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Zäzilia Amalia Kobler

Zäzilia Amalia Kobler (* 13. Mai 1821 in Salzburg; † 1. Juni 1848) ist die Tochter von Fanny Kobler, Höllbräuwirtin in der Judengasse in der Salzburger Altstadt.

Leben

Franziska Fanny Kobler bekommt ein Kind, Zäzilia Amalia Kobler, mit (dem in der Geburtsurkunde „nicht eingetragenen“) Francesco Castelli (* 1796 in Brescia, Lombardei; † 1832 in Brescia).

Zäzilia Amalia wird am 13. Mai 1821 in Salzburg geboren[1]. Der „Oberlieutenant im Genie Korps“ ist mit ihr verlobt, will aber mit der Heirat warten, bis er Frau und Kind versorgen könne. Als Landvermesser beim Militär verdient er nicht ausreichend. Rührende Briefe z. B. an „Fräulein Malli Kobler. Im Gasthofe zur Hölle Judengasse Nr. 67. Salzburg“ belegen seine Fürsorge für Frau und Kind; bevor er die ersehnte Beförderung zum Hauptmann bekommt, wird er krank und stirbt.

Ein Brief des Vaters aus Brescia vom 26. November 1832 sagt u. a.: „Der unglückliche Franz starb den 20 April d. J. in dem Hause seiner Schwester. [...] er starb ohne eine schriftliche oder mündliche Anordnung treffen zu können. – Aber da das Unglück nie allein kommt, muß ich Ihnen bemerken, daß das Geld welches er hatte nach seinem Tode sich nicht mehr vorfand [...]“. Vom späteren Ehemann der Zäzilia Amalia, Richard Schlegel, liegen Briefe vor, u. a. 1845 an „Fräulein Fräulein Amalia Castelli Wohlgeboren in der Hölle“.[2]

Am 21. April 1846 heiratet sie im Salzburger Dom Richard Franz Schlegel. Zäzila Amalia stirbt bei der Geburt ihrer Tochter Franziska Schlegel am 1. Juni 1848.

Quelle

Einzelnachweise

  1. Geburts- und Taufschein des Stadtpfarramts St. Andrä in Salzburg
  2. Belege im Besitz der Familie