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Elisabeth Fuchs

Elisabeth Fuchs (* 8. März 1976 in Kirchdorf an der Krems, Oberösterreich) ist Dirigentin und Gründerin der Jungen Philharmonie Salzburg.

Inhaltsverzeichnis

Leben

Nach ihrer Gymnasialzeit am Musikgymnasium in Linz studierte Fuchs von 1995 bis 2002 Musik und Mathematik fürs Lehramt in Salzburg. Sie nahm Dirigierunterricht bei Herbert Böck und Karl Kamper, später auch bei Dennis Russel Davies.

1998 gründete sie die Junge Philharmonie Salzburg und den Orpheus Chor und 2001 führte sie das Orchester auf seine erste Auslandstournee nach China. Seit 2004 spielt das JPS einen eigenen Konzertzyklus im Mozarteum.

Neben ihrem eigenen Orchester stand Fuchs auch schon am Dirigentenpult des Brucknerorchesters Linz, des Philharmonischen Orchesters Bad Reichenhall oder des Mozarteumorchesters Salzburg.

Im Sommer 2005 war sie erstmals im Rahmen der Salzburger Festspiele tätig, für die sie im Mozartjahr 2006 die Opernproduktion "Bastien & Bastienne" und "Der Schauspieldirektor" leitete.

2007 gründete Elisabeth Fuchs die Kinderfestspiele Salzburg, die vom 30. Mai bis zum 6. Juni 2007 im Terminal 2 erstmals stattfanden und Kindern und Jugendlichen die "Klassische Musik" näher bringen möchten.

Im Herbst 2007 wurde Fuchs mit einem Bundes-Ehrenzeichen des Bundesministeriums für Unterricht, Kunst und Kultur ausgezeichnet.

Anfang 2009 übernahm sie die künstlerische Leitung der Salzburger Kulturvereinigung. Am 26. Oktober 2017 teilte sie über Facebook mit, sie werde ihren Vertrag als künstlerische Leiterin der Salzburger Kulturvereinigung nicht mehr verlängern. Es gebe "unterschiedliche Vorstellungen bezüglich Programmplanung und Schwerpunkten". Allerdings versichert sie: Bis Ende 2018 werde sie all ihren Aufgaben "mit Freuden" nachgehen und "eine gute Übergabe vorbereiten". Danach werde sie vor allem mit der von ihr gegründeten Junge Philharmonie Salzburg und den Kinderfestspielen neue Wege gehen.[1]

Vorgestellt

Elisabeth Fuchs hat ein Büchlein, in das sie ihre Wünsche und Ideen schreibt. Doch dabei bleibt es nicht. Die Künstlerin will alles in die Tat umsetzen.

"Ich habe keinen speziellen Traum, in meinem Kopf entstehen ständig neue Ideen, die ich verwirklichen möchte", sagt Elisabeth Fuchs, Chefin und Gründerin der Jungen Philharmonie. Deshalb hat sie auch immer ein kleines Büchlein dabei, in das sie ihre Gedanken schreiben kann.

Es seien oft egoistische Wünsche, wie ein eigenes Orchester zu gründen oder ein Konzert zu gestalten. "Ich habe mir genau überlegt, welche Werke ich noch dirigieren möchte, bevor ich sterbe. Ich will nicht warten, bis mir keine Zeit mehr bleibt." Zu diesen Werken gehören beispielsweise die H-Moll-Messe von Johann Sebastian Bach oder die Stücke von Gustav Mahler. "Es sind viele Werke, die ich in meinem Alter noch nicht spielen sollte, weil ich noch so jung bin. Aber was soll's?"

Manchmal muss sich die Musikerin vorwerfen lassen, in ihren Wünschen egoistisch zu sein. "Ich nenne das 'Egoranz'. Das ist das richtige Maß zwischen Egoismus und Toleranz." Jeder Mensch brauche auch ein bisschen Zeit und Platz für sich selbst, um seine Träume leben zu können. "Gott ist ein toller Manager. Er hat jeden Menschen mit einem Talent ausgestattet. Jeder sollte dieses Geschenk für sich nutzen."

Die Träume der Salzburger Künstlerin drehen sich natürlich auch um die Musik: "Jedes Jahr werden in Salzburg Tausende Kinder geboren. Davon sollte jedes im Alter von fünf Jahren mit einer Blockflöte ausgerüstet werden." Geht es nach Elisabeth Fuchs, sollte Musikerziehung so wichtig werden, wie Kindern das Alphabet beizubringen. "Es tut mir leid, wenn ich sehe, dass in den Familien nicht mehr gesungen wird."

Traurig mache Elisabeth Fuchs auch, dass viele Menschen ohne Glauben seien. "Wir hätten keine Sinnkrisen, wenn wir mehr glauben würden, mehr miteinander reden würden. Es gibt so viele einsame Menschen."

Ehrungen

2005 wurde Elisabeth Fuchs mit dem Irma-von-Troll-Borostyáni-Preis ausgezeichnet.

Quellen

Weblinks

Fußnoten

  1. SN online, Salzburger Nachrichten online, abgefragt am 27. Oktober 2017