Otto Dengg

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Otto Dengg (* 21. Jänner 1879 in Ried bei Hart im Zillertal, Tirol; † 2. Dezember 1957 in Salzburg) war Lehrer in Werfenweng, Pfarrwerfen, Rigaus in Abtenau und Oberlehrer in Köstendorf. Neben seiner Tätigkeit als Lehrer und Schulleiter wirkte er auch als Organist und Schriftsteller. Besonders nahm er sich dem als Sammler, Forscher und Herausgeber des Salzburger Volksliedes an.

Leben

Otto Dengg stammte aus einer alteingesessenen salzburgischen Lehrerfamilie. Er wurde am 21. Jänner des Jahres 1879 im Tiroler Ort Hart bei Fügen im Zillertal, gehörig zur Erzdiözese Salzburg, geboren. Er wuchs in Maishofen und Kaprun im Pinzgau auf, wo sein Vater Alois Dengg Lehrer war.

Wie sein Vater wurde auch Otto Dengg Lehrer. Nach dem Besuch der Lehrerbildungsanstalt in Innsbruck wirkte er an mehreren Salzburger Schulen als Lehrer und Schulleiter. Er war Lehrer in Saalfelden, Werfenweng, Pfarrwerfen, Rigaus in Abtenau und Oberlehrer in Volksschule Köstendorf. Er musste aber irgendwann auch in Lofer gewirkt haben. Neben seiner Tätigkeit als Lehrer und Schuldirektor wirkte er auch als Organist.

In Werfenweng gründete er die Musikkapelle, in Pfarrwerfen leitete er den Kichenchor und die Musikkapelle. In jedem seiner Einsatzorte hinterließ er seinen Beitrag zum kulturellen Leben.

Besonders nahm sich Otto Dengg des Salzburger Volksliedes an. Er sammelte viele Volkslieder und gab diese auch heraus. Als Volksliedforscher gab er auch zahlreiche Liederbücher mit vielen in Salzburg aufgezeichneten Volksliedern heraus.

In Köstendorf, seinem letzten Einsatzort, wurde er Direktor der Volksschule und ging im Jahr 1944 in Pension.

Otto Dengg galt als Kulturbewahrer des Salzburger Landes. Außerdem war er auch als Schriftsteller und Autor tätig.

Am 2. Dezember des Jahres 1957 verstarb Otto Dengg in Salzburg.

Otto Dengg war seit 1900 verheiratet mit Susanne, geborene Schwaiger, und hatte acht Kinder.

Das Interesse um das Salzburger Volkslied gab Otto Dengg unter anderem auch seinen Söhnen Adolf, Erich und Josef weiter.

Ehrung

In Anerkennung seiner Verdienste um die Bewahrung des Volksliedgutes ernannte ihn die Gemeinde Köstendorf 1944 zu ihrem Ehrenbürger.

Werke

  • Blütenkalender der wichtigsten einheimischen Pflanzenarten, nach natürlichen Pflanzenfamilien, Lebensgemeinschaften, Blüten und Blütenfarben übersichtlich geordnet. (1910)
  • Die schönsten Salzburger Volkslieder, mit Einschluss der beliebtesten Volkslieder aus den Nachbarländern und der bekanntesten volkstümlichen Lieder. (1923)
  • Sing' mar oans! Salzburgische Volksweisen. Volkslieder, Jodler, Juchezer und Rufe aus der Sammlung Otto Denggs und anderen Quellen. (1926)
  • Spiel mar oans auf! Salzburgische Bauerntänze. (1926)
  • Der bodenständige Unterricht an Landschulen und landwirtschaftlichen Fortbildungsschulen in 40 Wochenbildern. (1926-1928)
  • Bäuerliche Rechnungen, wie sie die Bauernwirtschaft bietet und der Bauer braucht. (1927)
  • Ein altbäuerliches, gereimtes Weihnachts-Festspiel (Hirten- und Dreikönigs-Spiel), mit einem Vorspiel, drei Aufzügen und einem Schlussgebilde (Anbetung Jesu). (1928)
  • Hansl und Gretl, ein Märchenspiel in 5 Aufzügen. (1930)
  • 20 lustige Marsch- und Wanderlieder, für unsere wanderfrohe und sangeslustige Jugend gesammelt von Otto Dengg. (1931)
  • Große illustrierte Bienenflora Mitteleuropas, mit Berücksichtigung der eingeführten Bienenblumen und Kulturgewächse. 2 Bände. (1933)
  • 600 praktische Rechnungen, wie sie die Bauernwirtschaft bietet und der Bauer braucht. (1935)
  • Vollständiges Wochenbuch für Landschulen. Die gesamte Lehrstoffverteilung für Landschulen für alle Unterrichtsfächer in 40 Wochenbildern. (1935)
  • Der gesamte Sachunterricht für Landschulen und ländliche Fortbildungs-Schulen. Ein Vorbereitungsbuch für Landlehrer. 2 Bände. (1935-1936)
  • Schneewittchen und die sieben Zwerge. Ein Märchenspiel für unsere Schuljugend in 4 Aufzügen. (1946)
  • Leutln, hiaz sing mar oans! Sammlung der beliebtesten Volkslieder aus den österreichischen Alpenländern, gesammelt von Otto Dengg (1949)
  • Der neue Sprachenunterricht für Landschulen, mit besonderer Berücksichtigung der heimischen Mundart. (1950)

Quelle

Zeitfolge
Vorgänger

N.N.

Schulleiter der Volksschule Köstendorf
192x–1944
Nachfolger

N.N.


Siehe auch