Badgasteiner Resolution zum Ausbau der Alpenstraßen

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Die Badgasteiner Resolution zum Ausbau der Alpenstraßen war im Frühjahr 1928 die Folge einer aufflammenden Debatte über verschiedene Alpenstraßenprojekte im Zuge der Planung der Großglockner Hochalpenstraße.

Geschichte

Trotz schwierigster Finanzierung trieb der Salzburger Landeshauptmann Dr. Franz Rehrl seinen Plan der Realisierung der Großglockner Hochalpenstraße weiter voran. Nachdem im Herbst 1927 die Salzburger Gesellschaft für das Straßenwesen den Salzburger Gemeinderat zu einer Begehung der geplanten Trasse der Großglockner Hochalpenstraße eingeladen hatte, flammte im folgenden Winter Widerstand gegen dieses Projekt auf.

Im Gasteinertal greift eine Gruppe Verkehrsinteressenten einen alten Plan einer Straße von Böckstein durch das Naßfeldtal über den Mallnitzer Tauern (mit 2 448 m ü. A. ähnlich hoch wie der Hochtortunnel) nach Mallnitz. Am 2. März 1928 spricht die Gruppe bei der Kärntner Landesregierung vor. In Folge kommt es zur Bildung eines Arbeitsausschusses des Gastein-Mallnitzer-Tauernstraßenprojekts.

Badgasteiner Resolution zum Ausbau der Alpenstraßen

Am 15. April 1928 hält der Arbeitsausschusses des Gastein-Mallnitzer-Tauernstraßenprojekts in Badgastein eine Interessentversammlung ab. Dabei kommt es zur Badgasteiner Resolution. Diese besagt (aber nur), dass sich der Gastein-Mallnitzer Ausschuss mit dem Glockernstraßenausschuss in Verbindung setzen soll. Wie Hofrat Dr. Hans Hofmann-Montanus (Salzburger Landesverkehrsdirektor) in seinem Beitrag Werdegang und Bedeutung der Großglockner-Hochalpenstraße in der Quelle auf Seite 24 schreibt war es "...eine magere Resolution, durch die kein Stein ins Rollen gebracht wird, vor allem kein Stein für einen Straßenbau, denn für jedes der Projekte fehlen die Geldmittel."

Am 14. Mai 1928 berichten dann bei der siebten Sitzung des Ausschusses zur Erbauung der Großglockner Hochalpenstraße Vertreter aller Alpenstraßenprojekte über ihre Projekte. Man kommt zur Überzeugung, dass für die Gasteiner für den Moment die Verbesserung der Pkw-Beförderung im Tauerntunnel der Bahn ausreicht.

Quellen