Wirtschaft

Ethik, nur fürs Papier

Konzerne investieren viel Geld in Verhaltensregeln und dafür Verantwortliche. Um dann wie im Fall der in Tier- und Menschenversuche involvierten Autokonzerne als abstoßend dazustehen. Zwischen Wollen und Sein klafft eine Lücke.

Abgase bleiben ein Aufreger: Diesmal geht es um Tier- und Menschenversuche. FOTOLIA SN/fotolia
Abgase bleiben ein Aufreger: Diesmal geht es um Tier- und Menschenversuche. FOTOLIA

Die Verhaltensgrundsätze im Volkswagenkonzern füllen 68 Seiten. Bei Daimler sind es 28, bei BMW 27. VW und Daimler haben zudem je eine Vorständin für die Themen Integrität und Recht. Alle drei Konzerne verwenden viel Geld, Personal und Energie für das Thema Ethik und Verhalten. Gleichzeitig stehen alle drei am Pranger, weil sie Affen- beziehungsweise Menschenversuche zum Thema Stickoxidbelastung finanziert haben. Wie passt das zusammen? Oder, um Karl Kraus zu zitieren, der einem angehenden Akademiker, der meinte, er studiere Wirtschaftsethik, gesagt haben soll: "Da werden Sie sich schon entscheiden müssen."

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