Schloss Arenberg

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Schloss Arenberg
Karte
Schloss Arenberg
Blick in das Schlossinnere
Schloss Arenberg
Schloss Arenberg
Eingang in das Schloss

Das Schloss Arenberg ist ein denkmalgeschütztes Gebäude in der Stadt Salzburg, das auf den Resten des bei einem Brand teilweise zerstörten Schlosses Bürglstein

Einleitung

Das in Salzburg-Äußerer Stein an der Arenbergstraße 8/10 in der rechtsufrigen Altstadt stehende Gebäude stammt in seinen ältesten Bauteilen rund um das zentrale Stiegenhaus aus dem 14. Jahrhundert.

Geschichte

Am 22. August 1814 wurde das Schloss Bürglstein durch einen Brand in großen Teilen zerstört, jedoch in spätbiedermeierlichem Stil wieder aufgebaut.

Dieser teilweise Neubau wurde später Schloss Arenberg genannt (siehe unten). Bemerkenswert ist eine Kassettendecke aus dem 16. Jahrhundert, die aus Schloss Tandalier (Radstadt) stammt, und der reizvolle Park.

Am 3. Jänner 1842 kam Eberhard Fugger, ein namhafter Geologe, späterer Direktor des Salzburger Museum Carolino Augusteum und ab 1911 Ehrenbürger der Landeshauptstadt, auf dem damals noch genannt Schloss Bürglstein zur Welt.

1862 ging das Schloss in den Besitz von Fürstin Sophie von Arenberg, eine geborene Prinzessin von Auersperg über. Sie verband die beiden je dreigeschossigen Bauten von Rosenegger durch einen Mitteltrakt. Von 1912 bis 1922 diente das Gebäude als Wohnhaus für den Schriftsteller und Philosophen Hermann Bahr und dessen Frau Anna Bahr-Mildenburg, Opernsängerin und Mitbegründerin der Salzburger Festspiele. Das spätbiedermeierliche Schloss mit sechsachsigem, durchfensterten und übergiebelten Mittelrisalit ging 1931 in das Eigentum von Stadt und Land Salzburg und der Salzburger Sparkasse über.

Im Jahr 2001 kaufte die gemeinnützige Salzburg Stiftung der American Austrian Foundation Schloss Arenberg, um hier ein internationales Konferenzzentrum für Ärzte, Wissenschaftler und Künstler zu schaffen. Im Park des Schlosses sind zahlreiche bedeutende Skulpturen ausgestellt.

Brände

Ein erstes Mal brannte das damalige Schloss Bürglstein 1814 ab.

Ein weiteres Mal wurde am 20. April 2009 um 15:16 Uhr Brandalarm ausgelöst. Ein durch Schweißarbeiten ausgelöster Brand zerstörte den Dachstuhl des Schlosses. Dabei kam es zu einer beachtlichen Rauchentwicklung. Zwei Arbeiter erlitten eine leichte Rauchgasvergiftung, ein Feuerwehrmann kollabierte und fünf erlitten Rauchgasvergiftungen.

Es wurde versucht, so viele Kunstwerke wie möglich vor den Flammen zu retten. Die Löschmannschaften versuchten den Schaden durch Löschwasser und notwendigem Aufreißen des Daches so gering wie möglich zu halten. Trotzdem sprach man von einem Millionenschaden. Vor allem das extrem viel notwendige Löschwasser - bis zu 3 000 Liter pro Minute - zerstörte Stuck und und Dekor. Bis die Mauern der oberen Stockwerke wieder ganz trocken sind, wird es rund einen Monat dauern.

Das nahe gelegenen Unfallkrankenhaus Salzburg musste vorübergehend die Operationssäle schließen. Beißender Rauch drang über die Klimaanlage ins Spitalinnere.

13 Stunden kämpften rund 250 Mann der Feuerwehren gegen den immer wieder in Glutnestern aufflackernden Brand, bis es erst am 21. April um 4:17 Uhr Brand aus heißen konnte.

Die ersten Schätzungen des Schadens auf rund sechs Millionen Euro mussten Tage später auf bis zu zehn Millionen erhöht werden. Nicht nur der Dachstuhl mit den historischen Tramdecken muss abgetragen und restauriert werden. Auch mindestens zwei weitere obere Geschosse müssen abtragen, restauriert und wieder errichtet werden: wertvolle Holzdecken, Wandverkleidungen, Flügeltüren, Kachelöfen u. a. müssen Stück für Stück vorsichtig heraus gelöst werden, bevor sie restauriert werden können.

Als Brandursache wurden Lötarbeiten am Kupferdach des Schlosses ermittelt. Mitarbeiter der Altenmarkter Firma Perwein, waren mit der Säuberung der Dachrinnen beauftragt gewesen. Dabei entdeckten sie einen kleinen Schaden und versuchten diesen zu reparieren. Obwohl die Männer vorschriftsmäßig einen Feuerlöscher und Wasser dabei gehabt hatten, konnten sie die rasche Ausbreitung des Feuers nicht verhindern.

Bei den Aufbauarbeiten nach dem Brand 2009 kam es zu einem tödlichen Arbeitsunfall. Am 19. August stürzten beim Aufbau eines Materialkrans ein Mann in Tod, ein zweiter wurde schwer verletzt.

Milton and Roslyn Wolf-Park

Im Milton and Roslyn Wolf-Park befinden sich die Würth Skulpturen.

Bilder

 Schloss Arenberg – Sammlung von weiteren Bildern, Videos und Audiodateien im Salzburgwiki
 Schloss Arenberg – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien auf Wikimedia Commons

Quellen

--> dortiger Autor Reinhard Medicus