Oskar Hausner

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Hofrat Dr. Oskar Hausner (* 18..; † 19..) war in der Zwischenkriegszeit und der NS-Zeit ein hoher Beamter des Salzburger Landesdienstes.

Leben

Oskar Hausner maturierte 1901 am Akademischen Gymnasium in Salzburg[1] und trat nach Abschluss seines Studiums 1908 in den Landesdienst ein. Von 1918 bis 1938 leitete er die Abteilung II des Amtes der Salzburger Landesregierung. In der Zeit des Ständestaates war er ein illegaler Nationalsozialist, was er aber geschickt zu verbergen wusste, sodass er das vollkommene Vertrauen Landeshauptmann Rehrls genoss.[2]

Nach dem Anschluss Österreichs an das nationalsozialistische Deutsche Reich stieg er 1938 zum Salzburger Regierungsdirektor auf.[3] Als dieses Amt im September 1939 im Zuge der Neuorganisation des Landes als Reichsgau abgeschafft wurde, wurde er mit der Leitung der Abteilungen III und IV der Landeshauptmannschaft betraut.[4]

Als Leiter des Salzburger Gaufürsorgeamtes war er in der Folge an der NS-Euthanasie beteiligt.[5] Die gegen ihn nach dem Zweiten Weltkrieg eingeleitete Voruntersuchung wurde im Jahr 1947 gemäß § 109 Abs. 1 StPO beendet, weil seine Verantwortung, mit den Transporten nicht befaßt gewesen zu sein, nicht widerlegt werden konnte.[6]

Quellen

  1. http://www.akadgym.salzburg.at
  2. Hubert Stock: „... Nach Vorschlägen der Vaterländischen Front“: Die Umsetzung des christlichen Ständestaates auf Landesebene, am Beispiel Salzburg; Böhlau Verlag Wien, 2010; S. 101.
  3. Siegfried Göllner, Die Stadt Salzburg im Jahr 1938. Zeitungsdokumentation, S. 147 (11.3.1938).
  4. Siegfried Göllner, Die Stadt Salzburg im Jahr 1939. Zeitungsdokumentation, S. 430 (25.9.1939).
  5. www.stolpersteine-salzburg.at
  6. Parlamentarische Anfragebeantwortung.