauptmannes Siegmund Dietrichstein.
  • 16. Jahrhundert: Im Areal der Taferne ist ein Kupfer- und Schwefelbergbau in Betrieb.
  • 1629: Als die schwedischen Armeen im Dreißigjährigen Krieg unter König Gustav Adolf bayrischen Boden betreten, befürchtet man deren Eindringen und beeilt sich, am Mandlingpass Schanzen zu errichten.
  • 1661: Ein Hochwasser verheert Mandling, wodurch die Grenze zwischen Steiermark und Salzburg nicht mehr den ursprünglichen Verlauf nimmt.
  • 1677: Der Geograph Georg Matthäus Vischer wird beauftragt, einen genauen Grenzplan anzufertigen und die Punkte zur Setzung der Grenzsteine festzulegen.
  • 1814/1815: Mit dem Wiener Kongress fällt die Grenze zwischen Salzburg und Österreich nicht, da das künftige Land Salzburg vorerst nicht Österreich zugesprochen wird.
  • 19. Jahrhundert: Johann Rudolf Ritter von Gersdorff betreibt seit 1832 in den Schladminger Tauern einen Nickelbergbau und errichtet in Mandling eine Nickelfabrik, die bis 1896 in Betrieb ist.
  • 1934: Putschversuch der Nationalsozialisten in Österreich. Mandling-Pichl wird zum Schauplatz bewaffneter Auseinandersetzungen.
  • 1945: Mandling-Pichl wird britisch-amerikanische Besatzungsgrenze.

Weiterführend

Für Informationen zum Thema Mandling (Ort), die über den Bezug zu Salzburg hinausgehen, siehe zum Beispiel auch den Eintrag im Ennstalwiki zum selben Thema

Bilder

 Mandling (Ort) – Sammlung von weiteren Bildern, Videos und Audiodateien im Salzburgwiki

Quellen

  • aeiou Österreich
  • Schautafeln in Mandling
  • Statistik Austria 2019