Kirche zum hl. Kreuz und zur hl. Elisabeth

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Beleuchtete Guggenthaler Kirche im Winter
Kirche in Guggenthal, nordöstliche Ansicht
Vorplatz der Kirche, rechts das neue Mesnerhaus (Entwurf von Architekt Prof. Hermann Rehrl junior).
Kirche in Guggenthal, Innenansicht
Johann Mauracher-Orgel von 1864

Die Kirche zum hl. Kreuz und zur hl. Elisabeth bildet zusammen mit dem Brauhaus, der Villa Weickl, dem Braugasthof Guggenthal und diversen Nebengebäuden das architektonische Gesamtkunstwerk Gut Guggenthal im Koppler Ortsteil Guggenthal im Flachgau. Sie zählt zu den denkmalgeschützten Objekten in Koppl.

Geschichte

Für den Bau der Kirche war das Jahr 1860 von Bedeutung. Damals erwarb das Ehepaar Georg und Elise Weickl (Weingroßhändler und Realitätenbesitzer in der Stadt Salzburg) aus einer Konkursmasse Guggenthal. Georg Weickl (* 1803; † 1869) war ein gründerzeitlicher Unternehmer, der es durch Geschäftstüchtigkeit, Sparsamkeit und Umsicht zum bedeutendsten Realitätenbesitzer in Salzburg seiner Zeit brachte.

Weickl ließ die neogotische Kirche zwischen 1863 und 1864 von Valentin Ceconi neu bauen. Sie wurde am 11. September 1864 von Kardinal Fürsterzbischof Maximilian Joseph von Tarnóczy geweiht. Die Einrichtung der Kirche stammt aus der Erbauungszeit, nur die Kanzel ist weit älter: sie stammt aus dem Jahr 1512 und befand sich vorher im Salzburger Dom.

Vor dem Neubau existierte bereits eine kleine Kapelle mit Messlizenz - die Hl. Messe wurde auf einem tragbaren Altar zelebriert. Durch den Bau der neuen Kirche konnten nun alle Mitglieder der Familie Weickl sowie ein Teil der Dienstboten in Guggenthal Hl. Messe feiern. Die übrigen Dienstboten und Hausleute mussten immer noch in die Kirche nach Gnigl zur Messe gehen.

Auch die Familiengruft der Weickl befindet sich bei der Kirche in Guggenthal. Ein enger Vertrauter der Familie, der bekannte und beliebte Prof. Dr. Joseph Anton Schöpf, durfte ebenfalls dort begraben werden. Er hatte bereits 1868 die geistlichen Funktionen in der Kirche Guggenthal übernommen. Ein Erinnerungsstein befindet sich noch heute an der Südwand der Kirche.

Die Kirche wurde bis 1909 von der Gutsbesitzerfamilie Hatschek erhalten und ab dann als Filialkirche der Pfarre Gnigl geführt, laut Ortschronik „zur Freude der Bewohner von Guggenthal“. 2009 wurde Guggenthal pfarrlich per Beschluss des Erzbischofs Alois Kothgasser in die Pfarre Koppl eingegliedert, zum Leidwesen vieler Guggenthaler, die ja ihre Gräber in Gnigl haben.

Anlässlich des 150jährigen Bestehens der Kirche in Guggenthal wurde vom 14. bis 21. September 2014 eine Festwoche mit anschließendem Kirchweihfest abgehalten. Festprogramm siehe Programmfolder in der Fotogalerie.

Orgel

Die Orgel schuf Orgelmacher Johann Mauracher im Jahre 1864, sie hat 6 Register.

Pfarrzugehörigkeit

Die Guggenthaler Kirche war von 1909 bis 2009 eine Filiale der Stadtpfarrkirche Gnigl. Obwohl der ehemalige Gnigler Ortsteil Guggenthal 1935 zur Gemeinde Koppl kam, blieb die Kirche noch bis ins 21. Jahrhundert Teil der Stadtpfarre Salzburg-Gnigl, gehört jetzt auch pfarrmäßig zu Koppl. Am 26. Mai 2002 konnte ein neues Mesnerhaus, entworfen von Architekt Prof. Hermann Rehrl junior, geweiht werden.

Messen

In Guggenthal finden regelmäßig am Samstag Rosenkränze und am Sonntag um 09:00 Uhr ein Gottesdienst statt.

Bilder

 Kirche zum hl. Kreuz und zur hl. Elisabeth – Sammlung von weiteren Bildern, Videos und Audiodateien im Salzburgwiki

Quellen