Franz Ferchl

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Dr. Franz Ferchl (* 22. April 1777 in Mühldorf am Inn, damals Erzstift, heute Oberbayern); † nach 1853) war Salinenarzt in Hallein.

Leben

Franz Ferchl war der Sohn des Mühldorfer Stadt- und Landschaftsphysikus Dr. Engelbert Ferchl (* 1704; † 1787) und dessen dritter Frau, der Traunsteiner Apothekerstochter Magdalena, geborene Thalhammer (* 1737; † 1814). Nach dem Besuch des Gymnasiums in Salzburg Studium der Medizin in Wien. Am 22. Dezember 1801 promovierte er zum Doktor der Medizin, praktizierte in Wien und erhielt 1802 das Diplom eines Meisters der Geburtshilfe. In Salzburg war er als Badearzt in Bad Gastein und als Landarzt in St. Johann im Pongau (ab 1804) und in Neumarkt (ab 1805) tätig.

Im Jahre 1814 wurde er Landesgerichtsphysikus und als solcher nach Hallein versetzt, wo er 1815 Salinenarzt wurde, was er bis zu seiner Pensionierung im März 1853 blieb.

Franz Ferchl war seit 4. Februar 1805 verheiratet mit Anna, geborene Haselberger (* 1780; † 26. August 1849), die ihm acht Kinder schenkte.

Franz Ferchl richtete 1832 im ehemaligen Waisenhaus in der Spitalgasse in Hallein das Dienstbotenspital ein und behandelte in diesem Spital die Patienten unentgeltlich. In Anerkennung dieser Stiftung und seiner sonstigen Verdienste um die Stadt Hallein wurde er 1837 zum Ehrenbürger ernannt.

Die Spitalgasse wurde später nach ihm Dr.-Franz-Ferchl-Straße benannt.

Quellen