Alpenstraßenprojekte

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Im Zuge der Planung der Großglockner Hochalpenstraße waren auch einigen andere Alpenstraßenprojekte im Gespräch.

Geschichte

Bereits bei der Amtshandlung in Mittersill im August 1922 war neben der geplanten Großglockner Hochalpenstraße auch alternativ eine Alpenstraße durch das Felbertal über den Felber Tauern im Gespräch. Diese Variante wurde dann aber nicht mehr weiter verfolgt.

Trotz schwierigster Finanzierung trieb der Salzburger Landeshauptmann Dr. Franz Rehrl seinen Plan der Realisierung der Großglockner Hochalpenstraße weiter voran. Nachdem im Herbst 1927 die Salzburger Gesellschaft für das Straßenwesen den Salzburger Gemeinderat zu einer Begehung der geplanten Trasse der Großglockner Hochalpenstraße eingeladen hatte, flammte im folgenden Winter Widerstand gegen dieses Projekt auf.

Im Gasteinertal greift eine Gruppe Verkehrsinteressenten einen alten Plan einer Straße von Böckstein durch das Naßfeldtal über den Mallnitzer Tauern (mit 2 448 m ü. A. ähnlich hoch wie der Hochtortunnel) nach Mallnitz. Am 2. März 1928 spricht die Gruppe bei der Kärntner Landesregierung vor. In Folge kommt es zur Bildung eines Arbeitsausschusses des Gastein-Mallnitzer-Tauernstraßenprojekts und zur Badgasteiner Resolution zum Ausbau der Alpenstraßen.

Diese Resolution führt zur Wiederbelebung der Tiroler Idee, eine Straße über den Felber Tauern zu bauen.

Und noch ein Alpenstraßenprojekt taucht auf. Der Enzingerboden im Salzburger Stubachtal soll über den 2 518 m ü. A. hohen Kalser Tauern mit Kals in Osttirol mit einer Alpenstraße verbunden werden. Das war dann der Moment, in dem die Salzburger Landesregierung klarmachte, dass sie nur an der Variante Großglockner Hochalpenstraße oder Mallnitzer Tauern interessiert sei.

Wie bekannt kam es schließlich nur zur Realisierung der Großglockner Hochalpenstraße.

Quelle