Deutsche Demokratische Republik

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Die Deutsche Demokratische Republik (DDR) war ein Staat in Mitteleuropa, der von 1949 bis 1990 existierte.

Überblick

Aus der Teilung Deutschlands in die Besatzungszonen der Sowjetunion und der drei Westmächte (Großbritannien, Frankreich, USA) nach 1945 entstanden, war die DDR bis zur friedlichen Revolution im Herbst 1989 eine kommunistische Diktatur unter Führung der Sozialistischen Einheitspartei Deutschlands (SED), die sich zum Marxismus-Leninismus bekannte. Die Republik verstand sich als „sozialistischer Staat der Arbeiter und Bauern“ und deutscher Friedensstaat, der die Wurzeln für Krieg und Faschismus beseitigt habe.

Um ihre Ideologie schützen zu können, wurde die DDR nach Westen hin durch Stacheldrahtzäune und automatische Schießanlagen hermetisch abgeriegelt. DDR-Bürgern war nur unter Lebensgefahr die Flucht ins westliche Ausland möglich. Besucher der DDR mussten einen vierseitigen Visumsantrag ausfüllen mit einem Passbild, das bei männlichen Personen die Person ohne Bart zeigen musste. Auch für den Transit auf der Autobahn nach Westberlin benötigte man dieses Visum. Bei Einreise wurden Fahrzeug und Gepäck genau kontrolliert.

Hingegen stand den DDR-Bürgern der Besuch eines "Bruderstaates" (Polen, Tschechoslowakei, Ungarn, Bulgarien, Rumänien und der Sowjetunion [die außer Russland z.B. auch Weißrussland, die Ukraine und die baltischen Staaten Litauen, Lettland und Estland umfasste], China) offen.

Bei Briefmarkensammlern waren die großformatigen Briefmarken aus der DDR sehr begehrt.

Salzburgbezüge

1950 erhielt Bertolt Brecht auf Betreiben von Gottfried von Einem die österreichische Staatsbürgerschaft, um bei den Salzburger Festspielen mitzuwirken. Brecht wanderte aber kurz darauf in die DDR aus, was zu einem Eklat im Direktorium der Salzburger Festspiele führte.

Der Salzburger Motorradrennfahrer Rudolf Thalhammer nahm 1957 mit seiner NSU-Sportmax auf dem Sachsenring (einer Rennstrecke in Hohenstein-Ernstthal und Oberlungwitz in Sachsen) in der DDR an seinem ersten internationalen Rennen teil, in dem er aber ausfiel. Auch Manfred Magnus nahm an Rennen in der DDR teil.

Die Motorradrennfahrer aus der DDR waren mehrmals Sieger bei 1.-Mai-Rennen: Ernst Degner gewann 1960 und 1961 die 125-cm³- und 250-cm³-Klasse, 1962 Walter Brehme die 125-cm³- und Werner Musiol die 250-cm³-Klasse und 1965 Dieter Krumpholz die 250-cm³-Klasse.

1965 wurde Rüdiger Tanneberg Glocknerkönig im Rahmen der Österreich-Radrundfahrt. 1971 nahm Herbert Spindler als Fahrer des ARBÖ-Salzburg-Radsports erfolgreich an einem DDR-Radrennen teil.

Die aus Bad Gastein stammende Ordensschwester Eva-Maria Ellmauer verbrachte einen Teil ihres Noviziats in der DDR.

Der in der DDR geborene Fußballspieler Heiko Laessig spielte von 1996 bis 2005 bei SV Austria Salzburg. Alexander Walke, ebenfalls in der DDR geboren, spielt bei Red Bull Salzburg. Ein weiterer Fußballspieler in Salzburg, der in der DDR geboren war, war Alexander Zickler.

2017 zeigten die Ferdinand Porsche Erlebniswelten fahr(T)raum Mattsee eine Sonderausstellung Jetzt rollt er wieder - Lindner Coupé - DDR Porsche.

Quellen

  • Salzburgwiki-Einträge