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Hagenauerhaus

Das Hagenauerhaus, Blick vom Hagenauerplatz auf die Fassade
Historische Ansicht des Hagenauerhauses.
Wilhelm Knocke: Hagenauerplatz und das Hagenauerhaus; im Vordergrund der Fischmarkt-Brunnen mit Mariensäule (Maria Immaculata); Stahlstich; ca. 1860;

Das Hagenauerhaus ist ein denkmalgeschütztes Gebäude an der Getreidegasse in der Altstadt von Salzburg. Es ist besser unter dem Namen Mozarts Geburtshaus bekannt und ist eines der beiden Hagenauerhäuser in der Stadt Salzburg.

Inhaltsverzeichnis

Mozarts Geburtshaus

Ihre Bekanntheit hat die Getreidegasse vor allem Wolfgang Amadé Mozart zu verdanken, der hier 1756 im Hagenauerhaus (Getreidegasse 9) zur Welt kam. Seit 1880 ist in seinem Geburtshaus ein Museum eingerichtet, das Besucher aus aller Welt anlockt.

Der Hofmusiker Leopold Mozart, Vater des Wolfgang, und seine Frau Anna Maria, geb. Pertl, mieteten ab 1747 von Lorenz Hagenauer im Gebäude Getreidegasse 9 eine Wohnung im dritten Stock.

Das Haus steht wie auch das Mozart-Wohnhaus seit 1997 unter der Leitung von Dr. Gabriele Ramsauer.

Geschichte des Hagenauerhaus

Die bekannte Reihe der Besitzer beginnt aber erst im Jahre 1372 mit Otto Keutzl. Er vererbte es Paul Keutzl, der von 1428 bis 1430 Bürgermeister der Stadt Salzburg war. Den Keutzl folgte 1434 die Familie Erasmus Rauchenperger, die das Haus bis 1585 besaß. Vom letzten aus dieser Familie, Virgil Rauchenperger (es hatte sechs Besitzer aus dieser Kaufmannsfamilie gegeben), erhielt der Neffe und Hofapotheker Konrad Fröschlmoser das Haus. Der Eisenhändler Michael Wibmer erwarb es 1603 nach dessen Tod. Ein Drittel des Hauses verkaufte dann 1623 Zacharias Wibmer an Michael Stöllner, der bereits Mieter des Handelsgeschoßes im Erdgeschoß war. Schließlich kam aber dieses Drittel wieder in die Hände der Familie Wibmer.

Paul Gschwendtner, der mit Ursula, geb. Wibmer, verheiratet war, war 1662 Besitzer. Er vermietete spätestens 1706 an den Spezereienwarenhändler Josef Martin Hagenauer.

Wie alle übrigen Häuser der Innenseite der Getreidegasse dürfte auch dieses im 12. Jahrhundert auf dem Boden des St. Petrischen Frauengartens errichtet worden sein. Dessen Sohn Lorenz Hagenauer (* 1732; † 1792) ging als Hausherr und väterlicher Freund der Familie Mozart in die Geschichte ein. Die Hagenauer betrieben ihr Ladenstübl.

1803 war Franziska Pichler, eine Tochter von Lorenz Hagenauer, überließ Warenhandlung und Haus im Jahr 1831 ihrem Buchhalter, der es aber schon 1838 an Ludwig Thury weiterverkaufte. 1846 kam als Gatte der Witwe Thurys der Kaufmann und Zementfabrikant Angelo Saullich in den Besitz. Nach dessen Tod kauften 1885 seine Prokuristen Anton Stranz und Gustav Scio das "Colonial- und Spezereiwaaren-Geschäft" mit dem Namen "zum Mozart". 1912 übernahm Gustav Scio jun. das Geschäft und überließ im Jahr 1917 das Haus der Internationalen Stiftung Mozarteum, die seither Eigentümerin ist und das Mozart-Museum eröffnete. Das Haus steht wie auch Mozarts Wohnhaus seit 1997 unter der Leitung von Dr. Gabriele Ramsauer.

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Quellen