Pfarrkirche zum hl. Jakobus dem Älteren (Obertrum am See)

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Pfarrkirche Obertrum, Innenansicht A

Die Pfarrkirche zum hl. Jakob(us) ist die Pfarrkirche in der Flachgauer Marktgemeinde Obertrum am See.

Patrozinium

Das Patrozinium wird am Jakobitag, dem 25. Juli, begangen.[1]

Geschichte

Sie ist ein dreischiffiger Bau und stammt aus der Zeit zwischen 1135 und 1148. Sie zeigt neben einem romanischen Mittelschiff noch ihren ursprünglichen gotischen Stil. Rechts des Altars befindet sich eine Statue des Kirchenpatrons des hl. Jakobus dem Älteren, zu erkennen an seinem Attribut, einer Muschel (Jakobsmuschel) am Schlapphut auf dem Kopf. Nach dem Großbrand 1917 wurde die Kirche nach Plänen von Architekt Karl Pirich wieder aufgebaut. Das Patroziniumsfest wird am 25. Juli gefeiert.

Neben der Pfarrkirche gibt es auch die Kapelle zum guten Hirten beim ehemaligen Pfarrhof (Lindenhof). Für diese barocke, kunstvoll ausgestattete Kleinkirche wurde bereits 1721 der Grundstein gelegt. Sie wurden in den Jahren 1987/88 generalisiert und sie erstrahlt seither in neuem Glanz.

Innenausstattung

Die Ausstattung der Pfarrkirche Obertrum ist wie keine andere im Bundesland Salzburg von den Arbeiten des österreichischen Expressionisten Jakob Adlhart d.Ä. der 1920er und 1950er Jahre geprägt. Jakob Adlhart schuf die Skulpturen im Langhaus im Jahr 1924/1925, den expressionistischen Deckenplafonds 1929, die Doppelempore und des Orgelgehäuse 1935 und den Hochaltar 1956/1957.

In den Jahren 2015 und 2016 wurde die Innenausstattung einer Reinigung und Festigung durch den Restaurator Franz Niederhauser unterzogen. Eine Besonderheit ist die mit ultramarinblauem Grund dominierende Holzdecke und die Raumfassung aus den 1950er Jahren. Damit wollte man auf die aus dieser Zeit stammende übliche Hochaltargestaltung Adlharts mit Neufassung der Apsis hinführen.

Archäologische Grabungen

Im Zuge der Restaurierung wurde unter dem Kirchenboden bis in 40cm Tiefe archäologisch unter Begleitung von Dr. Peter Höglinger vom Bundesdenkmalamt gegraben. Nachgewiesen sind dadurch die Fundamente und Bauteile von fünf älteren Kirchenbauten, beginnend ab dem 10. Jahrhundert. Gefunden wurde auch ca. 350 Münzen, vom Mittelalter bis zur Barockzeit, die eine rege wirtschaftliche Vernetzung mit Bayern, Süddeutschland und der Schweiz belegen. Ein Schaukasten beim nördlichen Kircheneingang informiert über die gesamten archäologischen Grabungen. Am 24. Juli 2016 feierte die ganze Pfarrgemeinde Obertrum am See die Renovierung der Pfarrkirche mit einem großen Fest. [2]

Bildergalerie

Weblinks

Quelle

  • Homepage der Marktgemeinde Obertrum am See

Einzelnachweise

  1. Personalstand der Welt- und Ordens-Geistlichkeit der Erzdiözese Salzburg für das Jahr 1957 (Schematismus 1957), hg. vom Erzbischöflichen Ordinariat Salzburg 1957, S. 218.
  2. Bundesdenkmalamt / www.tagdesdenkmals.at