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Gasteiner Hotelbauten

Das Grand Hotel de l'Europe im Februar 2007.
Grandhotel Straubinger
Hotel Mirabell
Hotel Bristol
Villa Solitude

Die Gasteiner Hotelbauten stellen großteils denkmalgeschützte Zeugnisse der Hochblüte des Kurorts Bad Gastein dar.

Inhaltsverzeichnis

Geschichte

Die Blütezeit als Kurort erlebte Bad Gastein während der k.u.k. Monarchie. Persönlichkeiten wie Erzherzog Johann, Kaiser Franz Joseph I., der deutsche Kaiser Wilhelm II. oder König Leopold II. von Belgien kurten regelmäßig in Bad Gastein. Zahlreiche Hotels entstanden in dieser Zeit.

Historische Hotelbauten

Grand Hotel de l´Europe

Hauptartikel: Grand Hotel de l´Europe

Das Grand Hotel de l´Europe liegt im Zentrum von Bad Gastein an der Kaiser-Franz-Josef-Straße. Es wurde in den Jahren von 1906 bis 1909 nach Plänen des Linzer Dombaumeister Mathäus Schlager errichtet und gehörte einst zu den größten und modernsten Hotels der Österreichisch-Ungarischen Monarchie. Im Laufe der Geschichte logierten in dem prunkvollen Hotelkomplex Staatsoberhäupter, Mitglieder verschiedener Königsfamilien und sonstige Größen der Gesellschaft. Im prunkvoll ausgestatteten Erdgeschoss befindet sich das von der Casino Austria AG betriebene Casino Bad Gastein, in den neun Stockwerken darüber wurden Mitte der 1990er Jahre Ferienappartements eingerichtet.

Grandhotel Straubinger

Hauptartikel: Grandhotel Straubinger

Das Straubinger war einst das größte Hotel im Ort. Gemeinsam mit dem dazu gehörenden Haus Austria hatte es rund 200 Zimmer. Errichtet wurde das Hauptgebäude an der Stelle der alten Taverne von 1840 bis 1842. Von 1602 bis 1980 gehörte die Immobilie der Familie Straubinger. Als am 14. August 1865 in diesem Hotel die Gasteiner Konvention zwischen Preußen und Österreich unterzeichnet wurde, schrieb das Haus Weltgeschichte.

Grand Hotel Gasteinerhof

Hauptartikel: Grand Hotel Gasteinerhof

Das Grand Hotel Gasteiner Hof mit 140 Betten befand sich in der Conrad Strochner-Straße in schönster Lage im Zentrum des Kurortes. Es verfügte über ein Restaurant, einen Kaffeepavillon an der Kaiserpromenade mit herrlicher Fernsicht. Im Hotel wurden Thermalbäder angeboten. Besitzer waren Karl Windischbauer und Hans Windischbauer.[1]

Das Badeschloss

Hauptartikel: Badeschloss

Das Badeschloss wurde 1791 bis 1794 im Auftrag von Fürsterzbischof Hieronymus Graf Colloredo erbaut. Der deutsche Kaiser Wilhelm I. wohnte alljährlich anlässlich seiner Kur in diesem Haus. Bevor es seine Pforten im 20. Jahrhundert schloss, diente es als Kurhotel für öffentliche Bedienstete und stand im Eigentum der Bundesimmobiliengesellschaft.

Am 27. März 2013 fing aus zunächst ungeklärter Ursache der Dachstuhl des leer stehenden Hotels "Badeschloss" Feuer und brannte aus. Der Brand war um 05:30 Uhr bemerkt worden, Nachbargebäude waren laut Landesfeuerwehrkommando nicht in Gefahr. Im Einsatz waren insgesamt 80 Männer und 25 Fahrzeuge. Am 28. März wurde bekannt, dass die Brandursache Brandstiftung war.

Das Gebäude gehört dem umstrittenen Investor Franz Duval, der im Zentrum des ehemals mondänen, kaiserlichen Kurortes mehrere historischen Gebäude gekauft hat und verfallen lässt.

