Neue Thürnitz

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Salzburg (Kupferstich) Johann Friedrich Probst
Detail Nr. 25
Neue Thürnitz (ganz rechts), in der Bildmitte der Pferdestall

Die Neue Thürnitz war eine Kaserne in der späteren Neustadt von Salzburg. Die zweite große Kaserne war die Alte Thürnitz am heutigen Hanuschplatz. Daneben bestanden kleinere Kasernen.

Geschichte

1695 und 1697 wurden durch Fürsterzbischof Johann Ernst Graf von Thun und Hohenstein nahe dem Mirabelltor östlich des heutigen Mirabellplatzes gegenüber dem Schloss Mirabell langgestreckte gemauerte Gebäude mit Tram-Decken aus Holz und hölzernem Dachstuhl errichtet. Diese Kaserne, sie wurde auch Mirabellkaserne genannt, beherbergte etwa 300 Soldaten samt ihren Familien.

Diese aus drei Gebäuden bestehenden Soldatenunterkünfte - etwa 920 Fuß lang - und die zugehörigen Nebengebäuden erstreckten sich über eine gedachte Linie vom damaligen Mirabelltor am Beginn der heutigen Hubert-Sattler-Gasse im Westen quer über den heutigen Andräplatz, die Stadtpfarrkirche St. Andrä und das Dorotheum bis zur später erbauten Franz-Josef-Kaserne an der Paris-Lodron-Straße /Ecke Wolf-Dietrich-Straße. Dies entspricht etwa einer Länge von etwa 300 Metern. Als 1948 das Salzburger Dorotheum in der Schrannengasse (Salzburger Filiale) erbaut wurde, bereitete es große Mühe. Die Reste der Quader des Fundamentes der Thürnitz aus der neuen Baugrube zu entfernen.

Das Gebäude des langgestreckten Pferdestalles lag gegenüber dem Schloss Mirabell, westlich der heutigen Stadtpfarrkirche St. Andrä. Der verheerende Stadtbrand von 1818 vernichtete diese alte Kaserne, die danach nicht mehr aufgebaut wurde.

Der Platz vor dem Schloss Mirabell, der einst mit dem Pegasusbrunnen samt den zwei Löwen und den zwei Einhörnern aus Marmor (heute alle im Mirabellgarten) geschmückt war, diente auch für Paraden und für das Exerzieren.

Weblink

Quellen