Motorveteranensport

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Der Motorveteranensport hat eine lange Tradition in Salzburg.

Geschichte

Schon 1967 fand in Erinnerung an das Fernstreckenrennen Paris - Wien 1902 eine Wiederholung dieser Fahrt statt, mit Etappenziel Salzburg. Die Salzburger konnten in der Altstadt der Stadt Salzburg auf dem Residenzplatz die Fahrzeuge von einst bestaunen. Die Salzburger Nachrichten berichteten ausführlich über dieses motorsportliche Ereignis.

Mit der Gründung des Motor Veteranen Clubs Salzburg (MVCS) 1967 durch Helmut Krackowizer- es war der dritte Motor Veteranen Club in Österreich - begann die Geschichte des Motorveteranensports im Bundesland Salzburg.

Nach einigen Ausfahrten gab es 1970 die erste größere Veteranen-Rallye im Land Salzburg: die "5. Int. Motorveteranen-Rallye um den blauen Donaupokal der MARTHA". Sie fand vom 18. bis 20. September 1970 statt.

In Zusammenarbeit des MVCS und des Salzburger Automobil-, Motorrad- und Touring-Clubs (SAMTC) fand dann 1974 der "1. Wettbewerb um die Castrol-Austria-Trophäe in memoriam Rupert Karner"[1] am Salzburgring statt, der erste Oldtimer Grand Prix. Zunächst nur für Motorräder. Erst ab 1976 gab es dann auch Läufe für Automobile.

An Motorveteranen-Veranstaltungen folgten die Bergrennen in Adnet für historische Motorräder und die Bergrennen am Faningberg im Lungau für historische Motorräder, sowie der Histocup am Salzburgring. 2002 fand die erste von drei Großglockner Trophy in memoriam Helmut Krackowizer statt.

Seit 2003 gibt es wieder Gleichmäßigkeitsläufe für historische Automobile am Gaisberg in Erinnerung an die historischen Gaisbergrennen. Diese Veranstaltung ist jedoch eine Kombination aus Läufen auf dem Salzburgring, sowie einem Stadtrundkurs-Rennen in der Altstadt (beides Veranstaltungsorte, die mit der ursprünglichen Veranstaltung nichts zu tun haben).

Von 2004 bis 2010 fand am Salzburgring das Rupert Hollaus Gedächtnisrennen statt.

In jüngerer Zeit finden in verschiedenen Gemeinden Treffen oder Gleichmäßigkeitsveranstaltungen für historische Fahrzeuge statt, wie beispielsweise im Salzburger Stadtteil Gnigl[2], das Oldtimer-Treffen für Automobile und Motorräder beim Gasthof Hohlwegwirt in Hallein-Taxach in Erinnerung an den Mitbegründer von KTM, Ernst Kronreif senior, die Sommerholz Classic für historische Motorräder und Automobile in Neumarkt am Wallersee, der Großglockner Grand Prix, die Saalbach-Classic, Oldtimertreffen des Motorsportclub Katschberg[3], die ADAC Salzburgring Classic u. a..

Der ursprüngliche Grundgedanke von Motorveteranen-Veranstaltungen

Wertvolle historische Automobile und Motorräder sollten der Nachwelt nicht nur erhalten bleiben, sondern auch zweckentsprechend vorgeführt werden. Was ein historisches Fahrzeug ist, wurde im Laufe der Zeit bereits mehrmals neu definiert. Doch oberste Prinzipien einer jeden Veteranen-Veranstaltung sollten sein:

  • Die Sicherheit der Teilnehmer und Zuschauer
  • Die Schonung der teilweise bis zu 100 Jahre alten Maschinen
  • Die Freude an historischen Material

Damit beiden Komponenten auch effektiv erfüllt werden konnten, entstanden Gleichmäßigkeitsbewerbe. Das bedeutet, die Teilnehmer haben eine bestimmte Strecke mehrmals in möglichst gleichmäßiger Zeit zu absolvieren. Also nicht die Geschwindigkeit ist ausschlaggebend, sondern die Gleichmäßigkeit. Aber nicht nur Gleichmäßigkeit, sondern auch Disziplin der Teilnehmer ist wichtig (keine Selbstüberschätzung, striktes Einhalten von Regeln) und die gute Organisation solcher Veranstaltungen (Trennung schwacher von starken Fahrzeugen, Startintervalle, Streckensicherung, Flaggensignale u. a. m.).

Doch vor allem PS-starke Rennboliden verleiten manchmal Besitzer von oft wertvollen, unwiederbringlichen Fahrzeugen, zu Geschwindigkeitsexzessen oder riskanten Fahrmanövern, die mit mehr oder minder großen materiellen Schäden, manchmal auch menschlichem Leid (Tod einer Zuschauerin bei der letzten Großglockner Trophy 2012), enden.

Die Personen, die mit dem historischen Motorsport groß wurden und die Werte dieser Maschinen erkannten, werden weniger und mit ihrem Abgang schwinden auch die Kenntnisse über dieses Material. Es beginnt wohl eine neue Interpretation von Motorveteranensport, der in Ansätzen wohl nichts mehr mit jenen Idealen zu tun hat, die Motorsportbegeisterte der 1930er- oder 1950er-Jahre der Neuzeit bewahren wollten.

Weblinks

Quelle

Einzelnachweise