Manfred Perterer

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Manfred Perterer
Landeshauptmann Wilfried Haslauer junior überreichte am 14. August 2020 Chefredakteur Manfred Perterer das Ehrenzeichen des Landes Salzburg anlässlich dessen 60. Geburtstages bei einem Ehrungsfestakt in Salzburg.
Preisverleihung René-Marcic-Preis 2022 an Manfred Perterer im Bild: Manfred Perterer mit Familie und Landeshauptmann Wilfried Haslauer (links).

Manfred Perterer (* 7. August 1960 in Fieberbrunn, Tirol) ist Chefredakteur der Salzburger Nachrichten.

Leben

Manfred Perterers journalistische Karriere begann als Zwölfjähriger mit dem Verfassen von Spielberichten für den Fußballverein seines Heimatortes. Nach der Matura gründete Perterer 1979 gemeinsam mit dem Unternehmer Erwin Siorpaes und dem Journalisten Helmut Bucher die erste Gratis-Zeitung Tirols, den Pillersee Boten.

Perterer wechselte nach Salzburg, studierte mehrere Semester Publizistik und Politikwissenschaft an der Universität Salzburg und arbeitete parallel dazu zunächst in der Redaktion der Salzburger Volkszeitung, ab 1985 bei den Salzburger Nachrichten.

Es begann eine rasanter Aufstieg in der Redaktion: ab 1988 Lokalchef, ab 1993 Chefredakteur-Stellvertreter von Karl-Heinz Ritschel. 2001 ging Perterer für fünf Jahre als Korrespondent der SN nach Brüssel in Belgien und berichtete über EU und NATO. Er erlebte in dieser Zeit die Erweiterung der EU von 15 auf 25 Mitglieder hautnah mit, ebenso den Streit um den EU-Verfassungsvertrag. In diese Phase fielen auch zahlreiche Gespräche und Interviews mit einflussreichen Persönlichkeiten aus der europäischen Politik, Wirtschaft, Kultur und Gesellschaft.

Mit 1. Juli 2006 wurde Manfred Perterer als Nachfolger von Ronald Barazon Chefredakteur der Salzburger Nachrichten. Er will den Weg der Zeitung als überregionale Qualitätszeitung mit den besonderen Schwerpunkten Politik, Wirtschaft, Tourismus und Kultur fortsetzen.

Auszeichnungen

Am 8. Mai 2019 wurde bekannt, dass Perterer den Kurt-Vorhofer-Preis für Printjournalisten erhält.[1] Der Preis wird von der Journalistengewerkschaft in Kooperation mit der Tageszeitung Kleine Zeitung und der Verbund AG für publizistische Leistungen im Bereich der politischen Berichterstattung verliehen[2].

Als „Journalist mit stilistischer Brillanz, sozialer Verantwortung und einem übergeordneten, unbefangenen Blick“ würdigte Landeshauptmann Wilfried Haslauer junior am 14. August 2020 Chefredakteur Manfred Perterer und überreichte ihm das Ehrenzeichen des Landes Salzburg anlässlich dessen 60. Geburtstages bei einem Ehrungsfestakt in Salzburg.

René-Marcic-Preis 2022

Am 7. Juni 2022 wurde Manfred Perterer mit dem René-Marcic-Preis 2022 ausgezeichnet. Er wird vom Land Salzburg für überragende publizistische Leistungen verliehen. „Gesellschaftliche Verantwortung, Ruhe, Klarheit und Standfestigkeit - mit diesen Eigenschaften ist es dem Preisträger gelungen, in der medial so aufgeregten Zeit der Coronapandemie an der Spitze einer hochprofessionellen Redaktion mit couragiertem Qualitätsjournalismus überprüfbare Daten und Fakten zu vermitteln“, so Landeshauptmann Wilfried Haslauer.

Haslauer: „Seriöse Berichterstattung wichtig für Demokratie.“

„Die Salzburger Nachrichten stellen für sich den Anspruch ein Qualitätsmedium zu sein und Manfred Perterer macht diesem mit seinem Team alle Ehre. Es geht ihnen nicht um die schmissige, schnelle Schlagzeile ohne Inhalt, sondern um differenzierte redaktionelle Arbeit deren Grundlage zu allererst die Recherche, dann eine ausgewogene Berichterstattung und dann eine Einordnung ist. So eine seriöse und ausgewogene Berichterstattung ist für unser Land und unsere Demokratie enorm wichtig“, unterstreicht Landeshauptmann Wilfried Haslauer.

Siegbert Stronegger: „Genau der Richtige.“

„Manfred Perterer ist genau der Richtige, weil wir nach den zwei Jahren Pandemie einen Journalismus brauchen, der im Stande ist, die Gesellschaft zusammenzuhalten. Es ist seine unglaubliche Erfahrung und seine Kraft, sich unabhängig zu behaupten, die den Ausschlag gaben. Gerade auf die Zeit bezogen, war es eine geradezu naheliegende Entscheidung, ihn mit dem René-Marcic-Preis auszuzeichnen“, betont Siegbert Stronegger, Vorsitzender der Jury.

Manfred Perterer: „Wir wollen zeigen, was wirklich ist.“

Preisträger Manfred Perterer gab in seiner Dankesrede zu bedenken, dass jene Art Journalismus immer häufiger wird, die einfach zwei Sichtweisen einfängt und diese wiedergibt ohne zu hinterfragen. „Diese Art von „Berichterstattung versuchen wir bei den Salzburger Nachrichten zu vermeiden. Wir versuchen viel mehr zu zeigen, was dahinter steckt, wollen einordnen sowie wichtig und unwichtig trennen, wir wollen zeigen, was wirklich ist“, so Perterer, der den Preis als Anerkennung für die gesamte Redaktion sieht: „Die Covid Berichterstattung in den letzten zweieinhalb Jahren war für unsere Mitarbeiter ein permanenter Ausnahmezustand. Danke an die Kolleginnen und Kollegen, es war grandios“, so Perterer.

Waltraud Langer: „Ausdauernder Teamspieler.“

Laudorin Waltraud Langer, Direktorin des ORF Landesstudios Salzburg, erkennt in Manfred Perterer alle guten Eigenschaften eines Fußballspielers, allen voran seine Teamfähigkeit. „Er war schon als junger Mann Fußballer. So lernt man es auszuhalten, angerempelt zu werden. Das ist etwas, das man im gesamten beruflichen Leben brauchen kann, dass man auch mit Dingen umgehen kann die etwas ungemütlich sind. Und Manfred Perterer ist ein ausdauernder Teamspieler“, so Langer.

Weblink

Quellen

Einzelnachweise

Zeitfolge