Salzburger Festspiele

Wohltat gegen Seelenschlamperei

András Schiff spielte den ersten Teil vom "Wohltemperierten Klavier".

 SN/salzburger festspiele/marco borelli

Wer unübersichtlich denkt und fühlt, wer sich nach einem Weinimpuls zu Heiterkeit hochschwingen kann, wem wiederum ein anderes Mal der Übermut in Traurigkeit wegkippt, der begeht keine Seelenschlamperei. Anders gesagt: Wer am Sonntagabend zugehört hat, wie der Pianist András Schiff den ersten Teil vom "Wohltemperierten Klavier" aus seinen Fingern hat perlen lassen, der braucht ob solcher innerer Turbulenzen nicht stutzig werden. In fast zwei Stunden ununterbrochenen Klavierspiels blieb kaum eine Gefühlsregung eines vor sich hin sinnierenden, seine Erinnerungen abwägenden Menschen unberührt.

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