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Beim Grillen passieren viele Fehler

Das Wichtigste bei der sommerlichen Lieblingsbeschäftigung vieler Gartenbesitzer ist, dass man sich Zeit nimmt. Nur so gelingt ein gutes und auch gesundes Essen. Profis warnen: Niemals flüssige Anzünder verwenden.

Das Wichtigste bei der sommerlichen Lieblingsbeschäftigung vieler Gartenbesitzer ist, dass man sich Zeit nimmt. SN/APA (dpa/Christoph Schmidt)
Das Wichtigste bei der sommerlichen Lieblingsbeschäftigung vieler Gartenbesitzer ist, dass man sich Zeit nimmt.

Grillen macht Spaß. Nach einer Umfrage von marktmeinungmensch sind die beliebtesten Speisen vom Grill die Grillwurst und das Kotelett. Ein Drittel der Grillfans greift zum Steak - vor allem Männer und Menschen mit höherer Schulbildung. Für mehr als ein Viertel der Österreicher gehören Kartoffeln mit auf den Grill. Frauen bevorzugen Gemüse, Fisch und Hähnchen. Die Unzahl von kulinarischen Tipps, die jedes Jahr aufs Neue kursieren, verunsichern oft mehr, als sie nützen. Hier die häufigsten Irrtümer beim Thema Grillen.

1. Soll man Fleisch mit Bier ablöschen?

Ein Klassiker: Das Fleisch wird mit einem ordentlichen Schuss Bier abgelöscht. Doch leider: Das Bier spült nur die Gewürze und die Marinade ab. Zudem wird reichlich Asche aufgewirbelt, wenn das Bier in die heiße Glut spritzt. Die Asche klebt dann am Grillgut. Profis meinen: Besser das Fleisch über Nacht in eine Biermarinade einlegen. Oder eine bierhaltige Grillsauce zum Kotelett reichen.

2. Benzin und Lampenöl als Anzünder? Lieber nicht!

Noch ein Evergreen: Damit es schnell geht, kippt man gern Benzin aus dem Reservekanister über die Kohle. Anzünden, fertig. Doch die daraus resultierende Stichflamme kann lebensgefährlich sein. Noch schlimmer kann es ausgehen, wenn die Kohle schon glüht oder gar mit einer sichtbaren Flamme brennt. Aber nicht nur aus Sicherheitsgründen sind flüssige Anzünder mit Vorsicht zu genießen. Man schmeckt sie auch deutlich heraus. Profis raten: Lieber zu festen Anzündern greifen.

3. Es qualmt und stinkt mit dem falschem Öl

Wenn es beim Grillen qualmt und stinkt, dann kann das auch an der Marinade liegen. Kaltgepresste Öle sind zwar hochwertig, schmecken köstlich und sind überaus gehaltvoll, aber sie haben einen entscheidenden Nachteil: Sie eignen sich in der Regel nicht für die hohen Temperaturen, die beim Grillen, aber auch beim Braten und Kochen in der Küche, entstehen.

4. Sonnenblume, Olive und Raps sind raffiniert

Raffinierte Öle sind vorzuziehen, da sie hitzebeständiger sind. Raffiniertes Sonnenblumenöl hat einen Rauchpunkt von etwa 220 Grad Celsius. Raffiniertes Rapsöl liegt bei etwa 220 Grad Celsius, gehärtetes Erdnussöl sowie raffiniertes Olivenöl bei 230 Grad Celsius. Zum Vergleich: Butter darf auf nicht mehr als 175 Grad Celsius und Margarine auf nicht mehr als 170 Grad Celsius erhitzt werden.

5. Wer an der Qualität spart, verdirbt sich den Grillspaß

Für einen guten Grill muss man schon etwas tiefer in die Tasche greifen. Daher ist für viele die Versuchung groß, ein Schnäppchen aus dem Supermarkt nach Hause zu schleppen. Doch: Wer billig kauft, kauft zwei Mal. Vor allem Gas- und Elektrogrills können schnell gefährlich werden, wenn Gasventile unsauber verarbeitet sind oder Stromanschlusskabel einen Wackelkontakt haben. Anerkannte Prüfsiegel bzw. Kennzeichnungen versprechen Sicherheit, allen voran GS ("Geprüfte Sicherheit") und ENEC (bestätigt, dass das Produkt den europäischen Sicherheits- und Leistungsanforderungen genügt).

6. Das Grillgut muss pfleglich behandelt werden

Profis raten, auf dem Holzkohlegrill mindestens zwei verschiedene Temperaturzonen anzulegen. So ist man flexibel und kann das Grillgut je nach Bedarf umlagern. Manch zartes Würstel braucht nicht so viel Hitze wie ein saftiges Steak. Sollte die Hitze allzu stark sein, so erlauben es die meisten Grills zwar, den Rost in einen höheren und somit nicht so heißen Bereich umzustecken, aber das ist nicht ganz so einfach, wenn dieser schon komplett mit Grillgut bestückt ist. Das eine oder andere Würstchen kann dabei schnell einmal herunterfallen. Besser funktioniert das bei einem Grill, dessen Rost sich zur Seite schwenken lässt oder an einer Kette aufgehängt ist. Fleisch nicht mit der Gabel stechen, der Saft läuft sonst aus und es wird trocken.

7. Alutassen oder Kohlblätter verwenden

Beim Grillen kann man ganz ohne Fett auskommen und obendrein auf einer nachwachsenden Energiequelle garen. Grillen ist also gesund. Doch Zucker und Zuckersirup in der Marinade sind ein Turbo für die schädliche Acrylamid-Produktion, die im Verdacht steht, krebserregend zu sein. Das Fleisch brennt leicht an. Daher mariniertes Fleisch besser in Alufolie auf den Grill legen. Wer kein Alu verwenden möchte, kann auch Pflanzenblätter nehmen. Es eignen sich dazu die Blätter von Rhabarber, Kohl und Mangold sowie Weinblätter.

Quelle: SN

Aufgerufen am 18.08.2019 um 08:04 auf https://www.sn.at/leben/lifestyle/beim-grillen-passieren-viele-fehler-28099852

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