Harald Wimmer

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Harald Wimmer

Mag. Harald Wimmer (* 17. Dezember 1964 in Zell am See, Pinzgau) ist Bezirkshauptmann des Pongaus.

Leben

Harald Wimmer besuchte die Volksschule und das Gymnasium in Zell am See und studierte dann in Salzburg Jus sowie Sport und Mathematik. Das Studium schloss er 1988 ab und trat 1990 in den Landesdienst ein. Seit 1993 war er Leiter der Gewerbeabteilung der Bezirkshauptmannschaft Zell am See, seit 1998 stellvertretender Bezirkshauptmann des Pinzgaus. Er ist geschieden und hat zwei Kinder.

Vorgestellt

Am Nachmittag des 30. April 2009 saß Harald Wimmer an seinem Computer in der Bezirkshauptmannschaft (BH) Zell am See, als die Mitteilung "Sie haben keine Berechtigung für diese Dienststelle" auf dem Bildschirm erschien. "Da habe ich gewusst, dass es Zeit ist, zu gehen", sagt Wimmer. 19 Jahre hatte er in der BH Zell am See gearbeitet. Seit 1. Mai ist er Bezirkshauptmann des Pongaus.

"Ich musste nicht aus Zell am See flüchten. Ich habe dort liebe Kollegen gehabt", sagt Wimmer. "Aber nach 19 Jahren brauchte ich eine neue Herausforderung. Deshalb habe ich mich für die Bewerbung entschieden. Am Abend des 22. April hat mich der Landesamtsdirektor angerufen, dass die Wahl auf mich gefallen ist." Das hat sich Wimmer aufgeschrieben.

In St. Johann ist der neue Bezirkshauptmann herzlich aufgenommen worden. "Es gab einen kleinen Empfang mit Musik. Ich war gerührt", sagt Wimmer. Er bezeichnet sich als Teammensch, obwohl die BH eine monokratische Behörde ist. Das heißt, die alleinige Entscheidungsgewalt liegt beim Bezirkshauptmann. Sein erster Weg führte ihn durch das Haus, um sich bei den Mitarbeitern vorzustellen.

Seine neue Tätigkeit ist für den Zeller nicht unbekannt. Er war über zehn Jahre stellvertretender Bezirkshauptmann im Pinzgau. "In den beiden Bezirken ist auch vieles gleich strukturiert. Die Wirtschaft, die Geografie, die Orte und auch die Mentalität der Menschen sind ähnlich."

Aufgewachsen ist Wimmer im Zeller Ortsteil Schüttdorf. Er wohnt heute noch dort und wird auch weiter dort wohnen und zu seinem laut eigenen Angaben 37,5 Kilometer entfernten Arbeitsplatz pendeln. Wimmer hat eine Vorliebe für exakte Zahlen. Vielleicht, weil er Mathematiklehrer werden wollte. Sicherheitshalber hat er aber an der Universität Salzburg auch Jus inskribiert. "Und dass hat mich dann so begeistert, dass ich es fertig gemacht habe." Nach dem Gerichtsjahr kam er 1990 zur BH Zell am See und wurde 1993 Leiter der Gewerbeabteilung, was er bis zu seinem Abschied war.

In Zell am See übt Wimmer weiter seine politische Tätigkeit aus. Er ist Stadtrat und Fraktionsobmann der SPÖ. Eine Unvereinbarkeit sieht er nicht. "Die Tätigkeiten überschneiden sich überhaupt nicht. Wäre ich im Pinzgau Bezirkshauptmann, würde ich in Zell am See keine politische Tätigkeit ausüben, obwohl es rechtlich möglich ist."

Wimmer hätte auch Zeller Bürgermeister werden können. Als Georg Maltschnig im Herbst 2008 zurücktrat, wurde Wimmer gefragt, ob er Maltschnigs Nachfolger werden will. "Aber mein persönliches Ziele war es, das zu machen, was ich jetzt mache. Das hätte ich aufgeben müssen."

Jetzt ist Wimmers Cousin Hermann Kaufmann (ÖVP) Ortschef. An dem Schlagabtausch zwischen ÖVP und SPÖ in Zell am See haben sich die beiden bisher nicht beteiligt. "Wir haben uns immer gut verstanden", sagt Wimmer. "Die Politik darf kein Grund für Streit zwischen uns sein. Es geht um die Sache."

Ehrung

2016 wurde Harald Wimmer das Großes Ehrenzeichen für Verdienste um die Republik Österreich verliehen.[1]

Quellen

  • Salzburger Nachrichten (Anton Kaindl)
  • Land Salzburg [1]
Zeitfolge