Franz Ruf

Aus Salzburgwiki
Zur Navigation springen Zur Suche springen
Franz Ruf
Sicherheitsbericht 2010, Gruppenbild mit Franz Ruf, ganz links

Franz Ruf (* 16. Dezember 1968 in Tamsweg) M.A. ist Salzburger Landespolizeidirektor. Er lebt in der Lungauer Gemeinde St. Andrä.

Leben

Franz Ruf kommt aus dem Lungau, aber seine auffälligsten Wesenszüge muten sympathisch asiatisch an. Denn Lächeln ist für Franz Ruf offenbar die beste Art, dem Leben die Zähne zu zeigen. Er begegnet seinem Gegenüber freundlich, charmant und offen. Ruf ist kein Selbstdarsteller. Im Gegenteil − er bevorzugt die leisen Töne.

Er absolvierte nach der Volks- und Hauptschule eine Tischlerlehre. Dann wechselte er zum Bundesheer in die Tamsweger Strucker-Kaserne und durchlief in seinen drei Jahren beim Heer eine umfassende Ausbildung bei den schweren Gebirgsjägern.

1989 wechselte Franz Ruf zur Bundesgendarmerie und war nach der Ausbildung am Posten in Hallein als Uniformierter vor allem im Verkehrsdienst tätig.

Ab 1995 ließ er sich in der Gendarmerie-Zentralschule in Mödling zum dienstführenden Exekutivbeamten ausbilden und war anschließend landesweit im Kriminaldienst eingesetzt. Dann folgten die Studienberechtigungsprüfung und das Studium der Rechtswissenschaften in Salzburg. Ruf promovierte im Jahr 2000 mit Auszeichnung und übernahm 2001 das Polizeiamt der Bezirkshauptmannschaft St. Johann im Pongau.

Parallel zu seinen Studien machte er eine Managementausbildung. „Ich habe meine Zeit immer genützt und versucht, mich alle fünf Jahre beruflich zu verändern“, verrät der „Familienmensch“ und Vater zweier Kinder. Seine neue Aufgabe als stellvertretender Landespolizeikommandant sieht er in „den Zeiten der Reform als große, aufregende Herausforderung“. Als persönliche Stärken bezeichnet er „Leidenschaft bei der Arbeit, Gefühl für die Menschenführung und die Gabe, offen auf jeden zuzugehen“.

Im April 2005 wurde Ruf zum stellvertretenden Landespolizeikommandanten berufen. Nachdem Anton Stenitzer im Sommer 2007 nach einem unter Alkoholeinfluss verursachten Unfall als Sicherheitsdirektor suspendiert wurde, war Ruf neben Rudolf Feichtinger der aussichtsreichste Kandidat für dessen Nachfolge. Ruf galt als Favorit von Innenminister Günther Platter, während Feichtinger bei Landeshauptfrau Gabi Burgstaller bessere Karten hatte. Schließlich wurde Franz Ruf von Günther Platter ab 1. Februar 2008 zum amtsführenden Sicherheitsdirektor von Salzburg bestellt. Als wichtigste Aufgabe der ersten Amtsmonate galt die Koordinierung der Sicherheitsmaßnahmen rund um die Spiele der Fußball-Europameisterschaft in Salzburg. Mit 1. Juni 2009 wurde Ruf endgültig als Sicherheitsdirektor bestätigt.

Als 2012 die drei Spitzenpositionen des Landespolizeikommandanten, des Sicherheitsdirektors und des Polizeidirektors zu der einen Position des Landespolizeidirektors vereinigt wurden, war Ruf derjenige, der sich behaupten konnte und zum Landespolizeidirektor bestellt wurde.

Quellen

  • Salzburger Nachrichten: Salzburger des Tages (Heinz Bayer)
  • Salzburger Nachrichten
Zeitfolge
Vorgänger

Anton Stenitzer

Sicherheitsdirektor, dann Landespolizeidirektor von Salzburg
seit 2009
Nachfolger