Orkan Emma

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Wellen des Fuschlsees vor den großen Sturm EMMA am 1.3.2008
Sturmschaden durch den Orkan "Emma" am Kolomansberg
Sturmschäden durch EMMA am Thalgauberg. Dort, wo früher dichter Wald war, hat im Frühjahr 2008 der Sturm Emma eine breite Schneise geschlagen. Innerhalb von einigen Sekunden war alles vorbei. Von dort bietet sich jetzt ein freier Blick nach dem Westen
Aufforstung am Kolomansberg nach den Orkanschäden im Jahr 2008

Der Orkan Emma war ein Sturmtief, das am 1. und 2. März 2008 über dem gesamten Bundesland Salzburg wütete.

Allgemein

Insgesamt mussten die Feuerwehren im Bundesland Salzburg wegen Emma zu 922 Einsätzen ausrücken, davon 681 am Land und 241 in der Stadt. Mit 865 entfiel der Löwenanteil auf den 1. März. Rund 3 150 Feuerwehrleute standen im Einsatz.

Am Kniepass in Unken wurde am 1. März ein Mann bei einem Felssturz in Folge des Sturms getötet, als Felsbrocken ein Auto trafen. Oberhalb der Straße waren Bäume entwurzelt worden. Es handelte sich um einen 47-jährigen britischen Staatsangehörigen, der in einem stehenden Taxi saß.

Einen Schwerverletzten gab es in Neumarkt am Wallersee durch ein umstürzendes Gerüst, einen weiteren Verletzen in Hof bei Salzburg durch eine Baum, der auf einen Pkw fiel.

Die Spitzengeschwindigkeit im Flachland wurde beim Salzburger Flughafen mit 140 km/h gemessen. Auf den Bergen waren Sturmböen bis 200 km/h erwartet worden.

Schäden

Stadt Salzburg
  • Auf dem Salzburger Flughafen wurden zwei Flächenflugzeuge von den Sturmböen erfasst und gegen die Böschung zur Innsbrucker Bundesstraße getragen. Die Flughafeneinfriedung und ein Baum verhinderten, dass die beiden Luftfahrzeuge auf die Straße stürzten. An den Flugzeugen entstand beträchtlicher Sachschaden.
  • Im Stadtgebiet von Salzburg wurden acht Hausdächer schwer beschädigt, darunter das Dach der Festung Hohensalzburg, des Domes und der Elisabethkirche. Weiters wurden 5 Pkw beschädigt, zahlreiche Bäume sind umgestürzt.
  • Im Zoo Salzburg entstand Sachschaden durch herabfallende Äste. Tiere kamen nicht zu Schaden.
Flachgau
  • Das Umspannwerk in Göming wurde durch einen Dacheinsturz schwer beschädigt
  • Einen Transformatorbrand gab es in Henndorf
  • Auf der Wiener Straße (B 1) bei Neumarkt wurde ein Sattelzug durch den Wind umgestürzt und beschädigt
  • Im Bezirk Salzburg-Umgebung wurden bei mindestens zehn Häusern die Hausdächer abgedeckt.
  • Durch Baumsturz wurde eine Pistenraupe in Hintersee total zerstört
  • Auf der Autobahn A 1 wurde ein Pkw durch umgewehte Verkehrszeichen beschädigt.
  • In Anif wurde ein Kleinlastwagen von der Straße geweht, er überschlug sich in der angrenzenden Wiese. Beide Insassen waren angegurtet und kamen mit dem Schrecken davon.
  • In St. Gilgen wird ein 2 Tonnen schweres Boot ausgehoben und landet auf zwei anderen Schiffen
Pongau
  • Die Bahnverbindung zwischen Eben im Pongau und Hüttau wurde unterbrochen.
  • In Bad Hofgastein wurde ein Baum entwurzelt, der auf einige Fahrzeuge fiel, die auf dem Parkdeck einer Garage abgestellt waren. Dabei wurde ein Fahrzeug total zerstört und ein weiters erheblich beschädigt. Personen kamen nicht zu Schaden.
  • Mehrere Hausdächer wurden beschädigt.
Pinzgau
  • Unfall am Kniepass: Ein Todesopfer und mehrere Verletze nach einem Felssturz
  • Im Pinzgau wurden in den Gemeindegebieten von Saalfelden, Maria Alm und Maishofen zahlreiche Bäume entwurzelt. Einige davon fielen auf die Westbahnstrecke die kurzfristig unterbrochen war. Mehrere Hausdächer wurden durch den Sturm beschädigt.
Tennengau

Weblink

Quelle

  • Salzburger Nachrichten