Rendl

Aus Salzburgwiki
Zur Navigation springen Zur Suche springen

Rendl ist ein bairischer (also altbayrisch-österreichischer), vor allem westösterreichischer Familienname.

Verbreitung

Der Name kommt im österreichischen Telefonbuch[1] österreichweit 230 Mal vor. Besonders ist er im Land Salzburg (Pinzgau, Flachgau und Salzburg) sowie in Nordtirol (Unter- und Mittelland), dann auch noch in Oberösterreich und Niederösterreich heimisch. Für Deutschland ergeben sich nur rund 80 Treffer.

Namensdeutung

Der Name ist die Kurzform altdeutscher Personennamen mit dem Wortstamm „Regin“/„Ragin“ – Bedeutung: „Rat“ – unter Hinzufügung des bairischen Verkleinerungssuffixes „l“.[2]

Einzelne Namensträger

Der berühmteste Namensträger ist zweifellos der Dichter und Maler Georg (II.) Rendl (* 1903; † 1972).

Familie Georg Rendl – vom Bienenkorb zum Heizkessel

Georg (I.) Paul Rendl stammte aus Bozen (Südtirol. Auch seine Ehefrau Antonia geb. Kleinheinz war Tirolerin. Sie kamen nach mehreren Stationen, die sich an den Geburtsorten der Kinder ablesen lassen, 1904 nach Salzburg. Ihre Kinder und Enkelkinder waren

  • Ludwig Rendl (* ca. 1894 Pfunds in Tirol; † 1970 Salzburg), Dr. phil., Hofrat der Salzburger Landesregierung, verh. mit Charlotte geb. Kaiser (* 1926 Salzburg; † 2016 ebenda)
  • Hans Rendl (* 1. Februar 1896 Salzburg-Itzling [?] oder in Nordtirol, vielleicht Hall oder Innsbruck; † 1977 Salzburg), Schlosser, Stahlbaufabrikant; verh. mit Maria geb. Bernhofer (* 17. Juli 1897 in Hallein; † 13. Juli 1977)
  • Antonia (* 1900 in Nordtirol, vielleicht Hall oder Innsbruck; † 1971? Salzburg?), verheiratet 1. mit Angelus Eduard Waagner von Waagström, Ingenieur-Offizier, 2. mit Franz Kolar
    • Wolfgang (I.) Waagner-Waagström (* ca. 1923), Dipl. Ing.; verh. mit Emmy geb. Ladstätter (* 13. November 1922 in Graz; † 9. August 1986 in Salzburg), Malerin
    • Eduard Waagner-Waagström (* 15. Mai 1926; † 2011), adopt. Rendl („Ofenrendl“)
  • Georg (* 1. Februar 1903 in Zell am See), Schriftsteller und Maler.

In Salzburg war Georg (I.) Rendl Gebäudemeister bei der Bahn und begann mit der Bienenzucht. Ein Haus wurde in Itzling nahe dem Lokalbahnhof erbaut. Später richtete er in Bürmoos eine Bienenfarm ein. Im Dezember 1928 wurde er insolvent. Das Haus in Itzling wurde versteigert. Die Farm in Bürmoos ging an Tochter Antonia, die Eltern siedelten dahin über.

Weiterführend

Für Informationen zu Rendl, die über den Bezug zu Salzburg hinausgehen, siehe zum Beispiel den Eintrag in der deutschsprachigen Wikipedia zum selben Thema

Quellen, Einzelnachweise

  1. 2011 www.herold.at
  2. Maria Hornung, Lexikon österreichischer Familiennamen [öbv&htp Verlag Wien 2002, ISBN 3-209-03791-4], S. 116, Eintrag „Rendl“.