Hotel Bristol

Hauptartikel Hotel Bristol (Bad Gastein)

Das Hotel Bristol in Bad Gastein war ursprünglich ein nach jüdisch-orthodoxem Ritus betriebenes Kurhaus.

Hotel Mirabell

Hauptartikel Hotel Mirabell (Bad Gastein)

Der Salzburger Christian Ebner baut 2019 das Hotel Mirabell im historischen Zentrum Bad Gasteins neu.

Kurhotel Schwarze Liesl

hier muss noch recherchiert werden

Noch bestehende historische Hotels

Hotel Weismayr

Das Haus wurde 1886 nach Plänen von Josef Wessicken erbaut. 2010 verfügte es über 80 Zimmer und weitere 20 im benachbarten L’Europe. Damit wurden 10 000 bis 15 000 Nächtigungen pro Jahr getätigt. Der Ganzjahresbetrieb konnte zuletzt nicht mehr aufrechterhalten werden und so entschied sich Familie Tscherne, in deren Besitz es ist, im Februar 2011 zur (vorübergehenden) Schließung. Rund 40 Leute waren zuletzt beschäftigt. Vor allem die Frequenz im Zentrum sei abhanden gekommen, beklagt Hotelier Tscherne. Das zeige sich an den Umsatzrückgängen von mehr als 90 Prozent im Café. „Die Touristen fahren höchstens noch mit dem Auto durch, bleiben bei der Wasserfallbrücke stehen und machen ein Foto vom Wasserfall.“ Ein Verkauf stehe derzeit nicht zur Diskussion, das betont Tscherne. „Wir sitzen das aus, bis im Zentrum etwas passiert.“

Hotelprojekte 21. Jahrhundert

  • Auf dem Areal des 2010 abgerissenen Kurhotels Schwarze Liesl an der Kötschachtalstraße soll ein Luxushotel der vier-Sterne-Kategorie mit 52 Suiten und Spa-Bereich entstehen (Stand Februar 2011). Baubeginn Frühjahr 2011, Investitionshöhe: 25 bis 30 Millionen Euro laut dem Wiener Immobilienentwickler Nikolaj Hummelbrunner.
  • Neben diesem Areal will Hummelbrunner 14 "Mountain-deluxe Chalets"[2]. Investitionshöhe: 2,2 bis drei Millionen Euro; sie sollen bis Sommer 2011 ihren Besitzern übergeben werden;
  • Hotel Schillerhof am Fuß des Graukogels: Es wurde 2007 renoviert und 28 Luxusappartements sind entstanden. In einer zweiten Bauetappe 2011 entstehen drei Baukörper mit 20 Wohnungen und 150 Betten. Eine dritte Bauetappe mit vier Baukörpern ist noch geplant.
  • Das geplante Fünf-Sterne-Hotel anstelle des 2006 abgerissenen ehemaligen Grandhotel Gasteiner Hof wird nicht errichtet (Stand 2011). Aufgrund der Finanzkrise liegt das Siegerprojekt der Münchner Architekten Schultz-Brauns und Reinhart seit 2009 auf Eis.

Quellen

Einzelnachweise

  1. Illustrierter Wegweiser durch die österreichischen Kurorte, Sommerfrischen und Winterstationen, 1909, Seite 39 (2 Fotos)
  2. Das Chalet ist ein im Alpenraum, insbesondere in der Schweiz verbreiteter ländlicher Haustyp. Das Wort „Chalet“ (frz.; von lat. cala, geschützter Ort) stammt aus der französischsprachigen Schweiz und bedeutete ursprünglich „Sennhütte“. Der heutige Sprachgebrauch bezieht auch Ferienhäuser und -wohnungen mit ein (Quelle Wikipedia Deutschland). Mountain ist das englische Wort für Berg, deluxe kommt aus dem Französischen und heißt übersetzt Luxus, das vom lat. luxus = Verschwendung, Liederlichkeit, eigentlich „üppige Fruchtbarkeit“ stammt (Quelle Wikipedia). Somit entsteht am Randbereich des Nationalparks Hohe Tauern ein Dorf mit verschwenderischen Berg-Sennerhütten