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Steinkrebs

Steinkrebs

Der Steinkrebs (Austropotamobius torrentium) ist ein Gliederfüßer aus der Ordnung der Zehnfußkrebse (Decapoda).

Inhaltsverzeichnis

Allgemeines

Der Steinkrebs gehört zu Familie der Europäischen Flusskrebse (Astacidae).

Er ist wesentlich kleiner als der Edelkrebs; männliche Tiere können bis 10 cm Körperlänge erreichen, meist bleiben sie aber (wie die Weibchen) deutlich kleiner. Die Scheren sind kräftig. Die Färbung reicht von beigem bis zu bläulichem oder grünlichem Braun, daneben gibt es hellblaue Exemplare.

Der Steinkrebs steht in der „Roten Liste der gefährdeten Tiere Österreichs“ auf Gefährdungsstufe 2 (stark gefährdet). Hauptgefahr ist für ihn die von den eingeschleppten nordamerikanischen Flusskrebsen verbreitete Krebspest.

Der Steinkrebs im Land Salzburg

Wie sich in den Jahren 2002 und 2003 bei der Kartierung der Salzburger Flusskrebse ergab, kommt der Steinkrebs im Land Salzburg in etlichen Populationen im Flachgau und im Tennengau, nicht aber in den anderen Gauen vor.

Steinkrebse wurden in folgenden Gewässern gefunden:

Zuletzt gab es nur noch in der Glasenbachklamm bei Elsbethen und auf dem Gelände des Freilichtmuseums Großgmain nennenswerte Vorkommen. Im Jahr 2017 brach in Großgmain in dem Vorkommen im Sandbach die Krebspest aus.

Im Lungau war der Steinkrebs noch in den 1950er-Jahren in vielen Bächen sehr häufig. Dass er hier verschwand, ist zumindest teilweise auf harte Verbauung und Verrohrung der Gewässer zurückzuführen.

Quellen

Weiterführend

Für Informationen zu Steinkrebs, die über den Bezug zu Salzburg hinausgehen, siehe zum Beispiel den Eintrag in der deutschsprachigen Wikipedia zum selben Thema