Erich Holzmann

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Erich W. Holzmann

Erich W.[olfgang] Holzmann (* 1947 in Zell am See) schuf mit dem Original Salzburger Advent und dem Wüdara Gschnas zwei grundverschiedene, aber gleichermaßen erfolgreiche Veranstaltungen.

Vorgestellt

Alle sind wieder gekommen: Verkleidet als „Edelnutten, Freier und Zuhälter, Leichtmatrosen und Seebären, Puffmütter und Ganoven...“ Von Faschingstrends will Erich Holzmann nichts wissen: „Piraten? Kinderkram“, sagt er mit einem lässigen Augenzwinkern. Holzmann will im Fasching keine Rollen spielen. Er will sich austoben − und er liebt Gegensätze. Das war schon immer so.

Geboren wurde er in Zell am See. Aber schon als Zweijähriger übersiedelte er auf einen niederösterreichischen Bauernhof. Von der Enge der Täler in die Weite der Felder. Das sollte sein Lebensmotto werden.

Zur Schule ging er ab der 3. Klasse in der Volksschule Zell am See. 1961 trat er in die Lehrerbildungsanstalt Salzburg ein, wo er 1967 maturierte.[1] Den Lehrer-Beruf hängte er aber bereits nach 14 Tagen an den Nagel. „Der Direktor verpasste mir eine negative Beurteilung. Weil ich am Sonntag nicht in die Kirche ging. Und − was noch schlimmer war − weil ich am gleichen Tag noch mit meiner Band einen Auftritt hatte.

Die Band gibt es seit 1967. Sie heißt „Les Marquis“ (Mitglieder sind waren Hannes Stiegler E-Bass und Gesang, Reinhard Bayer Keyboards, Wilfried Helminger Gitarren, Erich Wolfgang Holzmann Drums und Gesang) und genießt in der Party- und Musikszene seit nunmehr fast 50 Jahren Kultstatus. Holzmann nennt sie „the unbookable combo“, weil sie nur spielen, wenn sie wirklich Lust haben.

Holzmann wechselte in die Autobranche. Er wurde Verkaufs- und Managementtrainer bei Porsche und VW, später Marketing-Chef bei Chrysler-Talbot Automobile Salzburg.

Ab 1982 war er als selbstständiger Management-Trainer für die Autobranche und die Autonebenbranchen Öl und Gummi international tätig. Als Rhetorik und Medientrainer für politische Parteien und zahlreiche Institute in Österreich und Deutschland. Neben der Trainertätigkeit entstanden viele Video- Trainigsprogramme und Lehrfilme (Shell, Castrol, BP, Michelin, Gastronomie etc.).

1999 machte er einen radikalen Schnitt: „Ich habe immer gesagt, ein Management-Trainer darf nicht älter als 50 sein. Ich hielt mich daran.“ Zu diesem Zeitpunkt hatte er schon nebenberufliche Erfahrungen gesammelt, wie sie unterschiedlicher nicht sein konnten.

1991 fand sein erstes „Wüdara-Gschnas“ im Hotel Schloss Mönchstein statt. „Auf allen Etagen − das war ein Wahnsinn“, erinnert er sich.

Er gründete mit prominenten Salzburger Mitstreitern den Pfeifenraucher-Charity-Club "Bent-Club Austria" e.V., der den Reingewinn des ausgelassenen Treibens jährlich karitativen Zwecken zuführt.

Im selben Jahr nahm er im Sommer mit Sassy Holzinger (Seer), Albert Reiterer und Wolfgang Schneider eine Weihnachts-CD auf. Daraus entstand die Idee zu einem neuen Adventsingen und er veranstaltete noch im Dezember 1991 seinen ersten „Salzburger Advent“ in der Kollegienkirche. Bedingt durch den langwierigen und unentschiedenen Umbau der Kollegienkirche, erfolgte 2004 die Übersiedlung in die Stadtpfarrkirche St. Andrä am Mirabellplatz. Inzwischen sehen jedes Jahr mehr als 18 000 Besucher die Aufführungen.

Bereits Tradition sind die Auftritte des „Salzburger Advent“ in der Großen Philharmonie in München, in der Stadthalle Wien und dem Brucknerhaus in Linz. Die Lieder und Theaterstücke schreiben Holzmann und sein Sohn Marc jedes Jahr neu. Vermarktet werden die Werke von familieneigenen Musiklabel Ape Records und seinem Ape Verlag.

Inzwischen hat Sohn Dr. Mag. Marc Holzmann sowohl die Leitung des "Salzburger Advent" als auch des "Wüdara Gschnas" übernommen. Marc Holzmann schreibt die so beliebten, zentralen Theaterstücke welche die Aufführungen so einzigartig machen. E. W. Holzmann kümmert sich ausschließlich um die künstlerische Gesamtleitung, er schreibt die Texte und Geschichten, komponiert und textet viele Lieder des Salzburger Advent.

Besonders stolz ist E. W. auf seine beiden Enkel.

Holzmanns Jahre verliefen 1991 im Advent immer sehr besinnlich und im Fasching ziemlich sinnlich − und Angst habe er nur noch davor, dass im Advent einmal irrtümlich eine Wüdara-Einladung rausgeht. Obwohl: Als er vor wenigen Tagen beim Pfarrer von St. Andrä bereits wegen seiner Adventveranstaltung vorsprach, war auch eine Kirchenrätin da. Holzmann: „Die Dame ist auch begeisterter Gast beim Wüdara-Gschnas...

2016 erschien zum 25 Jahr Jubiläum das fünfte Buch vom "Weihnachtserzähler" E.W. Holzmann zum Thema Weihnachten „Freuet Euch!“ und die inzwischen 16. CD des "Salzburger Advent"-Ensembles.

2020 steht beim "Salzburger Advent" das 30-Jahr Jubiläum an.

Weblinks

Einzelnachweis